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Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)

Berlin - Erstmals hat der E-Commerce allein mit Waren, die an Endverbraucher verkauft werden, in Deutschland, ?sterreich und der Schweiz im Jahr 2020 ein konsolidiertes Volumen von mehr als 100 Mrd.

02.04.2021 - 10:08:00

E-Commerce in DACH ?berspringt 100 Mrd. Euro / deutschsprachiger Markt f?hrend in Europa. Euro inkl. USt erreicht.

Berlin - Erstmals hat der E-Commerce allein mit Waren, die an Endverbraucher verkauft werden, in Deutschland, ?sterreich und der Schweiz im Jahr 2020 ein konsolidiertes Volumen von mehr als 100 Mrd. Euro inkl. USt erreicht. Der deutschsprachige E-Commerce setzt damit mehr um als jeder andere Sprachraum in Europa. Pro Kopf wurde in den drei L?ndern im Mittel etwa f?r 1000 Euro im Jahr bestellt - deutlich mehr als beispielsweise in Frankreich (67 Mio. Einwohner und etwa 46,4 Mrd. Euro vergleichbares E-Commerce-Volumen), aber noch erheblich weniger als in England (82,6 Mrd. Euro Marktvolumen, ca. 1233 Euro pro Kopf und Jahr). Zusammen bringen es die deutschsprachigen M?rkte auf ein Viertel des E-Commerce-Warenumsatzes in den USA.

Prozentual am St?rksten fiel das Wachstum 2020 in der Schweiz mit einem Sprung um 27,9 Prozent aus, gefolgt von ?sterreich (+17,4 Prozent) und Deutschland (+14,6 Prozent). Der Anteil des E-Commerce am Einzelhandel steigt in allen drei M?rkten weiterhin konstant an.

Dabei unterscheiden sich Deutschland, ?sterreich und die Schweiz im Einkaufsverhalten durchaus. Um die Unterschiede in den L?ndern darzustellen, haben die Branchenverb?nde Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Handelsverband - Verband ?sterreichischer Handelsunternehmen sowie Verband des HANDELSVERBAND.swiss die Zahlen verglichen.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Schweiz kauften in 2020 Waren f?r 13,1 Mrd. CHF (umgerechnet 11,84 Mrd. Euro, +27.2 Prozent) online ein. Die Onlineeink?ufe haben sich somit innerhalb von sechs Jahren verdoppelt. Die Branche in ?sterreich konnte im Vorjahr erstmals mehr als 8,5 Mrd. Euro im E-Commerce erwirtschaften. Der ?ber mobile Endger?te generierte Umsatz hat sich um mehr als 50 Prozent erh?ht - mehr als in Deutschland, wo das Volumen nur um 11,1 Prozent stieg. Allerdings liegt der Anteil des Mobile Commerce am gesamten E-Commerce-Umsatz hierzulande mehr als doppelt so hoch wie in ?sterreich. In Deutschland liegen die Online-Ums?tze mit Waren f?r 2020 bei 83,3 Mrd. Euro. Dies ergibt einen prozentualen Anstieg von 14,6 Prozent gegen?ber dem Jahr 2019.

Obwohl w?hrend der gesamten Corona-Krise in allen drei L?ndern der Lebensmittelhandel nie geschlossen hatte, legte dieser im Onlinehandel ?berall prozentual am st?rksten zu. Doch noch immer ist der e-Food-Sektor nirgends st?rker als in der Schweiz: Mit 1,5 Mrd. Euro liegt er zwar deutlich unter dem deutschen Lebensmittel-Onlinehandel (2,3 Mrd. Euro, +43,75 Prozent). Aber bei ann?hernd vergleichbarer Bev?lkerungsgr??e ist er mehr als doppelt so hoch wie in ?sterreich (693 Mio. Euro, +20,9 Prozent). Pro Kopf gab jeder Deutsche wiederum nicht einmal 33 Euro f?r Lebensmittel im Internet aus (insgesamt 2,7 Mrd. Euro, +67 Prozent). In der Schweiz waren es mehr als 175 Euro, in ?sterreich immerhin mehr als 78 Euro.

"Der Onlinehandel hat 2020 in der Schweiz einen Dreijahressprung gemacht. Wir sind positiv beeindruckt wie H?ndler als auch die nachgelagerte Zustellung ?ber Monate solche Leistungen auf hohem Niveau erbringen konnte. Selbst w?hrend der Weihnachtszeit hat alles fast perfekt funktioniert. Interessant zu beobachten war, dass insbesondere Omni-Channel Anbieter in den Schliessungsphasen Wachstumsquoten von Faktor 5 bis 10 absorbieren konnten", so Patrick Kessler, Gesch?ftsf?hrer des HANDELSVERBAND.swiss.

