Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

BERLIN - Die Wirtschaft hat das Auslaufen der coronabedingten Homeofficepflicht an diesem Mittwoch begrüßt.

29.06.2021 - 11:30:01

Homeoffice-Pflicht endet: Wirtschaft froh, DGB fordert Regeln. Dieser "bürokratische Aktionismus" sei ein überflüssiges Einmischen der Politik gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Monaten eigenverantwortlich, freiwillig und sehr zuverlässig in allen Branchen Homeoffice ermöglicht. "Wir Arbeitgeber haben beim Homeoffice geliefert und das werden wir auch weiterhin tun, da wo es interne wie externe Betriebsprozesse zulassen.

BERLIN - Die Wirtschaft hat das Auslaufen der coronabedingten Homeofficepflicht an diesem Mittwoch begrüßt. Dieser "bürokratische Aktionismus" sei ein überflüssiges Einmischen der Politik gewesen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen hätten in den vergangenen Monaten eigenverantwortlich, freiwillig und sehr zuverlässig in allen Branchen Homeoffice ermöglicht. "Wir Arbeitgeber haben beim Homeoffice geliefert und das werden wir auch weiterhin tun, da wo es interne wie externe Betriebsprozesse zulassen. Dafür brauchen wir keine Verordnung."

Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, forderte eine dauerhafte Regulierung in diesem Bereich. Auch von der nächsten Bundesregierung erwarte man hier ein Gesetzespaket, sagte er der dpa. Viele Beschäftigte wünschten sich für die Zukunft einen gesunden Mix aus Präsenzarbeit und der Möglichkeit, mobil arbeiten zu können. "Zu diesem gesunden Mix gehören aber klare Spielregeln, denn spätestens die Pandemie hat die schwerwiegenden Probleme im Homeoffice sichtbar gemacht: Überlange Arbeitszeiten und unbezahlte Mehrarbeit, permanente Verfügbarkeitserwartungen, eine wackelige Ausstattung oder digitale Überwachung."

Hoffmann forderte einen Rechtsanspruch auf Homeoffice oder mobiles Arbeiten, einen angemessenen Arbeitsschutz, "eine ordentliche Ausstattung" und weitere Schritte hin zu mehr Mitbestimmung. "Klar muss auch sein, dass Homeoffice nicht vom Arbeitgeber verordnet werden darf."

Die Arbeitgeber lehnen das ab. "Eine Homeoffice-Regulierung ist weder nötig noch sinnvoll", sagte Kampeter. "Damit die Wirtschaft wieder in Fahrt kommt, braucht sie die richtigen Rahmenbedingungen: Flexibilität und Freiräume für Innovationen statt weiterer Regulierungen." Unterstützung bekam er dafür von der FDP: Der stellvertretende Bundesvorsitzende Johannes Vogel sprach sich dafür aus, sich bei der Reform der Regeln für mobiles Arbeiten an den Niederlanden zu orientieren. Die dortige Regierung habe "bereits 2015 ihre Hausaufgaben gemacht" und das Arbeitszeitgesetz flexibilisiert sowie einen modernen Rechtsrahmen für das Homeoffice eingeführt.

Die in der Bundesnotbremse verankerte Homeoffice-Pflicht läuft an diesem Mittwoch gemeinsam mit der Notbremse aus. Die Gültigkeit war im Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juni befristet. Unternehmen müssen dennoch weiterhin Corona-Maßnahmen aufrechterhalten, zwei Tests pro Woche anbieten und Hygienepläne erstellen. Das ist in der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung geregelt, die mit dem 1. Juli in Kraft tritt und bis zum 10. September gelten soll.

Der DGB stützt seine Forderungen nach einer dauerhaften Regulierung für Homeoffice und mobiles Arbeiten auch auf eine noch unveröffentlichte Auswertung von Umfragedaten von Beschäftigten, die bereits vor einem Jahr erhoben wurden. Die Auswertung liegt der dpa vor. Demnach haben Beschäftigte im Homeoffice zwar nach eigenem Empfinden mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei Arbeitszeit und Arbeitseinteilung als Beschäftigte mit festem Arbeitsplatz in der Firma. Allerdings berichten sie auch öfter von überlangen Arbeitszeiten und von Leistungsdruck.

46 Prozent der Befragten, die im Homeoffice oder mobil arbeiteten, gaben an, es komme "sehr häufig" oder "oft" vor, dass sie während der arbeitsfreien Zeit nicht richtig abschalten könnten. Von den Beschäftigten mit einem festen Arbeitsplatz sagten das nur 34 Prozent. Deutlich mehr Homeoffice-Beschäftigte (39 Prozent) gaben außerdem an, von ihnen werde "sehr häufig" oder "oft" erwartet, außerhalb der Arbeitszeit per E-Mail oder Telefon erreichbar zu sein (andere Beschäftigte: 15 Prozent).

