Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Für den Fall einer akuten Überlastung des Gesundheitssystems in der Corona-Pandemie bringt eine Expertengruppe unter anderem die Planung eines kurzen, aber intensiven Runterfahrens vieler Bereiche des öffentlichen Lebens ins Spiel.

11.11.2021 - 12:02:30

Experten: Kurze, intensive Maßnahmen gegen Corona planen. Schulschließungen dürften dabei aber nur als Ultima Ratio erwogen werden, "es sei denn, sie wären für eine Entlastung des pädiatrischen Gesundheitssystems notwendig", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Strategiepapier. Darin wird ein solches Maßnahmenbündel als "Not-Schutzschalter" bezeichnet. "Es ist wichtig, ihn frühzeitig zu planen und so stark wie möglich durchzuführen, damit sich der Aufwand überproportional auszahlt", heißt es darin. Zuerst hatte am Donnerstag "Die Zeit" über das Papier zu Strategien für den Winter berichtet.

"Ein halbherziger Not-Schutzschalter verfehlt seine Wirkung", schreibt die Gruppe, zu der unter anderem Virologin Sandra Ciesek, Intensivmediziner Christian Karagiannidis, Physikerin Viola Priesemann, die Virologin Ulrike Protzer und die Epidemiologin Eva Grill gehören. Als Teile des Maßnahmen-Bündels werden im Papier genannt: Home-Office und engmaschige Testpflicht am Arbeitsplatz, Reduktion der Gruppengröße in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz gleichermaßen, Schließung/Reduktion von Geschäften, Restaurants, Dienstleistungen und Veranstaltungen, sowie generell deutliche Reduktion von Kontakten auf der Arbeit, in der Öffentlichkeit und im privaten Bereich.

"Es ist unklar, ob ein Not-Schutzschalter notwendig wird. Aber es wäre trotzdem hilfreich, schon jetzt einen klaren Plan zu entwickeln, ihn frühzeitig anzukündigen und mögliche Kollateralschäden präventiv abzufangen", machen die Wissenschaftler deutlich. Sie raten unter anderem, solche Maßnahmen vorab verfassungsrechtlich und ethisch prüfen zu lassen.

@ dpa.de

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