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Airbus, NL0000235190

BERLIN - Es sind Horrorzahlen für die Branche.

23.07.2020 - 17:25:27

Politik will Jobs retten. Im Juni mitten in der Urlaubszeit nutzten nur 1,48 Millionen Passagiere die deutschen Flughäfen - ein Einbruch von fast 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als es noch keine Corona-Krise gab. Das zeigt die dramatische Lage der Luftfahrtbranche mit zigtausend Beschäftigten. Zwar soll es nun in Europa einheitliche Regeln zum Gesundheitsschutz beim Fliegen geben. Dazu gehört, Abstand zu halten vor der Abfertigung - nur: Es kommt derzeit kaum ein Passagier. Das geht massiv ins Geld für die Fluggesellschaften und Flughäfen.

hatte die Bundesregierung bereits ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt. Auch die Flugzeugbauer und die Flughäfen, vor allem die regionalen, aber ächzen unter der Krise - womöglich muss die Politik mit weiteren Staatshilfen ran.

"Es stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel", sagte Scheuer. Die Politik wolle gegensteuern. Nach Branchenangaben waren vor der Krise in der Luftverkehrswirtschaft allein rund 330 000 Menschen direkt beschäftigt, also bei den Fluggesellschaften, in der Luftfahrtindustrie oder an den Flughäfen. Viele davon sind aber derzeit in Kurzarbeit - und die Einschläge kommen näher. So hat die irische Billigairline Ryanair ihren Rückzug von deutschen Standorten wie dem Hunsrück-Flughafen Hahn angekündigt.

Scheuer warnte mit Blick auf die Konkurrenz etwa in Asien erneut vor einem "Ausverkauf" europäischer Luftfahrtunternehmen. Die Luftverkehrswirtschaft und der Flugverkehr stünden vor einem epochalen Umbruch. Es komme auch auf Innovationen an und darauf, dass Unternehmen auch in Corona-Zeiten in sauberere und sparsamere Flugzeuge sowie alternative Kraftstoffe investieren.

Auch an anderer Stelle könnten die Fluggesellschaften in die Bredouille kommen. Anfang März hatte die EU-Kommission eine wichtige Regelung zu Start- und Landerechten ausgesetzt - damit Arlines keine unrentablen "Geisterflüge" anbieten müssen, um die sogenannten Slots zu erhalten. Die Regel gilt aber nur bis Mitte Oktober. Scheuer drängte Brüssel dazu, in dieser Frage mehr Dynamik zu entwickeln - sprich: Schnell zu entscheiden, dass die Regel ausgesetzt bleibt.

@ dpa.de