IBM, US4592001014

BERLIN - IBM und die Fraunhofer Gesellschaft wollen die Forschung zu Quantencomputern mit einer neuen Partnerschaft vorantreiben.

10.09.2019 - 18:38:41

IBM bringt Quantencomputer nach Deutschland. Dafür bringt der amerikanische Technologie-Konzern erstmals seinen Quantencomputer "Q System One" nach Deutschland. Ziel sei es, hierzulande eine Forschungsgemeinschaft rund um Fähigkeiten, Erkenntnisse und Ausbildung im Umgang mit der Technologie aufzubauen, teilten die Partner am Dienstag mit. Ein Standort des "Q-Systems" steht noch nicht endgültig fest, soll aber bis 2020 gefunden werden.

an dem "OpenSuperQ", der 2021 fertiggestellt sein soll.

Auch IBMs System ist als europäische Forschungsinitiative angelegt und soll nach Angaben des Unternehmens ein "Hub" für Forschung und Entwicklung werden und Wissenschaftlern wie auch IT-Fachleuten und Industrie-Experten zur Verfügung stehen.

An Quanten-Computern wird auf der Suche nach neuen Wegen in der Computertechnik seit Jahrzehnten geforscht, lange handelte es sich nur um ein theoretisches Konzept.

IBM hatte seinen "Q System One" Anfang des Jahres auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas als ersten auch kommerziell nutzbaren Quantencomputer vorgestellt. Unter dem Dach der neuen Initiative sollen nun prominente Partner aus Forschung und Industrie beim Fraunhofer Kompetenzzentrum für Quantencomputer zusammenarbeiten.

Während bei herkömmlichen Computern, die der klassischen Physik folgen, die kleinsten Bestandteile (Bits) jeweils den Zustand Null oder Eins annehmen, können bei Quanten-Computern die Qbits gemäß der Quantenmechanik mehrere Zustände gleichzeitig darstellen - ein Paradox, das auch heute noch für Physiker eine große Herausforderung darstellt. Die Zustände der Qbits sind zudem sehr flüchtig und ändern sich schon allein bei der Betrachtung. Das Q-System One soll dagegen in der Lage sein, die Quantenzustände länger stabil zu halten und somit auch die kommerzielle Nutzung zu ermöglichen.

@ dpa.de