Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Software

BERLIN - Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 wollen Politiker der Union möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren.

27.03.2020 - 12:37:47

VIRUS/Unionspolitiker: Infektionsketten per Handy-App zurückverfolgen. Sie soll wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren und - falls sich sein Besitzer mit dem Coronavirus infiziert - automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten.

Aus Sicht der Bundesregierung könnte dies die Gesundheitsämter entlasten. Denn die müssen aktuell viel Energie aufwenden, um Infektionsketten zurückzuverfolgen. "Grundvoraussetzung für uns wäre sicherlich die Freiwilligkeit", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin.

Der CSU-Politiker Michael Kuffer sagte: "Jeder Einzelne könnte helfen, indem er die App herunterlädt." Eine entsprechende Kampagne lasse sich schnell in die Tat umsetzen. Das bedeute aber nicht, dass die ursprünglichen Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) damit begraben wären.

Der Obmann der Union im Innenausschuss des Bundestages, Armin Schuster (CDU), sagte: "Jens Spahn hatte eine richtige Idee, aber es war ebenso richtig, dass er sein Konzept für eine Nachverfolgung von Infektionsketten per Handy-Ortung angesichts des politischen Widerstands einiger Parteien dann aus dem Entwurf herausgenommen hat". Andernfalls wäre die Verabschiedung des Corona-Nothilfe-Pakets am Mittwoch gefährdet gewesen. Es werde jedoch weiter daran gearbeitet, eine mehrheitsfähige Lösung zu finden.

Spahn hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden bei einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen und sie im Verdachtsfall zu kontaktieren. Die Behörden hätten zudem Verkehrsdaten zur Bestimmung des Aufenthaltsortes nutzen dürfen - etwa um den Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren.

Vor allem die Grünen, die Linke und die FDP hatten heftige Kritik an Spahns Plänen geübt. Auch SPD-Politiker äußerten Bedenken. Die Grünen zeigten sich aber offen für "datenschutzfreundliche Alternativen".

Das Rote Kreuz in Österreich hat diese Woche eine "Stopp-Corona-App" präsentiert. Wer sie auf seinem Handy installiert, muss dafür keine personenbezogenen Daten preisgeben. Ähnliche Überlegungen werden inzwischen auch beim Deutschen Roten Kreuz angestellt.

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, hatte dem "Handelsblatt" gesagt, wenn die Nutzer ihre freiwillige Einwilligung zur Datenverarbeitung geben, könnte eine solche technische Lösung zur Identifikation von Infektionsketten ein sinnvoller Beitrag zur Krisenbewältigung sein. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär sagte der Zeitung: "So eine digitale Anwendung wäre sinnvoll, um das Virus zielgerichtet einzudämmen." In der Bundesregierung gebe es entsprechende Überlegungen. "Wir müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung jetzt nutzen, um die Krise zu überwinden."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

VIRUS: Russland schickt Corona-Hilfe in die USA. Die Maschine mit medizinischer Ausrüstung und Schutzkleidung solle voraussichtlich noch am Dienstag starten, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge. Tagsüber seien sämtliche Vorbereitungen getroffen worden. Angesichts der "schrecklichen epidemiologischen Situation" habe Russland diese Hilfe angeboten. Kremlchef Wladimir Putin und sein US-Kollege Donald Trump hatten am Montag miteinander telefoniert. MOSKAU - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in den USA bereitet Russland einen Hilfsflug vor. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 21:20) weiterlesen...

VIRUS: Mehr als 67 000 Corona-Nachweise in Deutschland - 700 Tote. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 15 500 nachgewiesenen Fällen und 191 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 15 250 Fällen und 148 Toten und Baden-Württemberg mit mehr als 13 300 Fällen und 196 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 124,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 80,6. BERLIN - In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 67 000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 21:06) weiterlesen...

VIRUS: UN-Organisationen fordern Freilassung von Flüchtlingen und Migranten. Die Situation für diese Menschen, die oft unter beengten und unhygienischen Zuständen festgehalten würden, sei besonders beunruhigend, hieß es am Dienstagabend in einer Mitteilung des UN-Flüchtlingshilfswerk, der Internationalen Organisation für Migration, des UN-Büros für Menschenrechte sowie der Weltgesundheitsorganisation. "Hinsichtlich der tödlichen Konsequenzen, die ein Covid-19-Ausbruch haben könnte, sollten sie ohne Verzögerung entlassen werden." Vor allem Kinder, deren Familien und jene, die ohne ausreichende gesetzliche Grundlage festgehalten werden, sollten sofort freigelassen werden. GENF - Vier UN-Organisationen haben angesichts der Coronavirus-Pandemie gemeinsam die Freilassung aller Flüchtlinge und Migranten gefordert, die in geschlossenen Einrichtungen oder bewachten Lagern festgehalten würden. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 20:50) weiterlesen...

SPD-Chefin fordert neues Gesundheitssystem nach Corona-Krise. "Spätestens mit dieser Pandemie muss nun jedem klar sein, wie abwegig es ist, unser Gesundheitssystem vorrangig auf Effizienz und Rentabilität zu trimmen", sagte sie der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch). BERLIN/STUTTGART - SPD-Chefin Saskia Esken hat sich für eine radikale Umkehr im Gesundheitssystem nach der Corona-Krise ausgesprochen. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 20:50) weiterlesen...

VIRUS/Kramp-Karrenbauer: Können nicht alle Anträge auf Amtshilfe erfüllen. "Nein, leider nicht", sagte sie am Dienstagabend in einer ZDF-Spezial-Sendung auf eine entsprechende Frage. "Es gibt sehr, sehr viele Anträge." Viele beziehen sich demnach auf Schutzausstattung oder medizinisches Personal. "Das ist natürlich der Punkt, an dem wir genauso begrenzt sind wie andere zivile Einrichtungen auch. Aber alles das, was wir irgendwie leisten können, das versuchen wir auch umzusetzen. Insbesondere dort, wo wir über Fähigkeiten verfügen, die so kein anderer hat." Als Beispiel nannte sie die Verlegung von Intensivpatienten durch die Luftwaffe. BERLIN - Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat deutlich gemacht, dass die Bundeswehr derzeit nicht alle Anträge auf Amtshilfe in der Corona-Krise erfüllen könne. (Wirtschaft, 31.03.2020 - 20:17) weiterlesen...

VIRUS: 46 weitere Tote wegen Corona in der Türkei - rund 13 500 Infizierte. ISTANBUL - In der Türkei sind binnen Tagesfrist weitere 46 Menschen am neuartigen Coronavirus verstorben. Das teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Dienstagabend über Twitter mit. Damit stieg die Gesamtzahl der offiziell erfassten Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 in der Türkei auf 214. Die offizielle Zahl der Infizierten lag am Abend bei 13 531 - 2704 mehr als noch am Vortag. Bisher wurden in dem Land mit 83 Millionen Einwohnern rund 92 000 Tests durchgeführt. Die Türkei hatte am 11. März ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. VIRUS: 46 weitere Tote wegen Corona in der Türkei - rund 13 500 Infizierte (Wirtschaft, 31.03.2020 - 19:36) weiterlesen...