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Berlin - Die beiden deutschen Agrarchemiekonzerne Bayer und BASF entwickeln und vermarkten hochgef?hrliche Pestizidwirkstoffe, die die Gesundheit von Landarbeiter*innen, Bauern und B?uerinnen in Brasilien, Mexiko und S?dafrika sch?digen.

26.04.2021 - 10:07:39

Gesundheitssch?den als Exportmodell / Neue Studie enth?llt: Trotz EU-Verbot und Selbstverpflichtungen profitieren Bayer und BASF vom Handel mit hochgef?hrlichen Pestizidwirkstoffen

Berlin - Die beiden deutschen Agrarchemiekonzerne Bayer und BASF entwickeln und vermarkten hochgef?hrliche Pestizidwirkstoffe, die die Gesundheit von Landarbeiter*innen, Bauern und B?uerinnen in Brasilien, Mexiko und S?dafrika sch?digen. Das belegt eine Studie, die INKOTA, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, und PAN Germany anl?sslich der Bayer-Hauptversammlung ver?ffentlichen. Die Herausgeber fordern die Bundesregierung auf, den Export von solchen Pestizidwirkstoffen aus Deutschland zu verbieten, die in der EU aus Gesundheits- oder Umweltschutzgr?nden verboten sind und sich f?r einen EU-weiten Exportstopp einzusetzen.

"Es ist ein Skandal, dass Pestizidwirkstoffe, die in der EU aus gutem Grund verboten sind, in Deutschland produziert und in Drittl?nder exportiert werden d?rfen. Wir brauchen einen sofortigen Exportstopp von hochgef?hrlichen Wirkstoffen aus Deutschland und der EU", sagt Wiebke Beushausen von der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA-netzwerk. "Dass die Bundesregierung trotz akuten Handlungsbedarfs nicht t?tig wird, ist grob fahrl?ssig. Die Doppelstandards im Handel mit Pestizidwirkstoffen sind symptomatisch f?r eine verantwortungslose Wirtschaftspolitik, die deutsche und europ?ische Exportinteressen ?ber die Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten stellt."

Die Recherchen der Autor*innen zeigen, dass Bayer und BASF f?r die Vermarktung und teils Entwicklung von mindestens 33 Pestizidwirkstoffen verantwortlich sind, die eine akute Bedrohung f?r die menschliche Gesundheit darstellen. Viele dieser Wirkstoffe sind bereits bei geringer Dosierung t?dlich, andere gelten als wahrscheinlich krebserregend, erbgutsch?digend oder reproduktionstoxisch. In Brasilien, Mexiko und S?dafrika lassen sich mindestens acht dieser Wirkstoffe in den Pestizidportfolios der beiden Unternehmen nachweisen. Darunter Glufosinat und Spirodiclofen.

"Pestizidwirkstoffe, die in der EU wegen ihrer Giftigkeit verboten sind, d?rfen nicht in der Welt verbreitet werden, nur weil damit einige wenige Agrarchemiekonzerne Kasse machen. Den Preis daf?r bezahlen Bauern und B?uerinnen sowie Landarbeiter*innen im globalen S?den mit ihrer Gesundheit", betont Jan Urhahn, Agrarexperte der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Auf Weinfarmen in der Provinz Westkap in S?dafrika kommt unter anderem das Insektizid Tempo SC von Bayer in gro?em Stil zum Einsatz. Es enth?lt den hochgiftigen Wirkstoff (Beta-)Cyfluthrin, der schon in einer geringen Dosierung t?dlich ist. "Auf einigen Farmen werden Landarbeiter*innen selbst dann in die Weinberge geschickt, wenn gleichzeitig hochgef?hrliche Pestizide gespr?ht werden. Die vermeintlich "sichere" Anwendung von hochgef?hrlichen Pestiziden ist im globalen S?den eine Illusion. Den Konzernen ist das bekannt. Trotzdem nutzen sie die schw?cheren Regulierungen in den L?ndern des globalen S?dens aus, um dort mit hochgef?hrlichen Pestiziden Gewinne auf Kosten von Mensch und Umwelt zu machen", so Urhahn. Nach neuesten wissenschaftlichen Sch?tzungen erleiden global j?hrlich 385 Millionen Menschen eine unbeabsichtigte akute Pestizidvergiftung.

Obwohl sich Bayer 2013 ?ffentlich verpflichtet hatte, keine Wirkstoffe von hoher akuter Giftigkeit (WHO-Kategorien 1A/1B) mehr zu vermarkten, geschieht dies weiterhin: Unter anderem liefert Bayer den Wirkstoff Fenamiphos nach Brasilien, der dort von einem anderen Unternehmen verarbeitet und als NEMACUR vermarktet wird. Trotz der gro?en Intransparenz auf dem internationalen Pestizidmarkt gelang es den Autor*innen, am Beispiel von Fenamiphos den verdeckten Handel mit diesem hochgef?hrlichen Bayer-Wirkstoff nachzuweisen. Obwohl Bayer selbst keine Pestizide mit dem Wirkstoff vertreibt, gelangt der urspr?ngliche Bayer-Wirkstoff Fenamiphos ?ber die Pestizidprodukte anderer Hersteller in Brasilien auf den Markt. "Die freiwilligen Selbstverpflichtungen, sind oft nur leere Versprechen. Es braucht ein v?lkerrechtlich verbindliches, globales Produktions-, Lagerungs- und Exportverbot f?r hochgef?hrliche Pestizidwirkstoffe", sagt Peter Clausing, Toxikologe bei PAN Germany."

Studie: "Doppelstandards und Ackergifte von Bayer und BASF: Ein Blick hinter die Kulissen des internationalen Handels mit Pestizidwirkstoffen" herunterladen (htt ps://www.inkota.de/fileadmin/user_upload/Presse/Pressemitteilungen/INKOTA-Studie -Doppelstandards-und-Ackergifte-von-Bayer-und-BASF.pdf)

Pressemitteilung als PDF herunterladen (https://www.inkota.de/fileadmin/user_upl oad/Presse/Pressemitteilungen/20210426-PM-Gesundheitsschaeden-als-Exportmodell.p df)

Pressekontakt:

Wiebke Beushausen, INKOTA-netzwerk, Mobil: +49 176 85 98 12 63, E-Mail: beushausen@inkota.de Peter Clausing, PAN Germany, Mobil: +49 176 43 79 59 32, E-Mail: pcl@jpberlin.de Jan Urhahn, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mobil: (Whatsapp): +27 79 63 89 97 6 oder (Signal und Telegram): +49 176 70 61 03 81, E-Mail: jan.urhahn@rosalux.org

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/70663/4898576 INKOTA-netzwerk e.V.

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