Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Deutschland, Volkswirtschaft

BERLIN - Gewerkschaften und Länder sind im Streit um die künftige Bezahlung von Lehr- und Erziehungskräften, Polizisten und vielen anderen Beschäftigten vorerst ohne Annäherung auseinandergegangen.

08.10.2021 - 16:08:28

Gewerkschaften und Länder bei Tarifrunde auf Kollisionskurs. "Der Auftakt ist absolut enttäuschend", sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, nach rund zweistündigen Beratungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) am Freitag in Berlin. Im November geht es in Potsdam in die zweite Runde.

Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen 300 Euro mehr. Die TdL wies dies als unrealistisch zurück.

Weil es auch um das Einkommen von Beschäftigtengruppen geht, die in der Pandemie deutlich belastet sind, erwartet Werneke ein besonderes Augenmerk der Politik auf die Tarifrunde. "Die Ministerpräsidenten haben immer wieder die Leistungen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes herausgestellt - gerade in der Pandemie", sagte Werneke der Deutschen Presse-Agentur. "Es kann nicht sein, dass sie sich jetzt taub stellen."

Der Vorsitzende des Beamtenbunds dbb, Ulrich Silberbach, sagte: "Nach den vielen Lobeshymnen im vergangenen Jahr wäre es extrem unfair zu versuchen, die Haushaltssanierung bei den Beschäftigten abzuladen." Für die Beschäftigten im Gesundheitswesen forderten die Gewerkschaften besondere Verbesserungen.

TdL-Verhandlungschef Reinhold Hilbers entgegnete: "Temporäre Belastungen, die jetzt in der Pandemie entstanden sind, können nicht herangezogen werden, um dauerhafte Forderungen zu begründen." Die Haushalte der Länder seien mit über 60 Milliarden Euro verschuldet und müssten konsolidiert werden. Ein Sonderopfer sollten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes nicht bringen, versicherte der niedersächsische Finanzminister. "Wir wollen auch nichts kürzen oder ähnliches, die Frage ist, wieviel Zuwachs wir gewähren können." Hilbers betonte, "dass die Spielräume relativ eng sind".

Beide Seiten lägen weit auseinander - und das bei schwierigen Problemen, sagte Silberbach. Werneke erwartete eine Haltungsänderung der Arbeitgeber während der Verhandlungen. Im November gebe es eine neue Steuerschätzung, die voraussichtlich Steuermehreinnahmen verzeichnen werde. "Das ist dann der realistische Handlungsrahmen für einen Abschluss." Noch blendeten die Arbeitgeber die Realität aus. Sie wollten weder die Leistung der Beschäftigten anerkennen noch die Preisentwicklung zur Kenntnis nehmen. "Das ist ein fatales Signal", sagte Werneke.

Betroffen sind laut den Gewerkschaften insgesamt rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte. Dazu kommen rund 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte sowie rund eine Million Versorgungsempfänger, auf die ein Abschluss übertragen werden soll. Bisher sind zwei weitere Verhandlungsrunden bis Ende November in Potsdam geplant.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Moore zum Klimaschutz - Bund und Ländern unterzeichnen Vereinbarung. Eine Vereinbarung dazu soll am Mittwoch in Berlin unterzeichnet werden. "Nach Jahrhunderten des Verlustes von Mooren kommt jetzt das Jahrzehnt des engagierten Wiederaufbaus", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Sie verwies darauf, dass Moore Kohlenstoff speichern und die Folgen von Starkregen, Hochwasser, Dürre oder Hitze abmildern. BERLIN - Bund und Länder wollen mit der Erhaltung und Wiedervernässung von Mooren einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 06:11) weiterlesen...

EU-Gesundheitsbehörde: Ohne höhere Impfzahlen wird es nicht gehen. "Solange nicht über 80 Prozent der Menschen voll geimpft sind, besteht einfach die Möglichkeit, dass der Rest der Bevölkerung von dem Virus noch befallen wird", sagte ECDC-Direktorin Andrea Ammon in einem Interview des vom AOK-Bundesverband herausgegebenen Magazins "Gesundheit und Gesellschaft" (G+G). BERLIN - Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hält eine hohe Impfquote weiter für besonders wichtig vor der Lockerung von Corona-Maßnahmen. (Boerse, 20.10.2021 - 06:10) weiterlesen...

Baerbock bleibt skeptisch zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato. "Meine Kritik daran ist ja bekannt; dieser Indikator schafft jedenfalls nicht automatisch mehr Sicherheit", sagte Baerbock den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). BERLIN - Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat ihre Skepsis am Zwei-Prozent-Finanzierungsziel für die Nato erneuert. (Boerse, 20.10.2021 - 06:08) weiterlesen...

Erste 5G-Netze an Klinken: Echtzeit-Übertragung soll Patienten helfen. Nach der Bonner Universitätsklinik Ende 2020 und einem Leipziger Helios-Krankenhaus in diesem Sommer nimmt auch das Düsseldorfer Universitätsklinikum ein eigenes Netz in dem Mobilfunkstandard in Angriff. Für diesen Mittwoch (14.30 Uhr) lädt die Klinik zur Inbetriebnahme erster Antennen ein. DÜSSELDORF - Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens setzen erste deutsche Krankenhäuser auf eigene 5G-Mobilfunknetze. (Boerse, 20.10.2021 - 06:04) weiterlesen...

TAGESVORSCHAU: Termine am 20. Oktober 2021. FRANKFURT - Wirtschafts- und Finanztermine am Mittwoch, den 20. Oktober TAGESVORSCHAU: Termine am 20. Oktober 2021 (Boerse, 20.10.2021 - 06:03) weiterlesen...

Kommunalverband: Corona-Ausnahmezustand beenden. "Den Ausnahmezustand nach bald zwei Jahren Pandemie weiter fortzuschreiben, halte ich für falsch", sagte Verbandshauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Wie lange wollen wir das noch fortsetzen bei einer Impfquote von rund 80 Prozent?", fragte Landsberg. Das bedeute ja nicht, dass Corona komplett vorbei sei. Aber es wäre "ein wichtiges Signal an die Menschen, die Gesellschaft und die Wirtschaft". Sollte sich die Lage über den Winter wieder verschlimmern, könne der Bundestag sich erneut Gedanken machen. BERLIN - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund unterstützt den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn für eine Beendigung der Corona-Notlage in Deutschland. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 06:01) weiterlesen...