Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Geplante strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte in mehreren Bundesländern haben unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen.

15.09.2021 - 17:55:28

Strengere Corona-Regeln für Ungeimpfte - Berlin ändert 2G-Regel. In Berlin verständigte sich der Senat nach breitem Protest am Mittwoch darauf, dass doch auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben sollen, die sonst nur von Geimpften und Genesenen besucht werden dürfen. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte dazu aufgerufen, bei der Umsetzung sogenannter 2G-Regeln in der Corona-Pandemie Rücksicht auf Familien mit Kindern zu nehmen. Familien dürften nicht noch einmal zusätzlich belastet werden, sagte Lambrecht.

In Berlin hatte der Senat zunächst die Einführung eines 2G-Optionsmodells beschlossen - Betreiber sollten für viele Bereiche künftig selbst entscheiden können, ob sie den Zutritt zu Innenräumen nur noch Geimpften und Genesenen vorbehalten wollen. Kinder wären dann außen vor gewesen. Schließlich ließ Berlin doch Ausnahmen zu - auch Kinder unter zwölf Jahren sollen nun Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben.

Auch andere Länder wie Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Sachsen hatten angekündigt, dass Betreiber und Veranstalter im Kampf gegen die vierte Welle nur noch Geimpften und Genesenen Zugang zu Innenräumen gestatten können sollen. Im Gegenzug könnten sie auf Masken- und Abstandsgebote verzichten. Ein negativer Corona-Test allein soll nicht mehr reichen.

In Niedersachsen stellte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) das Optionsmodell Betreibern und Veranstaltern in Aussicht. Die Mehrheit der dortigen Gastronomen befürwortet die 2G-Regel laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Viele Betriebe wollten aber auch niemanden ausgrenzen, sagte die Dehoga-Geschäftsführerin für Niedersachsen, Renate Mitulla, der Deutschen Presse-Agentur. "Sie wollen weiterhin auch Menschen ohne Impfung in ihren Betrieben willkommen heißen."

Für Debatten sorgt zudem die Frage, ob Ungeimpfte bald keinen Anspruch auf Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Quarantäne mehr haben sollen. Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern wollen am kommenden Mittwoch darüber beraten. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk, das wäre eine "Impfpflicht durch die Hintertür". Im Zweifel müssten hier auch Gesundheitsdaten offengelegt werden. Es sei ein Gebot der Solidarität sich impfen zu lassen, aber nicht mit dem Instrument, den Entgeltersatz zu streichen. Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch): "Die Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig bleiben soll."

Nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder werden drohende Einkommenseinbußen für Ungeimpfte durch Quarantäneauflagen die Impfbereitschaft weiter steigern. Er glaube, dass sowohl die nicht mehr kostenlosen Corona-Tests als auch die neuen Quarantäneregeln "dem einen oder anderen noch mal ein zusätzliches Argument geben", in der Frage neu zu überlegen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch im Münchner Presseclub.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, der auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz ist, wies den Vorwurf einer Impfpflicht durch die Hintertür zurück. Jeder könne sich impfen lassen und eine Quarantäne vermeiden, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Auch der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, hält mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene für angemessen. In der Wochenzeitung "Die Zeit" sprach sich der Jurist dafür aus, dass Geimpfte und Genesene "intensiver am öffentlichen Leben teilnehmen" dürfen als Ungeimpfte.

Mehr als 62 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 51,9 Millionen Menschen (62,4 Prozent), wie Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch via Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 77,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,1 gelegen, vor einer Woche bei 82,7.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

U-Boot-Streit mit Frankreich: US-Regierung um Beschwichtigung bemüht. US-Präsident Joe Biden habe um ein Telefonat mit dem Präsidenten Emmanuel Macron gebeten, um über das weitere Vorgehen und sein klares Bekenntnis zum Bündnis mit Frankreich zu sprechen, sagte ein hochrangiger Beamter der US-Regierung am Montag in Washington. "Der Präsident möchte seinen Wunsch zum Ausdruck bringen, eng mit Frankreich im Indopazifik und weltweit zusammenzuarbeiten." Dabei sollten auch konkrete und praktische Schritte für die Kooperation zur Sprache kommen. Die Partnerschaft zwischen den USA und Frankreich habe über Jahrzehnte Sicherheit, Stabilität und Wohlstand auf der Welt gefördert. WASHINGTON - Die US-Regierung bemüht sich angesichts des schweren diplomatischen Streits mit Frankreich um eine Beschwichtigung der Partner in Paris. (Boerse, 20.09.2021 - 20:51) weiterlesen...

Corona-Spürhunde im Einsatz: Hochschule zieht positives Zwischenfazit. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen. HANNOVER - Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 18:50) weiterlesen...

Johnson: Klimakonferenz ist 'Wendepunkt für die Welt'. "Ich denke, Glasgow - Cop26 - ist ein Wendepunkt für die Welt und der Moment, in dem wir erwachsen werden und Verantwortung übernehmen müssen", sagte Johnson am Montag nach einem Vorbereitungsgespräch mit einer Reihe von Staats- und Regierungschefs in New York. Die Industrieländer trügen dabei die größte Verantwortung, den Kampf gegen die Klimakrise zu verstärken. Bei der teilweise virtuellen Veranstaltung war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zugeschaltet. NEW YORK - Wenige Wochen vor der Klimakonferenz in Glasgow hat der britische Premier Boris Johnson die historische Wichtigkeit des Treffens betont. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 18:44) weiterlesen...

WAHL/ROUNDUP: Klima-Hungerstreik: Teilnehmer drohen mit Verschärfung. BERLIN - Nach drei Wochen Hungerstreik von Klimaaktivisten in Berlin droht eine weitere Zuspitzung. Zwei Beteiligte kündigten am Montag an, auch das Trinken zu verweigern, falls ein gefordertes Gespräch mit den Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen am Donnerstag (23. September, 19.00 Uhr) nicht zustande kommt. Indes würden drei weitere Hungernde in dem Fall wohl ihre Aktion abbrechen, sagte Pressesprecherin Hannah Lübbert der Deutschen Presse-Agentur. WAHL/ROUNDUP: Klima-Hungerstreik: Teilnehmer drohen mit Verschärfung (Wirtschaft, 20.09.2021 - 17:14) weiterlesen...

WAHL/ROUNDUP: Münchner Gericht verbietet einstweilig Plakate 'Hängt die Grünen'. Das Gericht habe der Partei mit Beschluss vom Freitag per einstweiliger Verfügung untersagt, den Slogan öffentlich zu verwenden, sagte eine Sprecherin am Montag. Sollten Vertreter der Partei Widerspruch einlegen, müsse öffentlich verhandelt werden. Der Beschluss sei räumlich nicht begrenzt und gelte damit grundsätzlich bundesweit, wenn nicht Widerspruch eingelegt werde. Die Plakate sorgen seit zwei Wochen für Empörung - und juristische Auseinandersetzungen. MÜNCHEN - Das Landgericht München I hat der rechtsextremen Splitterpartei Der Dritte Weg das Aufhängen von Wahlplakaten mit dem Slogan "Hängt die Grünen!" verboten. (Wirtschaft, 20.09.2021 - 17:13) weiterlesen...

WAHL/ROUNDUP 2: Laschet: Rennen ums Kanzleramt offen - Union in 'Aufholjagd' (Mehr Details) (Wirtschaft, 20.09.2021 - 17:01) weiterlesen...