Regierungen, USA

BERLIN - Die weltweiten Finanzmittel für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels sind einer Untersuchung zufolge zu niedrig.

04.11.2021 - 16:43:28

UN-Report: Ärmere Staaten haben zu wenig Geld für Klima-Anpassung. Die geschätzten Kosten für die Klimaanpassung, die Entwicklungsländer demnach zu tragen haben, seien fünf bis zehnmal höher als die Mittel, die sie derzeit dafür haben. Das geht aus dem am Donnerstag auf der Weltklimakonferenz COP26 vorgestellten Adaptation Gap Report 2021 des UN-Umweltprogramms UNEP hervor.

"Das Geld fließt immer noch nicht so, wie es fließen sollte", sagte UNEP-Chefin Inger Andersen in Glasgow. Zwar stehe die Anpassung an Klimafolgen wie Stürme, Starkregen oder Hitzewellen immer häufiger auf der politischen Agenda, erklärte Andersen. Aber insgesamt sei das Budget zu klein.

Ursprünglich hatten sich die Industriestaaten vorgenommen, bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für den Klimaschutz und die Klima-Anpassung in ärmeren Staaten bereitzustellen. Nun soll das Ziel nach Angaben der Geber-Länder erst ab 2023 erreicht sein.

Laut OECD liegt die bislang erreichte Summe bei rund 80 Milliarden Dollar pro Jahr. Der Anteil, der für die Anpassung an die Klima-Folgen reserviert ist, liegt nach UN-Angaben bei lediglich 25 Prozent. Die Staaten des globalen Südens und Umweltorganisationen fordern, dass dieser Anteil für Anpassungsmaßnahmen auf 50 Prozent hochgeschraubt wird.

Die Folgen des Klimawandel würden jeden treffen, erklärte UNEP-Chefin Andersen weiter. "Kein Land ist isoliert. Wenn ich Klima-Wandel habe, hast auch du Klimawandel", sagte sie.

Die Corona-Pandemie habe die Situation weiter verschärft, vor allem für die ärmsten Staaten, die noch viel mehr von den Folgen des Klimawandels betroffen seien als die Industrienationen.

"Wir müssen die Klima-Anpassungsmittel hochschrauben", appellierte auch COP-Präsident Alok Sharma.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Kretschmann nennt Bund-Länder-Schalte ein 'bisschen unsortiert'. "Das war heute schon ein bisschen unsortiert", sagte er am Dienstag nach der Videokonferenz dem SWR. Es habe sich nicht um ein Beschlussgremium gehandelt, sondern um ein sogenanntes Kamingespräch, wo nur Vorschläge gesammelt würden. Diese sollen am Mittwoch zusammengetragen und erst auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag beschlossen werden. STUTTGART - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich irritiert gezeigt von der Schalte von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 18:30) weiterlesen...

Urteil: Lkw-Maut verstieß 2010 und 2011 teilweise gegen EU-Recht. Die Erhebung der deutschen Lkw-Maut in den Jahren 2010 und 2011 habe teilweise gegen EU-Recht verstoßen, stellte das Gericht am Dienstag in einem Urteil fest. Bei der Berechnung der Mautsätze seien die Kapitalkosten der Autobahn-Grundstücke fehlerhaft kalkuliert worden. Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) muss den klagenden Spediteuren jetzt 565 Euro plus Zinsen erstatten. Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. MÜNSTER - In einem Musterverfahren zur Berechnung der Lkw-Maut hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen (OVG) in Münster zwei polnischen Spediteuren teilweise Recht gegeben. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 18:21) weiterlesen...

Johnson stellt allen Erwachsenen Booster bis Ende Januar in Aussicht. "Wir werden alles daran setzen, um sicherzustellen, dass jeder, der infrage kommt, einen Booster angeboten bekommt", sagte Johnson am Dienstag in London. Dafür würden "provisorische Impfzentren wie Weihnachtsbäume aus dem Boden schießen", fuhr Johnson fort. LONDON - Der britische Premierminister Boris Johnson hat allen Erwachsenen in seinem Land bis Ende Januar eine Booster-Impfung gegen das Coronavirus in Aussicht gestellt. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 18:16) weiterlesen...

Bovenschulte: Noch viele Fragen vor allgemeiner Impfpflicht. Diese Tendenz sei aus den Redebeiträgen klar geworden. Allerdings gebe es noch viele offene Fragen, sagte Bovenschulte am Dienstag nach der Videokonferenz, an der unter anderen die Ministerpräsidenten, die geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihr voraussichtlicher Amtsnachfolger Olaf Scholz (SPD) teilnahmen. BREMEN - Bei den Bund-Länder-Gesprächen über die Corona-Lage hat sich nach Worten von Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) grundsätzlich eine breite Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht gezeigt. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 18:10) weiterlesen...

Scholz für allgemeine Impfpflicht bis spätestens Anfang März. "Mein Vorschlag ist ja, dass der Zeitpunkt, bis zu dem dann jeder und jede sich hat impfen lassen, auch nicht allzu fern liegt, also mein Vorschlag: Anfang Februar oder Anfang März", sagte Scholz am Dienstag nach einer Bund-Länder-Konferenz beim Fernsehsender Bild. Er machte aber klar, dass die Entscheidung über eine Impfpflicht beim Bundestag liegt. BERLIN - Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz plädiert dafür, dass in Deutschland ab spätestens Anfang März eine allgemeine Impfpflicht gilt. (Boerse, 30.11.2021 - 18:00) weiterlesen...

Diskotheken im Saarland müssen wegen Infektionsgefahr schließen. Darüber hinaus weitet die Landesregierung unter anderem die Maskenpflicht wieder aus und verhängt Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Das beschloss der Ministerrat am Dienstag, wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte. Die neuen Regeln gelten von diesem Donnerstag an (2.12.). Hintergrund dafür sei das erhöhte Infektionsrisiko. SAARBRÜCKEN - Wegen der sich zuspitzenden Corona-Situation müssen Musikclubs und Diskotheken im Saarland schließen. (Wirtschaft, 30.11.2021 - 17:59) weiterlesen...