Spanien, Deutschland

BERLIN - Die deutsche Wirtschaft stellt sich zunehmend auf einen ungeregelten Austritt Großbritanniens aus der EU ein - und will das Schlimmste verhindern.

13.09.2019 - 14:01:25

DIHK-Präsident warnt vor 'Schock' für Firmen bei ungeregeltem Brexit. "Mit Blick auf das schnell näher rückende Austrittsdatum müssen wir unsere Kräfte bündeln, um auch die Unternehmen zu erreichen, die sich bisher noch nicht auf den Brexit vorbereitet haben", schreibt DIHK-Präsident Eric Schweitzer an die Spitzen der Industrie- und Handelskammern. Ein ungeregelter Brexit mit Wirkung Anfang November sei "leider ein sehr wahrscheinliches Szenario", heißt es in dem Brief vom Freitag. Er lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Handelsrechtlich werde das Vereinigte Königreich Anfang November mit hoher Wahrscheinlichkeit über Nacht zum Drittstaat und erhalte damit quasi von einer Minute auf die andere den gleichen Status wie beispielsweise die Mongolei oder Kambodscha. "Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft dürfte dies von vielen Unternehmen auf allen Seiten als große Herausforderung, wenn nicht sogar als Schock erlebt werden - nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Deutschland."

Nicht nur Zölle in Höhe von mehreren Milliarden Euro, sondern auch Zollbürokratie in Höhe von rund 200 Millionen Euro jährlich kämen bei einem ungeregelten Brexit nach DIHK-Schätzungen auf deutsche Unternehmen zu.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Hoffnung im Brexit-Streit - aber noch keine Fortschritte (Aktualisierung) (Wirtschaft, 20.09.2019 - 19:23) weiterlesen...

Größte britische Oppositionspartei tagt in Brighton. Dabei ist Zoff um den Brexit programmiert. Die größte britische Oppositionspartei ist tief zerstritten, wenn es um den geplanten EU-Austritt des Landes geht. Während sich ein großer Teil des Führungszirkels in der Parlamentsfraktion klar für eine Abkehr vom Brexit einsetzt, will sich Parteichef Jeremy Corbyn weiterhin nicht festlegen. BRIGHTON - Die britischen Sozialdemokraten treffen sich von diesem Samstag (ab 15.30 Uhr MESZ) an in Brighton zum Labour-Parteitag. (Wirtschaft, 20.09.2019 - 19:14) weiterlesen...

Industrie unterstützt Selbstverpflichtung zum Plastikrecycling. Mehr als 100 Partner, darunter Mittelständler, Konzerne und Verbände, unterstützten eine entsprechende Selbstverpflichtung, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Sie nennt das Bündnis "Circular Plastics Alliance". BRÜSSEL - Im Kampf gegen den Plastikmüll nimmt die EU-Kommission die Industrie dafür in die Pflicht, bis 2025 mindestens zehn Millionen Tonnen Kunststoffe jährlich tatsächlich in neuen Produkten wiederzuverwenden. (Wirtschaft, 20.09.2019 - 14:51) weiterlesen...

STICHWORT: Hexensabbat - der große Verfallstag an den Terminbörsen. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf denselben Tag fällt. FRANKFURT - Heute ist wieder Hexensabbat: An diesem Tag laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen aus. (Boerse, 20.09.2019 - 07:13) weiterlesen...

Rüstungsindustrie beklagt Ansehensverlust durch Exportstopp. Damit werde Deutschland als Kooperationspartner auf Augenhöhe zunehmend unattraktiver und es drohe der Ausschluss von europäischen Gemeinschaftsprojekten, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV), Hans Christoph Atzpodien, der Deutschen Presse-Agentur. BERLIN - Die deutsche Rüstungsindustrie hat die Verlängerung des Exportstopps für Saudi-Arabien scharf kritisiert. (Boerse, 20.09.2019 - 06:32) weiterlesen...

Annäherung zwischen Berlin und Paris bei Regeln für Rüstungsexporte. Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sprach am Donnerstag in Paris sogar von einer Abmachung, nannte aber keine Details. PARIS - Berlin und Paris nähern sich beim Ringen um gemeinsame Regeln für Rüstungsexporte an. (Boerse, 19.09.2019 - 17:15) weiterlesen...