Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Gegner der Corona-Beschränkungen haben am Wochenende in Berlin demonstriert.

03.08.2020 - 16:28:29

FAKTENCHECK: Mehr als eine Million auf der Demo gegen die Corona-Maßnahmen?. Der Veranstalter beendete eine der Demos wegen Verstößen gegen das Hygienekonzept, eine anschließende Kundgebung löste die Polizei auf. Diskussionen gibt es aber nicht nur um das Verhalten der Teilnehmer in Pandemie-Zeiten. Sondern auch darum, wie viele es am Samstag tatsächlich waren.

BEHAUPTUNG: Die Veranstalter von "Querdenken 711" behaupten, auf der Kundgebung "Tag der Freiheit: Das Ende der Pandemie" seien 1,3 Millionen Menschen gewesen. Die Zahlen wurden auch von Rednern auf der Demonstration selbst verbreitet, wie ein Video der Veranstalter zeigte; dieses wurde jedoch inzwischen bei Youtube gelöscht. Auch diverse Posts in den sozialen Medien verbreiten die Zahl. Darunter ist auch etwa ein Bundestagsabgeordneter der AfD, Stephan Protschka.

BEWERTUNG: Die Zahl von 1,3 Millionen Menschen ist deutlich zu hoch.

FAKTEN: Die Polizei zählte nach eigenen Angaben 20 000 Demonstranten auf der Straße des 17. Juni. Bei einem vorherigen Protestzug der Gegner der Corona-Maßnahmen seien es 17 000 gewesen. Bei beiden Veranstaltungen wurden laut Polizei jeweils alle Personen mitberechnet, die eine Zeit lang an den Protesten teilnahmen.

Die Polizei widerspricht Behauptungen aus dem Netz, Beamte hätten eine Teilnehmerzahl von 800 000 Menschen bestätigt. "Eine exorbitant höhere Zahl, die laut verschiedener Tweets durch uns genannt worden sein soll, können wir nicht bestätigen", heißt es in einem Twitter-Beitrag der Berliner Einsatzkräfte.

Fotoaufnahmen eines dpa-Fotografen zwischen 16.00 und 17.00 Uhr zeigen, dass sich der Protest auf ein Areal zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule beschränkt. In Richtung beider Sehenswürdigkeiten sind jeweils große Lücken in der Menge zu sehen. Dicht beieinander stehen die Menschen vor allem um die Bühne herum. Die Kundgebung füllte demnach eine halbe Stunde nach Beginn nur einen kleineren Teil der Straße des 17. Juni und endete weit vor der Siegessäule, von wo aus die Bilder aufgenommen worden sind. Nicht lange danach löste die Polizei die Kundgebung auf.

Tools wie "MapChecking" können grob berechnen, wie viele Menschen Platz auf einer bestimmten Fläche finden. Der Abschnitt der Straße des 17. Juni, auf der die Kundgebung stattfand, fasst demnach selbst bei dichtestem Gedränge bei weitem nicht 1,3 Millionen Personen. Bei Mega-Events wie der Loveparade mit über einer Millionen Menschen war eine deutliche größere Fläche auch um die Siegessäule herum belegt. Damals waren allerdings ebenfalls nicht zwangsläufig alle Teilnehmer zur gleichen Zeit vor Ort.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Legendäre US-Richterin Ginsburg ist tot - Richtungskampf um Nachfolge. Die linksliberale Juristin starb am Freitag im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie das Oberste Gericht mitteilte. Sollten die Republikaner von US-Präsident Donald Trump den freigewordenen Posten neu besetzen, könnte das die konservative Mehrheit im Supreme Court zementieren - und das Land auf Jahrzehnte prägen. Das Oberste Gericht hat in den USA oft das letzte Wort bei umstrittenen Grundsatzfragen zu Streitthemen wie Abtreibung, Einwanderung, Waffenrecht und Diskriminierung. WASHINGTON - Nach dem Tod der legendären Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg zeichnet sich ein erbitterter politischer Kampf um die Nachbesetzung eines Schlüsselpostens im US-Justizsystem ab. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:05) weiterlesen...

Hennig-Wellsow und Kipping werben für Regierungsbeteiligung der Linken. Nachdem die Linke im Bundestag 30 Jahre in der Opposition verbracht habe, müsse die Partei nun in der Lage sein, "an einer Regierung beteiligt sein zu können, wenn wir das wollen", sagte Hennig-Wellsow am Samstag auf einem Landesparteitag in Sömmerda. Für eine mögliche Regierungsbeteiligung warb auch die scheidende Parteivorsitzende Katja Kipping. SÖMMERDA - Die Thüringer Linke-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow will ihre Partei im Bund regierungsfähig machen, sollte sie zur Bundesvorsitzenden gewählt werden. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:03) weiterlesen...

Mehr als 200 Festnahmen bei Frauen-Protest gegen Lukaschenko. Das Bürgerrechtsportal spring96.org veröffentlichte am Samstag die Namen von mehr als 200 Frauen, die bei der Aktion in der Hauptstadt Minsk in Gewahrsam kamen. Die Zahl war etwa doppelt so hoch wie bei den Protesten am Samstag vor einer Woche, als maskierte Uniformierte das erste Mal überhaupt mit brutaler Gewalt gegen die friedlichen Demonstrantinnen vorgegangen waren. Dabei gab es vor einer Woche auch Verletzte. MINSK - Bei einer Protestaktion von Frauen in Belarus (Weißrussland) gegen Staatschef Alexander Lukaschenko hat es nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 200 Festnahmen gegeben. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 18:03) weiterlesen...

Ramelow: Der Staat muss nach der Corona-Krise stärker werden. Die Pandemie zeige, dass nur ein starker Staat in der Lage sei, den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen, sagte Ramelow am Samstag bei einem Landesparteitag der Linken in Sömmerda. Nur die sozial Starken könnten sich einen schwachen Staat leisten. Der 64-Jährige erklärte, er wolle als Regierungschef am Umbau dieses Staates weiterhin arbeiten. SÖMMERDA - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für einen starken Staat als Konsequenz aus der Corona-Krise ausgesprochen. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:52) weiterlesen...

Unions-Wirtschaftsflügel lehnt Gesetz zu Konzernstrafrecht ab BERLIN - Der Wirtschaftsflügel von CDU und CSU will das geplante Gesetz für eine härtere Bestrafung von Unternehmen zu Fall bringen. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:50) weiterlesen...

Düsseldorf: Demo gegen Corona-Maßnahmen von großem Polizeieinsatz begleitet. Die Anmelder - eine regionale Gruppen der Initiative Querdenken - hoffen auf bis zu 50 000 Teilnehmer. Die Polizei stellt sich auf bis zu 10 000 Menschen ein. Auch mehrere Gegendemos wird es geben: Unter anderem hat die Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" zu einer Veranstaltung aufgerufen. DÜSSELDORF - Mit einem großen Einsatz stellt sich die Polizei in Düsseldorf am Sonntag auf eine Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen ein. (Wirtschaft, 19.09.2020 - 17:48) weiterlesen...