Deutschland, Brasilien

BERLIN - Die Industrieverbände in Deutschland und Brasilien fordern von der Politik mehr Tempo bei den Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südamerika.

11.07.2018 - 14:24:26

Industrieverbände fordern mehr Tempo bei Südamerika-Abkommen. Eine bessere Zusammenarbeit sei auch angesichts der derzeitigen "Turbulenzen" im Welthandel wichtig, heißt es in einem gemeinsamen Appell des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des brasilianischen Industrieverbands CNI sowie des Lateinamerika-Auschusses der deutschen Wirtschaft. Das Schreiben an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen müssten schnellstmöglich abgeschlossen werden.

Die Verbände verweisen in dem Schreiben mit Blick auf die USA darauf, dass derzeitige Entwicklungen das gesamte System der Welthandelsorganisation (WTO) gefährdeten. Um so wichtiger sei das Abkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Mercosur-Bund. US-Präsident Donald Trump steht der WTO äußerst skeptisch gegenüber und hatte außerdem Handelskonflikte mit China und der EU angeheizt. Seit 1999 wird das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südamerika diskutiert.

Die Verhandlungen waren immer wieder ins Stocken geraten, vor allem wegen des Streits über den Agrarsektor. In dem Schreiben der Industrieverbände werden beide Seiten aufgefordert, bei den "wenigen noch umstrittenen Fragen" Kompromisse einzugehen, wie bei Übergangsregelungen für die Abschaffung von Zöllen auf bestimmte Industriegüter aus der EU oder Einfuhrzöllen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Mercosur-Raum. Brasilien ist die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt und neben Argentinien das wichtigste Mercosur-Mitglied.

@ dpa.de

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