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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legt an diesem Dienstag (9.00 Uhr) in Berlin die neueste Pisa-Studie vor.

03.12.2019 - 06:31:23

Neue Pisa-Studie - Deutschland diesmal 'Top of the Pops'?. An dem internationalen Vergleichstest nahmen dieses Mal rund 600 000 15-Jährige aus 79 Ländern teil. In Deutschland wurden knapp 5500 repräsentativ ausgewählte Schülerinnen und Schüler an 223 Schulen geprüft.

Es ist die mittlerweile siebte Pisa-Studie. Seit dem Jahr 2000 werden für den Vergleichstest alle drei Jahre weltweit Hunderttausende Schüler im Alter von 15 Jahren in den Bereichen Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften geprüft. Schwerpunktmäßig wird jeweils ein Bereich stärker abgefragt. Diesmal ging es vor allem um die Lesekompetenz. Die Tests finden inzwischen vor allem am Computer statt. Die Schüler müssen sich durch verschiedene Aufgaben klicken.

In Deutschland spielt der Vergleichstest traditionell eine große Rolle, weil die deutschen Schüler bei der Erstauflage von Pisa 2000/2001 schlechter abgeschnitten hatten als der OECD-Durchschnitt. Das löste eine heftige Debatte über das deutsche Bildungssystem aus. Später war vom "Pisa-Schock" die Rede. "Der Schock über die Pisa-Ergebnisse im Jahr 2000 lag auch darin begründet, dass wir immer dachten, wir seien 'Top of the Pops'. Und dann fanden wir uns im Mittelfeld wieder", sagte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Hessens Bildungsminister Alexander Lorz (CDU), der Deutschen Presse-Agentur.

In den Folgejahren hatten sich die deutschen Schüler dann auf Ränge oberhalb des OECD-Durchschnitts hochgearbeitet, allerdings nie die Spitzengruppe um China, Hongkong, Japan, Finnland, Estland, Kanada oder Singapur erreicht. Bei der vergangenen Studie 2016 hatten sich die deutschen Werte auch wieder leicht verschlechtert. Deutschland dürfe sich bei der Bildung auf keinen Fall an Positionen im Mittelfeld gewöhnen, sagte Lorz.

Große Überraschungen sind an diesem Dienstag eher nicht zu erwarten. OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher hatte vorab gesagt: "Es gibt bei Pisa eigentlich nie Überraschungen." Die Daten seien immer das Ergebnis dessen, was in der Bildungspolitik passiere. Und wer sich damit befasse, könne die Ergebnisse relativ gut vorhersagen.

Jörg Maas, der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, sagte am Montag: "Wir rechnen nicht mit erfreulichen Ergebnissen. Doch selbst bei leichten Fortschritten bleibt es unabdingbar, das Engagement für Bildung in Deutschland auszubauen." Eine besondere Bedeutung komme der Förderung der Lesekompetenz zu. Sie sei die Grundlage für den Bildungserfolg eines jeden Kindes.

Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung zeigte sich vorab skeptisch, was die Aussagekraft der Pisa-Daten im Sinne eines internationalen Vergleichs angeht. "In manchen asiatischen Ländern etwa, die bei Pisa regelmäßig Spitzenplätze belegen, nehmen nur rund 80 Prozent der Schüler in den zufällig ausgewählten Schulen an den Testaufgaben teil, in Deutschland über 95 Prozent", hieß es in einer Mitteilung am Montag. Es gebe durchaus Hinweise, dass in manchen Ländern vor allem schlechtere Schüler am Pisa-Prüfungstag krank werden oder die Schule schwänzen. "Damit werden dann aber Äpfel mit Birnen verglichen." Die Pisa-Ergebnisse sollten statt für eine internationale Rangliste eher genutzt werden, um Defizite im eigenen Bildungssystem zu erkennen.

@ dpa.de

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