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Das Demographie Netzwerk (ddn)

Berlin - Die heute verabschiedete erweiterte Frauenquote reicht aus Sicht des Demographie Netzwerks e.V. (ddn) nicht aus, die strukturelle Ungleichheit in deutschen Unternehmen zu beheben.

06.01.2021 - 14:37:20

Quote ist letzter Weckruf f?r die Wirtschaft / Ungleichheit vernichtet volkswirtschaftliches Kapital / Gesetz ist symbolischer Meilenstein

Berlin - Die heute verabschiedete erweiterte Frauenquote reicht aus Sicht des Demographie Netzwerks e.V. (ddn) nicht aus, die strukturelle Ungleichheit in deutschen Unternehmen zu beheben. "Das Gesetz in dieser begrenzten Form wird nicht viel ?ndern, es ist aber ein letzter Weckruf f?r die Wirtschaft", erkl?rte der Vorstandsvorsitzende des Demographie Netzwerks ddn Rudolf Kast. "Wir vernichten massiv volkswirtschaftliches Kapital, wenn wir die gute Ausbildung von Frauen durch fehlende Karriereoptionen wertlos machen", so Kast weiter. Jenseits der Besetzung von Vorstandspositionen sei es deshalb wichtig, Frauen im Rahmen der Personalentwicklung auf allen Managementebenen gezielt zu f?rdern. Fehlende Gleichberechtigung f?hrt zudem seiner Ansicht nach zu Akzeptanzproblemen und geht in den Unternehmen zu Lasten von Motivation und Arbeitgeberattraktivit?t. Kast betonte deshalb: "Unabh?ngig von allen wirtschaftlichen Notwendigkeiten ist die Gleichberechtigung eine Prinzipienfrage, die nicht weiter ignoriert werden kann."

Diese Auffassung teilt auch Dr. Wiebke Ankersen, Gesch?ftsf?hrung der AllBright Stiftung. "Das Gesetz ist ein eher symbolischer Meilenstein und eine ?ffentliche Anerkennung der Tatsache, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht: Selbst, wenn alle Unternehmen in den DAX-Indizes, die davon betroffen sind, morgen einen Mann gegen eine Frau austauschten, l?ge der Frauenanteil in den Vorst?nden erst bei 15 Prozent", so Ankersen. "Wenn wir die Quotendiskussion nun aber hinter uns lassen, k?nnen wir endlich das angehen, was dieses Gesetz gar nicht leisten kann: n?mlich auf allen Ebenen eine bessere Balance zwischen M?nner- und Frauenkarrieren zu schaffen. Und daf?r braucht es neben einem klaren Bekenntnis der Unternehmen zu mehr Vielfalt in der F?hrung schnellstens eine Abschaffung des Ehegattensplittings, einen weiteren Kitaausbau und mehr V?termonate beim Elterngeld, um nur einige Ma?nahmen zu nennen."

Laut einer k?rzlich ver?ffentlichten Studie der AllBright-Stiftung liegt der Frauenanteil in den Vorst?nden der DAX-30 Unternehmen bei 12,8 Prozent. Damit belegt Deutschland im internationalen Vergleich den letzten Platz. Vorreiter sind hier vor allem die USA, Schweden, Frankreich und Gro?britannien. 47 Prozent der amerikanischen Unternehmen verzeichnen einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent im Vorstand. In Deutschland trifft dies auf keinen der 30 gro?en DAX-Konzerne zu. Das heute verabschiedete Zweite F?hrungspositionen-Gesetz dient allerdings kaum dazu, um diese Schieflage zu begradigen.

"Das gro?e Ziel muss die Repr?sentanz von Vielfalt in den Unternehmen sein. Weder das Geschlecht noch das Alter noch die Herkunft oder die soziale Pr?gung d?rfen ausschlaggebend f?r die Besetzung von F?hrungspositionen sein. Es soll vor allem um K?nnen, Leistung, Pers?nlichkeit, Talent und Erfahrung gehen und gelebte Chancengleichheit", erg?nzt ddn-Vorstandsvorsitzender Rudolf Kast.

Als Impulsgeber f?rdert Das Demographie Netzwerk ddn das 5. Freiburger-Unternehmer-Symposium, das am 22. und 23. September 2021 zum Thema "Female Leadership - Frauen in F?hrung" stattfindet. Keynote Speakerin Wiebke Ankersen stellt die aktuelle AllBright-Studie 2020 vor.

Pressekontakt:

Martina Schmeink Das Demographie Netzwerk e.V. Tel: +49 30 726213930 (Zentrale) mailto:schmeink@ddn-netzwerk.de

Auctority GmbH Andreas Scheuermann 0611-16661424 mailto:readaktion@auctority.net

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