Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Die Debatte über die Unions-Kanzlerkandidatur nimmt wieder an Fahrt auf.

08.11.2019 - 06:31:24

Rückenwind für Merz in Debatte über Unions-Kanzlerkandidatur. Einer Infratest Dimap-Umfrage zufolge trauen nicht nur die Unions-Anhänger, sondern auch die Bundesbürger insgesamt dem Sauerländer am ehesten die Kandidatur zu. In der Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend schnitt die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei allen Bürgern am schlechtesten ab. Merz äußerte sich zu seinen eigenen Ambitionen indirekt.

Allerdings sind diejenigen Bundesbürger, die Merz für keinen guten Kanzlerkandidaten halten, mit 43 Prozent sogar leicht vorn - denn nur 42 Prozent sagen, Merz sei dafür gut geeignet. Kramp-Karrenbauer findet bei den Befragten aber die geringste Zustimmung: Nur 19 Prozent halten sie für eine gute Kanzlerkandidatin. Fast drei Viertel (74 Prozent) sind der Meinung, die Verteidigungsministerin wäre keine gute Kanzlerkandidatin.

Bayerns Ministerpräsident, der CSU-Vorsitzender Markus Söder, wäre nach Meinung von 29 Prozent ein guter Kanzlerkandidat, wie aus der Umfrage hervorgeht. 53 Prozent der Befragten sind gegenteiliger Meinung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn halten 27 Prozent für einen guten Kanzlerkandidaten. 60 Prozent der Befragten finden, er sei kein guter Kandidat. Den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet halten 23 Prozent für einen guten Kanzlerkandidaten. 45 Prozent tun das nicht.

Betrachtet man nur die Meinungen der Unions-Anhänger, liegt der Umfrage zufolge ebenfalls Merz an der Spitze. 50 Prozent sagen, er wäre ein guter Kanzlerkandidat. Es folgt Markus Söder mit 35 Prozent vor Jens Spahn und Annegret Kramp-Karrenbauer mit je 31 Prozent. Laschet trauen 29 Prozent der CDU/CSU-Anhänger zu, ein guter Kanzlerkandidat zu sein.

Merz sagte bei der Podiumsdiskussion in Passau, auch ein Sonderparteitag könne über die Kanzlerkandidatur entscheiden. Zugleich wies er Spekulationen zurück, er säge am Stuhl von Kramp-Karrenbauer und plane auf dem CDU-Parteitag Ende des Monats einen Putsch. Das sei "einfach Unsinn", sagte Merz. "Es sind Gerüchte ohne jede Substanz." Er fügte hinzu: "Die CDU stürzt ihre Vorsitzenden nicht." Er selbst nehme nur als Delegierter der CDU des Hochsauerlandkreises an dem Bundesparteitag teil, werde sich aber an der Diskussion aktiv beteiligen.

Im Interview mit der Nachrichtenseite n-tv.de sprach er sich zudem erstmals klar gegen eine Urwahl zur Kanzlerkandidatur der Union aus. "Urwahlen sind für uns kein geeignetes Instrument bei Personalentscheidungen." Er stellte sich damit gegen die Junge Union, die einen entsprechenden Antrag auf dem Parteitag in Leipzig einbringen will.

Allerdings halte er ein Verfahren wie das von 2018 zur Wahl des Parteivorsitzes über Regionalkonferenzen mit abschließendem Parteitagsbeschluss für das Beste. "Daran sollten wir auch wieder anknüpfen." Nur so bleibe die CDU Volkspartei. "Und deshalb ist das letzte Jahr für mich auch ein Modell für die Zukunft, bei wichtigen Sachfragen und auch bei zukünftigen Personalentscheidungen." Ein solches Verfahren böte ihm ebenfalls die Möglichkeit, in das Rennen um die Kanzlerkandidatur einzusteigen.

