Regierungen, Deutschland

BERLIN - Die Linke im Bundestag fordert vor der Fortsetzung der Tarifgespräche für den Bund und die Kommunen bessere Bedingungen für die Beschäftigten.

02.04.2018 - 09:34:25

Linke fordert Ende des 'Kaputtsparens' beim öffentlichen Dienst. "Der öffentliche Dienst wurde über viele Jahre regelrecht kaputt gespart", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, der Deutschen Presse-Agentur. "Damit muss endlich Schluss sein." Viele Beschäftigte arbeiteten über Leistungsgrenzen hinaus, Arbeitsverdichtung nehme zu. Die Tarifforderungen der Gewerkschaften seien daher gerechtfertigt.

Die Verhandlungen für die 2,3 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sollen am 15. und 16. April in Potsdam weitergehen. Die Gewerkschaft Verdi will zuvor bundesweit mit Warnstreiks Druck machen, insbesondere zwischen dem 9. und 13. April. Sie fordert sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat.

Zimmermann betonte, der öffentliche Dienst müsse gestärkt werden, um Aufgaben und Dienstleistungen für die Bürger bestmöglich erledigen zu können. Dafür brauche es aber auf allen Ebenen mehr Personal. Laut einer Auswertung der Linksfraktion von Daten des Statistischen Bundesamts ging die Beschäftigung im öffentlichen Dienst zwischen 2000 und 2016 deutlich zurück: beim Bund - auf Vollzeitstellen umgerechnet - von 578 700 auf 469 300 und bei den Kommunen von 1,37 Millionen auf 1,25 Millionen.

@ dpa.de

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