Moderna, US60770K1079

BERLIN - Erhöhte Vorsicht zu Weihnachten und eiliger Nachschub für mehr Impfungen sollen Deutschland gegen die aufziehende neue Corona-Variante Omikron wappnen.

16.12.2021 - 18:04:26

Bund setzt auf eilige Impf-Offensive - Mahnung für Festtage. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte am Donnerstag in Berlin, für eine sehr offensive Booster-Strategie als "Hauptwerkzeug" brauche man nun viel Impfstoff - und das schnell. Konkret sind vorgezogene Lieferungen von 35 Millionen Dosen des Moderna -Präparats in Sicht. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, rief eindringlich zu Festtagen im kleinsten Kreis auf.

über EU-Verträge zu kaufen. Ein Teil könne eventuell im ersten Quartal kommen, sagte der Minister. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte hierfür sowie für 12 Millionen weitere Dosen, die direkt beschafft werden sollen, rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.

Wieler bat alle Bürger, die Feiertage so zu verbringen, dass sie "nicht für das Virus ein Fest" würden. "Verbringen Sie diese Zeit wirklich nur im kleinsten, engsten Freundes- und Familienkreis." Bei Treffen mit Personen aus Risikogruppen empfahl er zusätzliche Tests auch bei vollständiger Impfung. Es gehe darum, generell Infektionen zu verhindern, damit sich Omikron nicht so schnell ausbreiten könne und die Klinken entlastet würden, ehe die Fallzahlen dann wohl wieder stiegen. In Deutschland seien bisher einige Hundert Fälle mit der Variante im Meldesystem übermittelt worden, sagte der RKI-Präsident.

Momentan lässt sich seinen Angaben zufolge noch nicht einschätzen, wie gut die Impfung vor schweren Verläufen schützt und ob Omikron weniger oder mehr krank macht. Dadurch, dass es so extrem ansteckend sei, müsse man aber "allein aus mathematischen Gründen" mit einer hohen Zahl an schweren Verläufen rechnen. Ein neuer Expertenrat der Bundesregierung will noch vor Weihnachten über die Omikron-Situation in Deutschland beraten. Lauterbach hatte angekündigt, dies solle auch Grundlage für mögliche neue politische Entscheidungen sein.

Zur Impfwirkung sagte Wieler: "Geimpft sein ist immer besser als nicht geimpft sein, das ist völlig klar". Erste Studien wiesen aber darauf hin, dass zwei Impfungen nicht so gut vor Omikron schützten. Eine dritte Spritze könne den Schutz wahrscheinlich deutlich erhöhen.

Die Impfungen erreichten am Mittwoch mit 1,496 Millionen Dosen einen Tagesrekord. Darunter waren fast 1,3 Millionen Auffrischungen und 97 400 Erstimpfungen. Bisheriger Rekordtag in der Pandemie war der 9. Juni mit 1,43 Millionen gespritzten Impfdosen. Insgesamt ist nun auch die Marke von 70,0 Prozent aller Einwohner mit vollständigem Grundschutz erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge nun mindestens 58,2 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 22,9 Millionen Menschen oder 27,6 Prozent der Bevölkerung bekommen.

Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsklinik Köln, Jörg Dötsch, rief Eltern dazu auf, 12- bis 17-jährige Kinder uneingeschränkt zu impfen. Auch 5- bis 11-Jährige könnten ohne Bedenken geimpft werden. Besonders wichtig sei dies auch in diesem Alter aber für Kinder mit Vorerkrankungen. Er betonte, dass Schulen zur Corona-Kontrolle beitragen könnten, wenn konsequent Masken getragen und weitere Schutzregeln befolgt würden.

@ dpa.de

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