Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Internet, Software

BERLIN - Die europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club (CCC) hat gefordert, keine Steuermittel mehr für die Luca-App zur Corona-Kontaktnachverfolgung auszugeben.

14.04.2021 - 08:49:35

Chaos Computer Club fordert: 'Keine Steuermittel mehr für Luca-App'. Club-Sprecher Linus Neumann verwies am Mittwoch auf eine "nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen" bei dem Luca-System.

Zuvor hatten Datenschutz-Aktivisten auf Schwachstellen bei den Luca-Schlüsselanhängern verwiesen, die für Menschen ohne Smartphone gedacht sind. "Wer den QR-Code (eines Schlüsselanhängers) scannt, kann nicht nur künftig unter Ihrem Namen einchecken, sondern auch einsehen, wo Sie bisher so waren", kritisierte Neumann. Er verwies dabei auf Recherchen, die im Netz unter dem Titel "Lucatrack" veröffentlicht wurden. "Die Schwachstelle ist offensichtlich und unnötig. Sie zeugt von einem fundamentalen Unverständnis grundlegender Prinzipien der IT-Sicherheit."

Der Entwickler der App, das Berliner Start-up neXenio, räumte ein, "dass Dritte, die unbefugt im Besitz des QR-Codes auf dem Schlüsselanhänger waren, die jeweilige Kontakthistorie abrufen konnten". "Wir haben diese Möglichkeit sofort nach der erfolgten Meldung deaktiviert und bedanken uns für die Mitteilung. Es konnten zu keinem Zeitpunkt hinterlegte Kontaktdaten wie Adresse oder Telefonnummer abgerufen werden."

Die Macher der Luca-App empfahlen, den persönlichen Schlüsselanhänger mit QR-Code nur zum Check-in in dafür vorgesehenen Betrieben zu verwenden und kein Foto des eigenen, individuellen Schlüsselanhängers im Internet zu veröffentlichen, um einen "böswilligen Missbrauch zu vermeiden".

Die Luca-App, für die unter anderem Hip-Hop-Sänger Smudo von den "Fantastischen Vier" geworben hatte, wird in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Saarland, Bayern, Sachsen-Anhalt und Hamburg aus Steuermittel finanziert. Die eingesetzten Mittel summieren sich nach Recherchen des Portals Netzpolitik.org auf insgesamt 20 Millionen Euro. Dieses Geld wird für die Entwicklung der App, die Anbindung der Gesundheitsämter sowie den SMS-Service zur Validierung der Telefonnummern der Anwender verwendet.

Der Chaos Computer Club forderte ein "umgehendes Moratorium" beim Einsatz der Luca-App. Die Vergabepraktiken in den Bundesländern müssten durch den Bundesrechnungshof überprüft werden. Niemand dürfe gezwungen werden, die App zu verwenden, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. "Für den Umgang mit hochsensiblen Gesundheits- und Bewegungsdaten verbietet sich der ländersubventionierte Roll-Out ungeprüfter Software von selbst."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

EuGH: Harte Flugzeuglandung ist nicht automatisch ein Unfall. Dies sei unabhängig von der Wahrnehmung einzelner Passagiere und gelte dann, wenn die Landung in "Einklang mit den für das betreffende Flugzeug geltenden Verfahren und Betriebsgrenzen" erfolgt sei, urteilten die europäischen Höchstrichter am Mittwoch in Luxemburg (Rechtssache C-70/20). LUXEMBURG - Eine harte Flugzeuglandung ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht automatisch ein Unfall - und rechtfertigt somit keinen Anspruch auf Schadenersatz. (Boerse, 12.05.2021 - 10:44) weiterlesen...

Baerbock fordert Klimaschutz-Sofortprogramm und mehr Investitionen. Im Bundeskanzleramt müsse in Zukunft "ein Klimaschutz-Sofortprogramm auf den Weg gebracht werden, damit man auch nicht nur die Ziele benennt, sondern die Maßnahmen, wie man diese Ziele erreichen soll", sagte Baerbock am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". BERLIN - Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat den Regierungsentwurf für das geänderte Klimaschutzgesetz kritisiert und mehr Investitionen für den Klimaschutz gefordert. (Wirtschaft, 12.05.2021 - 09:32) weiterlesen...

WHO: Indische Corona-Variante in mehr als 40 Ländern erfasst. Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor, teilte die Behörde in Genf am Dienstag mit. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Zuvor hatte die WHO nur zunächst in Großbritannien, Südafrika und Brasilien erfasste Varianten so bezeichnet. GENF - Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. (Boerse, 12.05.2021 - 08:13) weiterlesen...

Geht es wieder aufwärts? Steuerschätzer mit neuer Prognose für 2021. Im vergangenen Jahr war durch Lockdowns und die Konsumzurückhaltung der Bürger deutlich weniger Geld in die Staatskassen geflossen. Für das laufende Jahr erwarteten die Schätzer zuletzt eine leichte Erholung. Jetzt deutet sich an, dass Finanzminister Olaf Scholz (SPD) eventuell noch etwas mehr Geld zu verteilen hat, als bisher angenommen. BERLIN - Nach deutlichen Steuereinbrüchen aufgrund der Corona-Krise legen die Steuerschätzer am Donnerstag eine neue Prognose für die Einnahmen von Bund, Ländern und Kommunen vor. (Wirtschaft, 12.05.2021 - 06:35) weiterlesen...

Was das neue Klimagesetz im Einzelnen vorsieht - und was nicht. Um die Details wurde bis zuletzt gerungen. Es geht um stärkeren Klimaschutz bis zum Jahr 2030 und um neue Vorgaben, an die sich die einzelnen Wirtschaftssektoren - von der Energiewirtschaft bis zum Verkehr - halten müssen. Ein Überblick. BERLIN - Nur knapp zwei Wochen sind seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vergangen, nun soll das neue, nachgebesserte Klimaschutzgesetz an diesem Mittwoch durch das Bundeskabinett. (Wirtschaft, 12.05.2021 - 06:34) weiterlesen...

Amazon & Co.: EU-Gericht urteilt zu strittigen Steuervergünstigungen. Konkret sollen die Richter entscheiden, ob der luxemburgische Staat von der EU-Kommission gezwungen werden kann, vom weltgrößten Online-Händler Amazon nachfordern soll. LUXEMBURG - Das EU-Gericht fällt an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) zwei mit Spannung erwartete Urteile zu umstrittenen Steuervergünstigen für multinationale Konzerne in Luxemburg. (Boerse, 12.05.2021 - 06:34) weiterlesen...