Regierungen, Deutschland

BERLIN - Die Bildungsgewerkschaft VBE hat die künftige Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) dazu aufgefordert, "mutig, zügig und ehrlich" bestehende Probleme im Bildungsbereich anzugehen.

08.12.2021 - 05:54:30

Bildungsverband VBE erwartet 'Taten' von neuer Bildungsministerin. Den positiven Ansätzen im Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien müssten nun schnell Taten folgen, sagte der Vorsitzende Udo Beckmann der Deutschen Presse-Agentur. "Der Koalitionsvertrag bietet viel Gutes.

Die neue Bundesregierung soll an diesem Mittwoch vereidigt werden. Stark-Watzinger ist als Nachfolgerin der bisherigen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vorgesehen. Im Koalitionsvertrag haben sich SPD, Grüne und FDP zum Beispiel vorgenommen, die Zusammenarbeit von Kommunen, Ländern und Bund in der Bildung zu verbessern.

Aus dem bestehenden Kooperationsverbot müsse ein Kooperationsgebot werden, forderte Beckmann. Über gesetzliche Regelungen solle es dem Bund leichter möglich gemacht werden, sich an der Finanzierung von Großprojekten im Bildungswesen zu beteiligen. Bildung liegt in Deutschland größtenteils in der Hand der Länder.

Wichtig sei zudem, dass der Bund den Fokus auf die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse richte. "Es darf nicht sein, dass der Wohnort eines Kindes über dessen Bildungserfolg mitentscheidet." Verschuldete Kommunen müssten daher stärker unterstützt werden. Im Kampf gegen den Lehrkräftemangel im Land fordert der VBE "nachhaltige Personalgewinnungsmaßnahmen" unter anderem durch mehr Studienplätze.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt nach eigenen Angaben als Gewerkschaft die Interessen von rund 164 000 Pädagoginnen und Pädagogen in Deutschland.

@ dpa.de

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