Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Die Kultusminister der Länder beraten an diesem Donnerstag (16.00 Uhr) über das weitere Vorgehen an den Schulen.

08.04.2021 - 05:45:26

Kultusminister beraten über Schule nach den Osterferien. In neun der 16 Bundesländer gehen am Sonntag die Osterferien zu Ende. In Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ist bereits wieder Unterricht, in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland beginnt er an diesem Donnerstag. Hamburg hatte keine Osterferien, und in Hessen und Schleswig-Holstein dauern die Ferien noch bis Ende kommender Woche.

Das Gespräch der Kultusministerinnen und -minister diene auch der Vorbereitung des nächsten Corona-Krisengipfels der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag, hieß es vorab von der Kultusministerkonferenz.

Überraschende Entscheidungen für ein einheitliches Vorgehen oder bundesweite Schulschließungen zeichnen sich aber nicht ab, denn viele Bundesländer haben für ihre Schulen längst Pläne gemacht. Lehrkräfte und Familien mussten rechtzeitig vor Ferienende informiert werden. Über Schulfragen entscheiden die Länder zudem grundsätzlich selbst.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) forderte, Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zu halten. Auch die Kultusminister der Länder hatten sich mit Verweis auf das Recht auf Bildung und notwendige soziale Kontakte von Kindern und Jugendlichen immer wieder gemeinsam dafür ausgesprochen, den Unterricht in den Schulen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Der Deutsche Lehrerverband plädierte dafür, dass Kommunen, Gesundheitsämter und Schulträger je nach Lage vor Ort entscheiden sollten, ob es weiter Präsenzunterricht oder wieder Schule zu Hause geben soll.

DER AKTUELLE STAND

Im Februar waren nach wochenlangen Schließungen zunächst die Grundschüler in Deutschland wieder in die Einrichtungen zurückgekehrt. Auch Abschlussklassen bekommen schon länger wieder Unterricht in der Schule. Die Jahrgänge dazwischen kamen im März Schritt für Schritt zurück - meist in geteilten Gruppen mit sogenanntem Wechselunterricht. Der Rückkehrprozess war aber vor Ostern noch nicht überall abgeschlossen. Einige Schüler waren seit Dezember nicht mehr in ihrer Schule.

WIE ES JETZT WEITERGEHT

Die Rückkehr kommt vor dem Hintergrund der Corona-Lage nun teilweise weiter ins Stocken. Brandenburg zum Beispiel schickt ältere Schüler oberhalb der Grundschule erst einmal wieder in den "Fernunterricht". In Baden-Württemberg müssen sogar die Grundschüler nach den Ferien zunächst wieder zu Hause bleiben. Anderswo geht es dagegen mit dem bisherigen Wechselbetrieb weiter, aber mit unterschiedlichen Regeln.

In Bayern schalten Schulen in der Regel ab einem Inzidenzwert von 100 in einer Stadt oder einem Landkreis wieder von Präsenz- auf Fernunterricht um. Hamburg tut das erst, wenn der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen bei über 200 liegt. Sachsen verabschiedet sich nach der Osterpause ganz von der Kopplung an den viel diskutierten Inzidenzwert und hält Schulen und Kitas unabhängig davon offen.

ZWEIMAL TESTEN - PFLICHT ODER NICHT

Millionen einfacher Schnelltests wurden in den vergangenen Wochen für die Schulen beschafft. Ein Mangel besteht, nach allem was zu hören ist, nicht mehr. Schüler und Lehrer sollen sich künftig möglichst zwei Mal pro Woche testen. Auch das setzen die Länder unterschiedlich um: Die meisten schreiben Tests zur Teilnahme am Präsenzunterricht jetzt vor. Andere, wie Hessen oder Rheinland-Pfalz setzen auf Freiwilligkeit. Die Tests gibt es je nach Bundesland entweder mit nach Hause, oder es wird gemeinsam in der Schule getestet.

Die Selbsttests sind zwar nicht so genau wie PCR-Tests, die Hoffnung ist aber, dass damit wenigstens ein Teil derjenigen entdeckt wird, die sich angesteckt haben. "Infektionsketten unterbrechen", heißt das Stichwort.

IMPFUNGEN FÜR LEHRER

Viele Grundschullehrer dürften inzwischen mindestens einmal geimpft sein, nachdem sie in der bundesweit festgelegten Impfreihenfolge nach vorn genommen wurden. Es gibt auch Bundesländer, die Lehrkräften höherer Klassenstufen schon eine Impfung anbieten. Bundesweit stehen sie in der Impfreihenfolge aber noch weiter hinten.

