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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Die zuletzt positive Entwicklung der Kennzahlen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie setzt sich fort.

02.05.2021 - 15:32:02

16 290 Corona-Neuinfektionen und 110 Tote - Zahlen sinken weiter. Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 16 290 erfasste Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und 110 neue Todesfälle. Auch wenn in den neuen Zahlen die Angaben aus Bremen fehlen, sind das deutlich weniger als noch vor einer Woche, als das RKI binnen eines Tages 18 773 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet hatte. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner sinkt weiter, den mittlerweile sechsten Tag in Folge. Sie liegt nun bundesweit bei 146,5. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 148,6 angegeben, vor eine Woche mit 165,6.

BERLIN - Die zuletzt positive Entwicklung der Kennzahlen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie setzt sich fort. Am Sonntagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 16 290 erfasste Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und 110 neue Todesfälle. Auch wenn in den neuen Zahlen die Angaben aus Bremen fehlen, sind das deutlich weniger als noch vor einer Woche, als das RKI binnen eines Tages 18 773 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet hatte. Auch die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner sinkt weiter, den mittlerweile sechsten Tag in Folge. Sie liegt nun bundesweit bei 146,5. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 148,6 angegeben, vor eine Woche mit 165,6.

Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 4.58 Uhr wieder. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. An Sonntagen sind die gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem, weil am Wochenende weniger getestet wird.

Zuletzt hatten sich Experten mit Blick auf das Infektionsgeschehen in Deutschland vorsichtig optimistisch gezeigt. Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin rechnet nicht mehr mit einer Zunahme der Fallzahlen, Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen geht sogar von einem zügigen Rückgang der Inzidenzen in den nächsten Wochen aus. Beide hatten ihre Einschätzung am Donnerstagabend bei einer Anhörung im Parlamentarischen Begleitgremium zur Covid-19-Pandemie des Bundestags abgegeben.

Auch SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach geht von einer spürbaren Verbesserung der Lage aus und verweist auf die deutlichen Impfeffekte, sobald die Hälfte der Bevölkerung eine erste Impfung bekommen hat. "Ende Mai wird dies für uns bedeuten, dass die Fallzahlen deutlich unter 50 fallen. Wir sind jetzt in der letzten Runde auf der Schlussgeraden", schrieb Lauterbach am Samstagabend auf Twitter. "Der Sommer wird gut werden."

Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund warnt unterdessen vor Nachlässigkeit. "Der Anstieg ist vorerst gebremst, die Fallzahlen gehen zurück. Das ist eine sehr gute Nachricht für uns alle", sagte Susanne Johna der "Rheinischen Post" (Montag). "Noch sind wir aber nicht aus dem Gröbsten raus." Das Impftempo müsse konstant hoch gehalten werden, und solange noch nicht genügend Menschen geimpft seien, müssten die Hygieneregeln konsequent eingehalten werden.

Auf den Intensivstationen habe sich die Lage noch nicht merklich entspannt, betonte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Sonntag in einem Youtube-Video. Trotz der seit gut 10 Tagen konstanten Zahl von etwas über 5000 Covid-19-Patienten sei die Lage noch immer "sehr angespannt, sehr anstrengend". "Auch in der dritten Welle ist das Coronavirus ein besonders lebensbedrohliches Virus und leider können wir sehr viele unserer Patienten auch nicht retten." Dennoch sei man bei der Bewältigung der Pandemie auf einem guten Weg. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in einigen Wochen, vielleicht wenigen Monaten wirklich hier schon entscheidende Schritte weitergekommen sind." 5029 Covid-19-Patienten sind laut Divi-Tagesreport vom Sonntag in intensivmedizinischer Behandlung.

Besonders hohe Inzidenzen verzeichnen weiterhin die Bundesländer Sachsen (208,7) und Thüringen (217,8). Bundesweiter Spitzenreiter auf Kreisebene ist der thüringische Saale-Orla-Kreis mit einem Wert von 479. Hohe Infektionszahlen mit Werten um 300 weisen auch die Stadt Gera und der Kreis Saalfeld-Rudolstadt auf. Laut Lagebericht vom Sonntagnachmittag liegen bundesweit 314 von 412 Kreisen bei einer 7-Tage Inzidenz über 100.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 416 822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 024 600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83 192. Damit starb rein rechnerisch bald jeder tausendste Bundesbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 0,92 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

@ dpa.de

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