Maschinenbau, Produktion

BERLIN / DUBAI - Die Golfregion bietet aus Sicht der deutschen Wirtschaft hiesigen Unternehmen gute Entwicklungsperspektiven.

30.11.2021 - 05:39:26

Deutsche Wirtschaft sieht großes Potenzial in der Golf-Region. "Da ist auf jeden Fall Potenzial drinnen, gerade auch für kleinere und mittelständische Unternehmen", sagte der Vorsitzende der Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft, Ralf Wintergerst, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Entwicklung dort vollziehe sich sehr dynamisch und technologieaffin, was für die deutsche Industrie positiv sei.

Die Nordafrika Mittelost Initiative veranstaltet an diesem Dienstag in Dubai ihre erste Golf-Zukunfts-Konferenz. Daran wollte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier teilnehmen. Allerdings sagte er seine Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Katar wegen der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland am vergangenen Samstag kurzfristig ab.

Die Wirtschaft wünscht sich nach Worten von Wintergerst eine "politische Flankierung" ihres Engagements. "Der Wunsch an die Politik, an die neue Regierung ist, sich gut um diese Region zu kümmern. Sie nimmt eine Schlüsselrolle ein in Richtung Afrika, in Richtung Ferner Osten. Wir müsse gucken, dass wir dort stark vertreten sind." Es gebe derzeit praktisch keine Handelsabkommen. "Wenn es mal möglich wäre, ein vernünftiges Handelsabkommen abzuschließen, wäre das ein starkes Signal, dass wir es ernst meinen."

Das deutsche Exportvolumen in die Golfregion habe im vergangenen Jahr mehr als 18 Milliarden US-Dollar (16 Mrd Euro) betragen, berichtete Wintergerst. Es handele sich um das siebtgrößte Exportziel für die deutsche Wirtschaft außerhalb Europas. In den ersten acht Monaten dieses Jahres seien die deutschen Exporte allein in die Vereinigten Arabischen Emirate um 10 Prozent gestiegen.

Die Region sei nicht nur für die Energiewirtschaft interessant, sondern auch für Branchen wie Transport, Logistik, Dienstleistungen, die biotechnische Pharmaindustrie oder technologieorientierte Produkte im Medizinbereich. Das deutsche Standing in der Region sei sehr gut, sagte Wintergerst. "Ich glaube, was man an uns schätzt, ist die Zuverlässigkeit, die von uns deutschen Unternehmen ausgeht." Diese seien dafür bekannt, sich langfristig zu engagieren. "Wir kommen, um zu bleiben, um etwas aufzubauen."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

ROUNDUP/Corona-Beratungen: PCR-Tests, Kontaktverfolgung, Impfpflicht. Dafür rückt die Klärung verschiedener praktischer Fragen rund um PCR-Tests, die Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter und die bald greifende einrichtungsbezogene Impfpflicht in den Mittelpunkt. Die Gesundheitsminister der Länder sprachen sich am Samstag angesichts knapper Laborkapazitäten für eine Priorisierung von PCR-Tests aus. Sie beschlossen außerdem eine Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf Bereiche mit besonders gefährdeten Gruppen und plädierten dafür, ein weniger striktes Vorgehen bei der einrichtungsbezogenen Impfpflicht zu prüfen. BERLIN - Vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern an diesem Montag zeichnen sich weder Verschärfungen noch Lockerungen der bestehenden Pandemiemaßnahmen ab. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 18:33) weiterlesen...

Ukraine-Konflikt: Nato übernimmt Luftüberwachung über Bulgarien. Bei dem sogenannten Air Policing über dem südöstliche EU-Land gehe es um separate Einsätze von insgesamt bis zu neun Kampfjets aus den beiden Nato-Ländern. Das einstige Ostblockland Bulgarien verfügt selbst nicht über derartige Kampfflieger, wie Verteidigungsminister Stefan Janew am Samstag in Sofia erläuterte. Die bulgarische Regierung werde über den Einsatz von Spaniens Eurofighter-Jets an diesem Montag entscheiden. SOFIA - Angesichts des Ukraine-Konflikts werden Spanien und die Niederlande einen Teil der Luftüberwachung über dem Nato-Mitgliedstaat Bulgarien übernehmen. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 18:08) weiterlesen...

Wieder Proteste gegen Corona-Politik - Demonstranten auch vor SWR. In Schwerin folgten etwa 1100 Teilnehmer dem Aufruf zu einer Kundgebung, wie die Polizei mitteilte. Auch in Stuttgart und im hessischen Offenbach demonstrierten nach Polizeiangaben jeweils über tausend Menschen friedlich gegen die Corona-Politik der Regierung. In Stuttgart machten Demonstranten vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) Halt. SCHWERIN/OFFENBACH/STUTTGART - Aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen und eine geplante Impfpflicht sind am Samstag erneut mehrere tausende Menschen in Deutschland auf die Straße gegangen. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 18:06) weiterlesen...

Gesundheitsminister verlangen Klärung bei Einrichtungsimpfpflicht. Zudem sprechen sie sich für die Prüfung eines mehrstufigen Verfahrens aus, so dass ungeimpfte Beschäftigte nicht sofort mit einem Tätigkeitsverbot belegt werden müssten. Außerdem plädieren sie dafür, den bald zur Verfügung stehenden Impfstoff Novavax zunächst vorrangig diesem Personenkreis anzubieten. BERLIN/MAGDEBURG - Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder fordern bei der beschlossenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen Corona vom Bundesgesundheitsministerium mehr Informationen zur konkreten Umsetzung. (Boerse, 22.01.2022 - 18:06) weiterlesen...

Nord Stream 2: Auch für SPD-Spitze 'alle Optionen auf dem Tisch'. Der Parteivorsitzende Lars Klingbeil machte am Samstag am Rande einer Klausurtagung des SPD-Präsidiums deutlich, dass dazu auch Konsequenzen für die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 gehören. "Wenn es zu einer weiteren Eskalation seitens Russlands kommt, dann liegen alle Optionen auf dem Tisch", sagte er. "Wenn alle Optionen auf dem Tisch liegen, dann liegen wenige bis gar keine daneben. BERLIN - Die SPD-Spitze hat sich hinter die Position von Bundeskanzler Olaf Scholz gestellt, dass im Fall eines russischen Einmarschs in die Ukraine alle Sanktionsmöglichkeiten auf dem Tisch liegen. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 18:01) weiterlesen...

Virologe: Omikron nicht 'mild' - Krankenhäuser vor neuer Welle. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers in den Kliniken niederschlagen. "Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als "mild" halte ich für brandgefährlich", sagte der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität der Deutschen Presse-Agentur. MÜNCHEN - Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf erneut sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten zu. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 16:04) weiterlesen...