Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Medizintechnik

BERLIN - Die unzureichenden Impfquoten unter jüngeren Erwachsenen in der Corona-Pandemie spiegeln sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) auch auf Deutschlands Intensivstationen wider.

10.09.2021 - 05:52:02

Pandemie: Mehr Jüngere als Ältere auf Intensivstationen. Unter den dort betreuten Menschen seien von Mitte August bis Anfang September mehr 18- bis 59-Jährige gewesen als Menschen über 60, hieß es in dem am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Wochenbericht. Das könne als Effekt der Impfkampagne und der bislang noch unzureichend hohen Quoten bei den 18- bis 59-Jährigen interpretiert werden.

Auf den Intensivstationen wuchs der Anteil an Covid-Patienten insgesamt wieder. Mit knapp 1400 Kranken entspreche der Anstieg 22 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, hieß es in dem Bericht. Höchstwerte hatte es hier um die Weihnachtszeit mit rund 5760 Intensivpatienten gegeben.

Impfdurchbrüche als Grund für eine Klinikeinweisung sind laut RKI bisher sehr selten. Das Institut appelliert deshalb weiter an die Bundesbürger, sich sowohl zum eigenen Schutz als auch zum Schutz anderer gegen Covid-19 immunisieren zu lassen. Geschützt werden müssen dabei auch Kinder unter 12, die sich noch nicht impfen lassen können.

Im Rückblick auf die 32. bis 35. Kalenderwoche hat das RKI die gemeldeten Klinikdaten genau analysiert. Danach lagen in der Altersgruppe von 18 bis 59 Jahren 4836 Menschen aufgrund einer Covid-19-Infektion im Krankenhaus, 496 auf Intensivstationen. 54 Patienten aus dieser Gruppe starben in diesem Zeitraum an Covid-19.

Von den Über-60-Jährigen waren 2590 Patienten aufgrund von Corona in einer Klinik, 411 auf einer Intensivstation. In diesem Zeitraum wurden 338 Covid-19-Todesfälle in dieser Altersgruppe registriert.

Von den 12- bis 17-Jährigen kamen nach diesen Zahlen 182 aufgrund von Covid-19 in eine Klinik, 2 auf eine Intensivstation. Hier wurde ein Todesfall registriert.

Die Kliniken sind aufgefordert, nur Patienten zu melden, die aufgrund einer Covid-19-Infektion aufgenommen und behandelt wurden. Nachmeldungen, auch bei den Todesfällen, sind dabei möglich.

Die meisten Covid-Patienten, die nun in ein Krankenhaus kommen, sind nach RKI-Angaben 35 bis 59 Jahre alt. Dann folgen die 60- bis 79-Jährigen, heißt es in dem Wochenbericht. Das Risiko, an der Infektion zu sterben, liegt bei älteren Menschen aber weiterhin am höchsten. Die große Mehrheit der Corona-Toten (79 Prozent) ist laut Bericht über 80 Jahre alt. Nachdem die Zahl der Todesfälle im Sommer über einige Wochen auf niedrigem Niveau schwankte, nimmt sie seit Anfang August wieder zu.

Zwischen den Altersgruppen in Deutschland sind die Quoten der vollständig Geimpften sehr unterschiedlich verteilt. Mit Daten vom 8. September lagen sie bei Menschen über 60 Jahren - rund 24 Millionen Bundesbürgern - bei rund 83 Prozent. Die rund 45 Millionen Menschen starke Gruppe zwischen 18 und 59 Jahren ist zu fast 67 Prozent immunisiert. Bei den 12- bis 17-Jährigen - rund 4,5 Millionen Kindern und Teenagern - liegt sie aktuell bei rund 24 Prozent.

Die Unterschiede haben auch damit zu tun, dass sich ältere Menschen zuerst impfen lassen konnten und eine Impfempfehlung für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 erst seit Mitte August vorliegt. Inzwischen gibt es aber genug Impfstoff für alle Altersgruppen. Für Kinder bis 12 Jahre ist noch kein Impfstoff zugelassen.

Die Impfquote über alle Altersgruppen hinweg stieg laut RKI-Bericht nur langsam auf nun 62 Prozent an. Vor einer Woche waren es 61 Prozent. Der Virologe Christian Drosten hatte sich für das Ende des Sommers 80 Prozent Impfquote in Deutschland erhofft.

Die vierte Pandemiewelle betrifft inzwischen alle Altersgruppen. Sie habe zunächst durch Infektionen innerhalb der jungen erwachsenen Bevölkerung an Fahrt aufgenommen und breite sich nun zunehmend auch bei Älteren aus, heißt es. Im Bundesdurchschnitt ist laut RKI eine weitere Zunahme der Fallzahlen um 11 Prozent binnen einer Woche zu beobachten, regional allerdings sehr unterschiedlich.

Auch die Positivrate bei PCR-Tests steigt unter der vollständigen Dominanz der ansteckenderen Delta-Variante kontinuierlich an und liegt nun bei 8,7 Prozent. Anfang Juli lag dieser Wert noch bei 1,1 Prozent. Spitzenwerte in der Pandemie in Deutschland lagen bisher bei bis zu 15 Prozent Positivrate.

