Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Die Inzidenz steigt, die Impfnachfrage sinkt: Kanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung angesichts steigender Infektionszahlen auf eine weiterhin schwierige Zeit in der Corona-Pandemie eingestimmt.

22.07.2021 - 17:56:28

GESAMT-ROUNDUP 2: Weniger Impfungen, steigende Inzidenz. Gleichzeitig rief die CDU-Politikerin am Donnerstag bei ihrer voraussichtlich letzten Sommerpressekonferenz in Berlin zu stärkeren Impfbemühungen auf. Die Länder setzen zunehmend auf flexible Lösungen, um mehr Menschen zu erreichen. Das Robert Koch-Institut (RKI) dringt mit Blick auf Herbst und Winter darauf, jetzt vorbeugende Maßnahmen in verschiedenen Bereichen zu ergreifen.

Merkel sagte vor den Hauptstadtjournalisten, Deutschland habe es "mit einer deutlichen, und wie ich finde auch besorgniserregenden Dynamik" zu tun. Sie mahnte zudem: "Je mehr geimpft sind, umso freier werden wir wieder sein." Die Pandemie könne nur gemeinsam überwunden werden. Deswegen sollten Menschen auch im privaten Umfeld und der Arbeitswelt aktiv für Impfungen werben. Weiterhin gehe es darum, die Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Die für Ende August geplante Ministerpräsidentenkonferenz zur Pandemie könnte vorgezogen werden: Sie werde sich Bitten von Regierungschefs der Länder nicht verschließen, sagte Merkel.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 12,2 - am Vortag betrug der Wert 11,4 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor (Stand Dashboard 4.11 Uhr). Das RKI fordert wegen eines als wahrscheinlich eingeschätzten Anstiegs der Corona-Fälle im Herbst und Winter in einem am Donnerstag veröffentlichten Strategiepapier vorbeugende Maßnahmen. So sollen schwere Krankheitsverläufe, Todesfälle und die Belastung für das Gesundheitswesen klein gehalten "und bevölkerungsbezogene Maßnahmen minimiert werden können", heißt es darin.

Die Länder bieten laut einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur nun flexibel Lösungen beim Impfen, um wieder mehr Menschen für den schützenden Piks zu gewinnen. Das Interesse an einer Impfung lässt vielerorts nach, teilweise werden Impfzentren geschlossen. Außerdem gibt es immer mehr mobile Impfteams, und Menschen können sich vielerorts auch ohne Termin eine Spritze holen. "Wenn die Menschen nicht zu den Impfungen kommen, dann müssen die Impfungen eben zu den Menschen kommen", betonte etwa Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke). "Ob eine Impfung im Fußballstadion, mobile Impfteams auf Markt- und Supermarktplätzen oder Impfungen ohne Termin in den Zentren - alle Initiativen sind willkommen", erklärte Baden-Württembergs Ressortchef Manne Lucha (Grüne).

Bereits Geimpfte können sich derzeit keine Corona-Impfzertifikate in Apotheken mehr ausstellen lassen. Der Deutsche Apothekerverband (DAV) teilte am Donnerstag mit, dass die Ausstellung von Zertifikaten in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt worden sei. Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate ausgestellt worden seien. Aktuell würden deshalb die angemeldeten Betriebsstätten einer Überprüfung unterzogen. Doch gebe es bislang keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge.

Das "Handelsblatt" teilte auf Anfrage mit, es sei richtig, dass das Blatt eine gravierende Sicherheitslücke bei der Erstellung digitaler Impfnachweise aufgedeckt habe. "Jedoch hat nicht das "Handelsblatt" selbst sich einen Zugang zum System verschafft; zwei IT-Sicherheitsspezialisten haben die Schwachstelle offengelegt und damit demonstriert, dass es bei dem Portal deutliche Mängel gibt", erklärte eine Verlagssprecherin.

Unterdessen sollen nun in die Hochwassergebiete Zehntausende Corona-Impfdosen geliefert werden. Das Bundesgesundheitsministerium habe den betroffenen Ländern zusätzlichen Impfstoff angeboten, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit. Damit könnten niedrigschwellige Impfangebote vor Ort gemacht werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Studie: Klimawandel macht Wetterereignisse extremer. Ungefähr zwei Dritteln des Festlandes stünden ein nasseres und zugleich schwankenderes Klima bevor. Der Unterschied zwischen extrem trockenem und extrem nassem Wetter werde dort somit größer. Ein Drittel der Landfläche werde dagegen trockener, heißt es in der Studie, die im Fachjournal "Science Advances" veröffentlicht wurde. Der Anstieg von extremen Niederschlagsereignissen stelle eine zusätzliche Bedrohung für die Infrastruktur und für die Gesellschaft allgemein dar. BERLIN - Ein internationales Forscherteam warnt vor einer weltweit steigenden Zahl von Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels. (Boerse, 29.07.2021 - 08:32) weiterlesen...

Intensivmediziner Janssens: Klareres Handeln gegen Corona nötig. "Eigentlich würden wir uns wünschen, dass da klarer gehandelt wird", sagte der Generalsekretär der Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir haben im letzten Jahr gesehen, was das für Folgen hat, wenn man zuwartet und gar nichts macht. BERLIN - Der Intensivmediziner Uwe Janssens hat der Politik ein zu zögerliches Handeln bei der Eindämmung der anrollenden vierten Corona-Welle vorgeworfen. (Boerse, 29.07.2021 - 08:16) weiterlesen...

'CNBC': Chinesische Unternehmen dürfen weiterhin in New York an die Börse gehen. Wie der US-Fernsehsender "CNBC" in der Nacht zum Donnerstag unter Berufung eine mit der Sache vertraute Quelle berichtet, werde China heimischen Unternehmen weiterhin Börsengänge in den USA erlauben, solange sie bestimmte Bedingungen erfüllten. Das habe die Wertpapieraufsicht Handelshäusern mitgeteilt. PEKING - Die chinesische Regierung rudert einem Medienbericht zufolge bei ihrer zuletzt harten Gangart gegen Technologiekonzerne und andere Teile der Privatwirtschaft ein Stück weit zurück. (Boerse, 29.07.2021 - 06:49) weiterlesen...

Bergungsarbeiten nach Explosion in Leverkusen gehen weiter. Neben der Suche nach den weiterhin Vermissten rückt dabei zunehmend auch die Frage nach der Ursache für die Detonation in den Fokus. Bei der Kölner Polizei wurde eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und fahrlässiges Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion gegen unbekannt. LEVERKUSEN - Nach der heftigen Explosion in einer Leverkusener Müllverbrennungsanlage gehen die Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle weiter. (Boerse, 29.07.2021 - 06:33) weiterlesen...

Linksfraktion fordert mehr Geld für mobile Luftfilter in Schulen. "Das Ziel muss garantierter und sicherer Präsenzunterricht sein", sagte die wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Gohlke, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. BERLIN - Die Linksfraktion fordert von der Bundesregierung mindestens 400 Millionen Euro an Zuschüssen an Länder und Kommunen für mobile Luftfilter in Schulen. (Wirtschaft, 29.07.2021 - 05:59) weiterlesen...

RKI registriert 3520 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,0. BERLIN - Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 16,0 - am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. RKI registriert 3520 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,0 (Wirtschaft, 29.07.2021 - 05:59) weiterlesen...