Solange nicht alle Lehrkräfte geimpft sind, darf Unterricht in der Schule ab einer Inzidenz von 50 nur im Wechselbetrieb stattfinden, forderte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, vor den Beratungen der Kultusminister. Ein inzidenzunabhängiges Offenhalten von Schulen, wie in Sachsen geplant, nannte er "unverantwortlich".

KEINE ABSAGE VON PRÜFUNGEN

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte gefordert, wegen der Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. Dazu soll es nach aktuellem Stand aber nicht kommen. Die Kultusminister werden das voraussichtlich noch einmal bekräftigen. Sie hatten schon im Januar vereinbart, dass Abschlussprüfungen an Schulen und Berufsschulen auch in diesem Corona-Schuljahr stattfinden sollen. Die Abschlüsse sollen zudem genauso viel wert sein, wie die anderer Jahre und von allen Bundesländern gegenseitig anerkannt werden. Verwiesen wird darauf, dass das auch im vergangenen Frühjahr trotz geschlossener Schulen geklappt habe.

Rheinland-Pfalz ist außerdem mit seinen Abi-Prüfungen schon durch. In den anderen Ländern laufen Vorbereitungen unter Berücksichtigung der besonderen Bedingungen. So wurden Prüfungstermine zum Teil nach hinten verlegt, um Zeit zu gewinnen. Auch Prüfungsvorgaben wurden angesichts der Lage gelockert, und es gibt mehr Zeit bei schriftlichen Prüfungen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

WDH: 17 855 Corona-Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle gemeldet (Im zweiten Absatz wurde der Wochentag berichtigt. (Wirtschaft, 11.04.2021 - 09:39) weiterlesen...

Weber bringt neue Sanktionen gegen Moskau ins Spiel. Der russische Truppenaufmarsch im Umfeld der Ostukraine sei ein Test für den Westen. "Die Antwort darauf muss unmissverständlich und stark sein", sagte Weber den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online: Sonntag, Print: Montag). BERLIN - Angesichts der Spannungen im Ostukraine-Konflikt hat der Vorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber, im "Eskalationsfall" neue Sanktionen gegen Russland gefordert. (Wirtschaft, 11.04.2021 - 09:35) weiterlesen...

Irans Parlament zeigt Präsident Ruhani an. Die Abgeordneten werfen ihm vor, vom Parlament verabschiedete Gesetze missachtet zu haben. Wie die Nachrichtenagentur Fars am Sonntag weiter berichtete, stimmten 190 der 235 anwesenden Mandatsträger dafür. Weitere Hintergründe wurden nicht erwähnt. Beobachter sehen jedoch einen Zusammenhang zwischen den erneuten Atomverhandlungen in Wien, die zu einem Kompromiss mit dem Erzfeind USA führen sollen. TEHERAN - Das iranische Parlament hat Präsident Hassan Ruhani angezeigt. (Wirtschaft, 11.04.2021 - 09:31) weiterlesen...

Rechtsexperten fordern Bundestagsdebatte zu Freiheiten für Geimpfte. Der Rechtsexperte der Unionsfraktion, Jan-Marco Luczak (CDU), sagte der "Welt am Sonntag": "Wenn Studien bestätigen, dass Menschen nach einer Impfung nicht mehr infektiös sind, dann müssen die Beschränkungen zurückgenommen werden." Das sei aus seiner Sicht verfassungsrechtlich zwingend. Ob Beschränkungen unter bestimmten Bedingungen zurückgenommen werden sollten, müsse der Bundestag regeln. BERLIN - Rechtsexperten von Union und SPD fordern, das Thema Lockerungen für Corona-Geimpfte im Bundestag zu behandeln. (Boerse, 11.04.2021 - 09:15) weiterlesen...

Laschet für Aufhebung der Impfreihenfolge bis zum Sommer. "Wenn zum Ende des Frühjahrs die großen Impfstoffmengen kommen, sollten die Impfprioritäten fallen und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden. Das wäre ein wichtiger Baustein für die Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit", sagte Laschet der "Bild am Sonntag". Das bisherige strenge Einhalten der Reihenfolge begrüßte er jedoch. Mit der strikten Priorisierung am Anfang habe man eine Schutzmauer für die Alten und Pflegebedürftigen errichtet. BERLIN - Angesichts steigender Impfstofflieferungen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für ein Ende der Corona-Impfreihenfolge bis zum Sommer ausgesprochen. (Wirtschaft, 11.04.2021 - 09:14) weiterlesen...

Landkreise kritisieren Bundes-Notbremse als Misstrauensvotum. "Der vorliegende Entwurf ist ein in Gesetz gegossenes Misstrauensvotum gegenüber Ländern und Kommunen", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). BERLIN - Die deutschen Landkreise haben die Pläne zur Vereinheitlichung der Corona-Schutzmaßnahmen scharf verurteilt. (Wirtschaft, 11.04.2021 - 09:13) weiterlesen...