Die Zahl der PCR-Tests in rund 200 auswertenden Laboren hat zuletzt auf rund 934 000 pro Woche zugenommen. Im Juli lag dieser Wert oft um die 600 000 PCR-Tests pro Woche.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Außenministertreffen mit USA und Frankreich geplatzt. Bundesaußenminister Heiko Maas bestätigte am Dienstag auf Nachfrage, dass die französische Seite auf ihre Teilnahme an dem ursprünglich für Mittwoch geplanten sogenannten Quad-Treffen verzichtet habe. Grund sei, "dass es Verstimmung gibt auf der französischen Seite, die ich gut nachvollziehen kann, und dass dort einige Dinge erst wieder geradegerückt werden müssen, bevor man sich in einem solchen Format zusammensetzt". Das Treffen sei aber nicht ganz abgesagt, sondern "nur verschoben". NEW YORK - Wegen des Streits um einen neuen Sicherheitspakt im Indopazifik ist ein Außenministertreffen der USA mit Frankreich, Großbritannien und Deutschland am Rande der UN-Generalversammlung in New York geplatzt. (Boerse, 21.09.2021 - 23:26) weiterlesen...

Chinas Präsident Xi bekennt sich zu internationaler Zusammenarbeit. "Unterschiede und Probleme zwischen Ländern, welche kaum vermeidbar sind, müssen durch Dialog und Zusammenarbeit auf der Grundlage von Gleichberechtigung und gegenseitigem Respekt behandelt werden", sagte Xi am Dienstag bei seiner aufgezeichneten Rede vor der Versammlung in New York. Dialog und Inklusion müssten statt Konfrontation und Ausgrenzung angestrebt werden. NEW YORK - Chinas Staatschef Xi Jinping hat in seiner Rede bei der UN-Generaldebatte die Wichtigkeit internationaler Zusammenarbeit betont. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 22:08) weiterlesen...

Vor Corona-Gipfel: Erdogan verurteilt Impf-Nationalismus. Angesichts von Millionen Toten und Dutzenden Millionen Infizierten sei es "eine Schande für die Menschheit, dass der Impf-Nationalismus immer noch mit verschiedenen Methoden weitergeführt wird", sagte Erdogan am Dienstag bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung. NEW YORK - Vor dem Online-Gipfel zur Corona-Pandemie von US-Präsident Joe Biden hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die mangelnde Bereitschaft einiger Länder bei der Verteilung von Vakzinen verurteilt. (Boerse, 21.09.2021 - 21:49) weiterlesen...

US-Regierung nimmt Zooms Pläne für Milliarden-Zukauf unter die Lupe. Ein spezielles Gremium unter Führung des Justizministerium untersucht, ob der Deal Risiken für die nationale Sicherheit der USA berge, wie aus Unterlagen auf der Website der Telekom-Aufsicht FCC hervorgeht. Auslöser seien die Verbindungen von Zoom nach China, berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag. SAN JOSE - Die Pläne von Zoom , sich mit einer Milliarden-Übernahme im Call-Center-Geschäft zu etablieren, werden von der US-Regierung einer intensiven Prüfung unterzogen. (Boerse, 21.09.2021 - 21:49) weiterlesen...

WAHL/Baerbock: Bei Vermögensteuer sollte Betriebsvermögen verschont werden. Ihr Vorschlag sei, nach der Wahl mit den Ländern darüber zu sprechen, wie man eine Vermögensteuer wieder einführen könne - "ja, mit Blick darauf, dass Unternehmen nicht so belastet werden, dass es in ihre Betriebsvermögen reingeht", sagte Baerbock am Dienstagabend bei einer Fragerunde von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". "Das ist eine dicke, dicke Nuss, die man lösen muss." Doch an der Vermögensteuer gehe kein Weg vorbei, weil der Bund finanziell dabei helfen müsse, dass Schülerinnen und Schülern in ganz Deutschland dieselben Chancen hätten. STUTTGART - Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will im Fall eines Wahlsiegs bei der geplanten Einführung der Vermögensteuer Rücksicht auf Betriebsvermögen nehmen. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 21:16) weiterlesen...

WAHL: Merkel warnt vor Finanzpolitik von Rot-Grün-Rot - Werben für Laschet. Sie glaube nicht, dass ein solches Bündnis nach der Corona-Pandemie zu soliden Finanzen zurückkehren würde, sagte sie am Dienstagabend bei einem Wahlkampfauftritt in Stralsund. Das Wahlprogramm der Linken sehe etwa einen Wegfall der Schuldenbremse vor. "Was nichts anderes heißt, als weg mit soliden Finanzen". STRALSUND - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor der Finanzpolitik einer möglichen Regierung aus SPD, Linken und Grünen gewarnt. (Wirtschaft, 21.09.2021 - 21:07) weiterlesen...