Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Deutschland, Volkswirtschaft

BERLIN / HAMBURG - Zum zweiten Tag der Arbeit in der Corona-Krise haben die Gewerkschaften vor Belastungen auf Kosten der Beschäftigten und einem Sparkurs bei staatlichen Investitionen gewarnt.

02.05.2021 - 14:26:28

Tag der Arbeit: Forderungen nach Solidarität und Investitionen. "Wir lassen nicht zu, dass Arbeitgeber die Pandemie als Vorwand für Jobabbau, Betriebsverlagerungen und Lohn-Dumping missbrauchen", sagte der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, am Samstag anlässlich der zentralen Mai-Kundgebung in Hamburg. Corona dürfe auch keine Ausrede für fehlendes Geld beim Umbau zu einer digitalen und klimaneutralen Wirtschaft sein. Zukunftsgestaltung bedeute eben nicht eisern zu sparen, sondern zu investieren und nochmals zu investieren.

Auch die Kanzlerkandidaten von Union, Grünen und SPD sprachen sich zum 1. Mai für bessere Bedingungen aus. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet forderte in Düsseldorf mehr Anerkennung für gesellschaftsrelevante Berufe wie der Pflege. "Die, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen sind, die, die in den schlecht bezahlten Jobs sind, leisten zum Teil die größte Arbeit." Anerkennung äußere sich etwa über Tarifbindung. Nach Corona seien Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze dauerhaft zu sichern.

Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte in Potsdam: "Es reicht nicht, wenn man Pflegekräften zuklatscht. Es reicht nicht, wenn man als Politikerin danke sagt, und wenn alle geimpft sind, dann gehen wir einfach zu dem Zustand davor zurück." Es gehe um vernünftigen Lohn und vernünftige Arbeitsbedingungen. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) forderte Konsequenzen aus der Pandemie. "Es kann nicht bei dem bleiben, wie es ist", sagte er mit Blick auf Kurzarbeit, Entlassungen und ungleiche Löhne. Scholz forderte mehr Tarifverträge und bessere Kontrollen. "Wir müssen sicherstellen, dass es eine Grenze nach unten gibt", sagte der Bundesfinanzminister ebenfalls in Potsdam.

Wegen der bundesweiten Corona-Beschränkungen hatte der DGB unter dem Motto "Solidarität ist Zukunft" wie im Vorjahr meist zu kleineren Veranstaltungen aufgerufen. Im Internet gab es dazu ein Programm mit Reden, Diskussionen und Musik. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte den Einsatz vieler Beschäftigter unter Corona-Bedingungen. "Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten", sagte sie in ihrer Videobotschaft. Dass viele seit Monaten im Homeoffice arbeiten, sei "eine riesige Hilfe" gegen das Virus. Arbeitnehmer, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, rief Merkel zum Nutzen von Testangeboten in Betrieben auf.

DGB-Chef Hoffmann betonte, mit solidarischem Handeln sei es gelungen, das Schlimmste in der Corona-Krise zu verhindern. Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte hätten dafür gekämpft, dass soziale Härten abgefedert und viele Jobs gesichert worden seien. Verdi-Chef Frank Werneke sagte, viele im Gesundheitswesen und sozialen Diensten seien enttäuscht über Tatenlosigkeit in der Bundesregierung. "Wir erwarten konkrete Verbesserungen - und zwar noch in dieser Legislaturperiode." Der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Die Risiken der Pandemie und der Transformation können nicht von den Beschäftigten allein geschultert werden." DGB-Vize Elke Hannack forderte eine "Ausbildungsgarantie" für alle Schulabgänger.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Original-Research: All for One Group SE : Kaufen ^ (Boerse, 17.05.2021 - 14:05) weiterlesen...

Deutsche Bahn bietet Lokführer-Gewerkschaft GDL 1,5 Prozent mehr Geld. Außerdem habe das Angebot einen erweiterten Kündigungsschutz sowie die Fortsetzung der Einstellungsoffensive enthalten, teilte der Konzern am Montagnachmittag mit. Damit orientiert sich die Bahn am Abschluss, den sie im September mit der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vereinbart hat. BERLIN - Die Deutsche Bahn hat in der dritten Tarifrunde mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eigenen Angaben zufolge eine Lohnsteigerung von 1,5 Prozent und eine Laufzeit bis 2023 angeboten. (Boerse, 17.05.2021 - 14:04) weiterlesen...

Karlsruhe äußert sich am Dienstag zur Einhaltung des EZB-Urteils. Die Karlsruher Richter veröffentlichen um 9.30 Uhr ihre Entscheidung über zwei Anträge auf Erlass einer sogenannten Vollstreckungsanordnung, die der ehemalige CSU-Politiker Peter Gauweiler sowie eine Klägergruppe um den früheren AfD-Chef Bernd Lucke eingereicht haben. Das kündigte das Gericht am Montag auf seiner Internetseite an. (Az. KARLSRUHE - Das Bundesverfassungsgericht äußert sich am Dienstagvormittag dazu, ob sein umstrittenes Urteil zu den Staatsanleihenkäufen der Europäischen Zentralbank (EZB) ordnungsgemäß umgesetzt wurde. (Wirtschaft, 17.05.2021 - 14:04) weiterlesen...

Brexit-Streit: EU pocht auf Umsetzung der Nordirland-Regeln. Das sogenannte Nordirland-Protokoll sei die beste Lösung für Probleme, die durch den britischen EU-Austritt entstanden seien, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag in Brüssel. Das Protokoll müsse so umgesetzt werden, dass es für die Menschen in Nordirland und Irland funktioniere. BRÜSSEL/LONDON - Die EU wehrt sich im Brexit-Streit mit Großbritannien dagegen, die Sonderregeln für Nordirland aufzuweichen oder aufzugeben. (Wirtschaft, 17.05.2021 - 13:59) weiterlesen...

Offiziell: Großer TV-Deal rund um HBO und Warner Bros. sowie TV-Sendern wie HBO, CNN und Eurosport. Der Telekommunikations-Riese AT&T spaltet dafür seine Sparte WarnerMedia ab und legt sie mit dem TV-Konzern Discovery zusammen. AT&T soll davon mit 43 Milliarden US-Dollar (aktuell 35,4 Mrd. Euro) in bar, Aktien sowie in Form von Schuldenübernahmen profitieren, wie die Unternehmen am Montag mitteilten. Die Anteilseigner von AT&T sollen zudem eine Mehrheit von 71 Prozent an der neuen Firma bekommen. NEW YORK - In der US-Medienbranche entsteht ein neues Schwergewicht mit dem Hollywood-Studio Warner Bros. (Boerse, 17.05.2021 - 13:55) weiterlesen...

Deutsche Anleihen: Zur Kasse stabil - Umlaufrendite minus 0,20 Prozent. Die Umlaufrendite betrug stabil minus 0,20 Prozent, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte. FRANKFURT - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben sich am Montag nur wenig verändert. (Sonstige, 17.05.2021 - 13:41) weiterlesen...