Rainer Will, Gesch?ftsf?hrer des ?sterreichischen Handelsverbands: "Der Onlinehandel ist im Corona-Jahr 2020 in ?sterreich mit 17,4 Prozent so stark gewachsen wie nie zuvor. Damit hat die Pandemie den E-Commerce hierzulande noch weit st?rker befeuert als in Deutschland. Mittlerweile shoppen alle Altersklassen im Internet und das wird auch nach Covid so bleiben. Der Trend zum regionalen Einkauf h?lt ebenfalls an - eine gro?e Chance f?r die Webshops der DACH-Region, mit europ?ischer Qualit?t zu ?berzeugen."

W?hrend in Deutschland das Fashion-Segment trotz der anf?nglichen Schw?che seinen Abstand auf die ehemals f?hrende Haus- und Heimelektronik (Braune und Wei?e Ware sowie Telekommunikation) ausbauen konnte, ist in der Schweiz genau der gegenteilige Effekt eingetreten. Erneut wurde in der Schweiz online deutlich mehr in der Kategorie Heimelektronik bestellt. Ein Umsatzvolumen von ?ber 3 Mrd. CHF (+48 Prozent) macht diesen Bereich umsatzm?ssig zum beliebtesten Onlinehandels-Sortiment. In Deutschland erreichten die entsprechenden Sortimente ein konsolidiertes Volumen von 20,5 Mrd. Euro, 12,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bekleidung und Schuhe hingegen wurden in der Schweiz f?r 2,5 Mrd. CHF (+15 Prozent) online eingekauft. Die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher haben online in 2020 f?r 21,2 Mrd Euro (+13,2 Prozent) Bekleidung und Schuhe gekauft.

Die gro?en Online-Pure-Player haben in der Schweiz auf hohem Niveau weiterhin hohe Wachstumsquoten von bis zu 50 Prozent erzielen k?nnen. In Deutschland wurde fast jeder zweite umgesetzte Euro in 2020 auf Onlinemarktpl?tzen und Plattformen get?tigt. Hinter dem mit mehr als 20 Prozent besonders ausgepr?gten Wachstum dieser Kategorie verbirgt sich ein Zuwachs an gro?en und kleinen H?ndlern. Dabei spielten auch Marktpl?tze wie Amazon, Mercateo, otto.de oder Zalando eine wichtige Rolle, indem sie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Einstieg in den Online-Handel erleichterten.

"Diese beeindruckenden DACH-Zahlen zeigen, dass - bei allen regionalen Unterschieden im Detail - E-Commerce ?berall der Motor f?r den Handel ist. Noch gar nicht enthalten sind hier zahlreiche online eingekaufte Dienstleistungen wie etwa Reisen oder Events; ebensowenig der viel gr??ere E-Commerce zwischen Unternehmen. Die daraus resultierenden Chancen f?r die Wertsch?pfung und das Wirtschaftswachstum gilt es vielfach noch zu heben, wie auch unsere j?ngste Studie zur Bedeutung des E-Commerce f?r die deutsche Wirtschaft (https://www.bevh.org/impact-of-e-commerce.html) gezeigt hat", so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgesch?ftsf?hrer des bevh.

Methodologischer Hinweis:

Die Zahlen gr?nden auf Verbraucher- und Firmenbefragungen in den drei L?ndern und wurden abgestimmt zusammengef?hrt, so dass nun sowohl ein direkter L?ndervergleich als auch eine Betrachtung der gesamten Region m?glich ist. Da die Werte auf Verbraucherwerten basieren, handelt es sich um Bruttowerte. Die Schweiz hat mit 8 Prozent einen deutlich niedrigeren Mehrwertsteuersatz als Deutschland (19 Prozent) und ?sterreich (20 Prozent), was sich im Gesamtvolumen widerspiegelt. Vergleichwerte f?r England, Frankreich und die USA wurden aufgrund der Darstellungen von ecommercedb.com errechnet.

Pressekontakt:

Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) Susan Sa? Friedrichstra?e 60 (Atrium) 10117 Berlin Mobil: 0162 2525268 mailto:susan.sass@bevh.org

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/52922/4880417 Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. ( bevh)

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