Derweil ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid für das Nachrichtenmagazin "Focus", dass eine Mehrheit der Deutschen dafür ist, dass die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl mit einem eigenen Kanzlerkandidaten antreten. Demnach befürworten 53 Prozent, dass die Grünen einen Kanzlerkandidaten oder eine Kanzlerkandidatin aufstellen. 37 Prozent sind dagegen, zehn Prozent haben dazu keine Meinung. Den größten Zuspruch gibt es von Anhängern der Grünen. Demnach sind 86 Prozent der Grünen-Wähler für einen Kanzlerkandidaten ihrer Partei, zehn Prozent lehnen das ab.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

CDU will private Altersvorsorge stärkern - Notfalls Pflicht. Ihr Parteitag in Leipzig beschloss am Freitag einen entsprechenden Antrag, wonach die private Vorsorge effizienter gemacht und verbindlicher gestaltet werden soll. LEIPZIG - Die CDU will die private Altersvorsorge stärken und notfalls langfristig zur Pflicht machen. (Wirtschaft, 22.11.2019 - 21:29) weiterlesen...

Labour-Chef Corbyn will bei zweitem Brexit-Referendum neutral bleiben. Er werde eine "neutrale Haltung" einnehmen, damit er das Ergebnis "glaubwürdig umsetzen" könne, sagte der Oppositionsführer bei einer TV-Fragestunde in der BBC am Freitagabend. LONDON - Der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, will sich bei einem zweiten Brexit-Referendum weder für noch gegen den EU-Austritt seines Landes einsetzen. (Wirtschaft, 22.11.2019 - 21:05) weiterlesen...

Gut zwei Drittel der Berliner finden Mietendeckel gut. Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts infratest dimap im Auftrag von RBB und "Berliner Morgenpost" begrüßen mehr als 70 Prozent der Befragten das Vorhaben, die Mieten fünf Jahre lang einzufrieren und Miet-Obergrenzen einzuführen. Allerdings rechnen 61 Prozent der Befragten damit, dass mit Einführung des Mietendeckels weniger in die Instandhaltung von Wohnungen investiert wird. Lediglich 29 Prozent gehen davon aus, dass durch das Gesetz die Mieten langfristig sinken. BERLIN - Der von der rot-rot-grünen Landesregierung geplante Mietendeckel kommt bei der Mehrheit der Berliner gut an. (Boerse, 22.11.2019 - 20:36) weiterlesen...

CDU-Politiker Ziemiak: Werden über keinen neuen Koalitionsvertrag verhandeln. "Es gibt mit der CDU keine Verhandlungen über einen neuen Koalitionsvertrag", sagte Ziemiak am Freitag auf dem CDU-Parteitag in Leipzig. Das würden die Menschen sonst nicht mehr verstehen. LEIPZIG - CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat an die Adresse der SPD gerichtet Verhandlungen über einen neuen Koalitionsvertrag ausgeschlossen. (Wirtschaft, 22.11.2019 - 19:15) weiterlesen...

Trump will sicher mit Pence als Vize bei Wahl 2020 antreten. "Er ist unser Mann", sagte Trump am Freitag in einem fast einstündigen Telefonat mit dem US-Fernsehsender Fox News. "Mike Pence ist ein großartiger Vizepräsident." Trump wies damit Gerüchte zurück, er könne Pence womöglich gegen die frühere US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, austauschen, die Ambitionen auf das Stellvertreter-Amt habe. Trump lobte Haley allerdings ausdrücklich und versicherte, sie werde eng eingebunden. Nikki Haley werde in irgendeiner Form zurückkehren. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump hat bekräftigt, dass er bei der Wahl im kommenden Jahr erneut im Duo mit Vizepräsident Mike Pence antreten will. (Wirtschaft, 22.11.2019 - 17:50) weiterlesen...

Assad-Familie soll in Spanien wegen Geldwäsche auf die Anklagebank. Ein Richter am Nationalen Staatsgerichtshof in Madrid schlug am Freitag zum Abschluss seiner Ermittlungen vor, ein Strafverfahren einzuleiten - gegen den früheren Verteidigungsminister und Vizepräsidenten von Syrien, Rifaat al-Assad, der ein Onkel von Baschar al-Assad ist, sowie gegen 13 weitere Personen. Die Staatsanwaltschaft hat nun zehn Tage Zeit, um die Eröffnung des Prozesses zu beantragen. MADRID - Zahlreiche Angehörige des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sollen in Spanien wegen Geldwäsche in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro auf die Anklagebank. (Boerse, 22.11.2019 - 17:46) weiterlesen...