Pharma, Biotechnologie

BERLIN - Die Epidemiologin Berit Lange vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung schließt nicht aus, dass es wegen der Omikron-Variante des Coronavirus im Januar wieder zur drastischeren Maßnahmen wie Schulschließungen kommen könnte.

15.12.2021 - 18:21:30

Experten sehen Problem in schneller Übertragbarkeit von Omikron. "Durch die schnelle Übertragbarkeit von Omikron kann das Geschehen ungemein schnell außer Kontrolle geraten, ohne dass man so richtig Reaktionszeit hat, wie wir das bisher meistens tatsächlich immer noch hatten", sagte sie am Mittwoch in einem Online-Gespräch mit Journalisten.

Auch wenn Schulschließungen zur Entlastung der Gesundheitssysteme der Erwachsenen immer ultima ratio sein sollten, müsse man sich jetzt auch darauf vorbereiten, "dass man möglicherweise in deutlicher anderer Form im Januar in den Schulbetrieb geht, als das aktuell noch geplant ist", sagte sie. "Diese Vorbereitung von Seiten der Schulbehörden ist wichtig, gerade um die schweren negativen Folgen zu minimieren, sollten tatsächlich Schließungen notwendig werden."

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Jörg Dötsch, sagte: "Es sieht aufgrund der südafrikanischen Daten nicht so aus, als sei Omikron bei Kindern schwerer im Verlauf. Dieser initiale Verdacht, dass Omikron die Kinder in Südafrika wesentlich schwerer krank macht, als das unter anderen Varianten der Fall war, hat sich nicht in der Form bestätigt." Die Variante sei aber erheblich ansteckender. "Und deswegen könnte es durchaus sein, dass wir noch einmal sehr stark ansteigende Infektionen auch unter den Kindern zu sehen bekommen."

Dötsch ist auch Mitglied des neuen Corona-Expertengremiums, das die Bundesregierung berät. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet eine Stellungnahme des Rats zu Omikron noch vor Weihnachten. "Die Kinder scheinen nicht schwer krank zu werden", sagte Dötsch mit Blick auf die Variante. "Das Problem für das gesamte Gesundheitssystem ist aber dennoch, dass in der hohen Anzahl von Infizierten die Gefahr der Überlastung besteht."

@ dpa.de

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