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BVMW

Berlin - Die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr, die Situation des Beschaffungswesens sowie Herausforderungen des wehrtechnischen Mittelstands im Bereich der Systeminstandsetzung standen im Mittelpunkt der Sitzung der Kommission Bundeswehr und Mittelstand des BVMW in Berlin.

22.04.2021 - 20:02:29

Ende der systematischen Benachteiligung des wehrtechnischen Mittelstands im Wettbewerb mit Konzernen macht Mittel frei zur Steigerung der Einsatzbereitschaft

Berlin - Die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr, die Situation des Beschaffungswesens sowie Herausforderungen des wehrtechnischen Mittelstands im Bereich der Systeminstandsetzung standen im Mittelpunkt der Sitzung der Kommission Bundeswehr und Mittelstand des BVMW in Berlin. Als Referenten nahmen erstmals Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Ausr?stung im Bundesministerium der Verteidigung, Andreas Schwarz MdB, Mitglied im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages f?r die SPD-Fraktion, sowie Dr. Dennis B?rjes, Leiter Governmental Relations und Public Affairs der FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH teil.

Zum Ergebnis erkl?rt der Kommissionsvorsitzende Ferdinand Munk (Gesch?ftsf?hrer G?nzburger Steigtechnik GmbH): "Mittelstand und Bundeswehr m?ssen alle M?glichkeiten zur intensiveren Abstimmung untereinander nutzen, sowohl im Sinne einer hundertprozentigen Auftragserf?llung bei der Landes- und B?ndnisverteidigung als auch zur St?rkung des wehrtechnischen Mittelstands in Deutschland."

Vizeadmiral Stawitzki erkl?rte, dass die Bundeswehr zur Sicherung der Einsatzbereitschaft auf den Mittelstand als leistungswilligen und leistungsf?higen Partner angewiesen sei und sie ohne den Mittelstand nicht sachgerecht ausger?stet werden k?nne. Fast 70 Prozent aller Auftr?ge vergibt die Bundeswehr an den Mittelstand. Im Jahr 2020 entsprachen die ?ber 7.300 Auftr?ge einem Beschaffungsvolumen von 2,2 Milliarden Euro.

Nach Einsch?tzung Schwarz' k?nnte die Corona-Krise finanzielle L?cken im Verteidigungshaushalt hinterlassen. Er zeigte sich besorgt, dass Deutschland seine Verpflichtungen im NATO-B?ndnis nicht einhalten k?nne. Daf?r w?ren bis zum Ende des Jahrzehnts R?stungsinvestitionen in H?he von 200 Milliarden Euro erforderlich, wie das Bundesverteidigungsministerium berechnet hat. Es brauche nun eine gut ausger?stete Bundeswehr.

B?rjes' legte dar, dass Instandsetzungsausschreibungen f?r Gro?systeme der Bundeswehr und deren Auftr?ge h?ufig an die Hersteller - oftmals Konzerne und gro?e Systemh?user - vergeben w?rden. Der so bewirkte Ausschluss des wehrtechnischen Mittelstands verhindere Wettbewerb und f?hre durch zu hohe Stundens?tze zu ?berh?hten Preisen. Durch eine marktbeherrschende Stellung der Erstausr?ster laufe die Bundeswehr zudem Gefahr, dass die Instandsetzung ihres wehrtechnischen Ger?ts wom?glich - aufgrund voller Auftragsb?cher oder anders gelagerter Priorit?ten - nicht schnell genug erfolge. Der vielfach kritisierten mangelnden materiellen Einsatzbereitschaft leiste dies mitunter Vorschub. Es stelle sich daher die Frage, warum der Bedarfsdecker eine Monopolisierung schaffe, sich einem fairen Wettbewerb verweigere und sich dadurch sehenden Auges in Abh?ngigkeit begebe. Der deutsche wehrtechnische Mittelstand m?sse entsprechend von der Politik und dem Bedarfsdecker gef?rdert und konsequenter bei Vergaben ber?cksichtigt bzw. zugelassen werden.

Kontakt: Dr. Hans-J?rgen V?lz (030-533 206 49, mailto:hans-juergen.voelz@bvmw.de )

Info: ( https://www.bvmw.de/ueber-uns/gremien/kommissionen/bundeswehr-und-mittelstand/ )

Pressekontakt:

BVMW Pressesprecher Eberhard Vogt Tel.: 030 53320620 Mail: mailto:presse@bvmw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/51921/4896712 BVMW

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