Viele Beschäftigte wünschen sich allerdings, dass Homeoffice und mobiles Arbeiten auch nach Ende der Pandemie weiter zur Arbeitsrealität gehören. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung der Krankenkasse DAK-Gesundheit in mehreren Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen etwa können sich demnach 57 Prozent der Befragten vorstellen, in Zukunft mindestens die Hälfte ihrer Zeit von zu Hause aus zu arbeiten. In anderen Bundesländern liegt der Anteil teils etwas niedriger. Als Grund für den Wunsch nach dauerhaftem Homeoffice wird neben dem Zeitgewinn auch die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie genannt. Als Nachteil sieht eine Mehrheit hingegen die fehlende Trennung von Beruf und Privatleben sowie den mangelnden Kontakt zu Kollegen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Tschentscher: Opposition nutzt Untersuchungsausschüsse gegen Scholz. "Es ist klar erkennbar, dass die Opposition jetzt Untersuchungsausschüsse nutzt, um Stimmung gegen unseren Spitzenkandidaten zu machen", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Scholz, Bundesfinanzminister und ehemaliger Hamburger Bürgermeister, musste zuletzt in mehreren Untersuchungsausschüssen des Bundestags und der Hamburgischen Bürgerschaft als Zeuge aussagen. Konkret ging es um den "Wirecard"-Skandal und den "Cum Ex"-Skandal. HAMBURG - Die Opposition missbraucht nach Ansicht von Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher im Bundestagswahlkampf Untersuchungsausschüsse, um SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in Misskredit zu bringen. (Wirtschaft, 05.08.2021 - 06:53) weiterlesen...

Bundesverfassungsgericht äußert sich zum Rundfunkbeitrag. Mitten im Bundestagswahlkampf und in den Koalitionsverhandlungen in Sachsen-Anhalt will das Gericht in Karlsruhe am Donnerstag (9.30 Uhr) seine Entscheidung schriftlich veröffentlichen: per Pressemitteilung und auf seiner Internetseite. Es geht dabei um Verfassungsbeschwerden der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio gegen die Blockade durch Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr, den Beitrag um monatlich 86 Cent zu erhöhen. (Az. KARLSRUHE - Mit Spannung wird die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erhöhung des Rundfunkbeitrags erwartet. (Boerse, 05.08.2021 - 06:33) weiterlesen...

Verbraucherschützer: Digitaler Euro muss Privatsphäre schützen. "Zahlungen in der digitalen Welt sollten wie bei Bargeld auch anonym sein", sagte Dorothea Mohn vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) der Deutschen Presse-Agentur. FRANKFURT - Ein digitaler Euro sollte aus Sicht von Verbraucherschützern so weit wie möglich die Vorteile von Bargeld abbilden. (Wirtschaft, 05.08.2021 - 06:00) weiterlesen...

Verfassungsgericht entscheidet über Rundfunkbeitrag. Hintergrund sind Verfassungsbeschwerden der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio gegen die Blockade durch Sachsen-Anhalt. Das Karlsruher Gericht wird seine Entscheidung schriftlich veröffentlichen: als Pressemitteilung und auf der Internetseite. (Az. KARLSRUHE - Das Bundesverfassungsgericht will am Donnerstag (9.30 Uhr) seine Entscheidung über eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags verkünden. (Wirtschaft, 05.08.2021 - 05:48) weiterlesen...

Hendricks fordert Veto und Initiativrecht für Bundesumweltministerium. "Von der Idee eines Klimaschutzministeriums halte ich nichts, weil die einzelnen Ministerien verantwortlich bleiben sollten für Klimaschutz in ihrem jeweiligen Fachgebiet", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Allerdings sollte das Umweltministerium künftig noch stärker werden, als es die Grünen wollen: Es sollte ein Veto-Recht bekommen, wie es heute das Finanzministerium hat." Damit könnte es in der Ressortabstimmung mehr Verhandlungszeit erzwingen, meint Hendricks. "Darüber hinaus sollte es ein Initiativrecht erhalten, um Gesetze beispielsweise im Verkehrsministerium anschieben zu können", so ihr Vorschlag. BERLIN - Ex-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sieht den Vorschlag der Grünen für ein neues Klimaschutzministerium skeptisch und fordert stattdessen mehr Kompetenzen für ihre alte Behörde. (Wirtschaft, 05.08.2021 - 05:36) weiterlesen...

Schottischer Minister fordert Erklärung von Premier Boris Johnson. "Es ist an Boris Johnson zu erklären, warum Gespräche mit unserer Ersten Ministerin (First Minister) über die Erholung von der Pandemie keine Priorität für ihn haben", sagte der Minister für Konstitutionelles und externe Angelegenheiten, Angus Robertson, der Deutschen Presse-Agentur. Er sei "verwirrt", warum Johnson die Einladung nicht angenommen habe, sagte der Politiker, der wie Sturgeon der Schottischen Nationalpartei (SNP) angehört. Auch Sturgeon selbst hatte zuvor vermutet, die Menschen könnten die Absage "sehr komisch" finden. EDINBURGH - Nach der Schottland-Reise des britischen Premiers Boris Johnson ohne ein Treffen mit Regierungschefin Nicola Sturgeon hat ein Minister der Schottischen Nationalpartei (SNP) eine Erklärung gefordert. (Wirtschaft, 05.08.2021 - 05:34) weiterlesen...