Produktion, Absatz

BERLIN - Der Wirtschaftsrat der CDU sieht den massiven Anstieg der Strompreise zunehmend als Gefahr für Bürger und Wirtschaft.

02.01.2022 - 14:27:27

CDU-Wirtschaftsrat: Anstieg der Strompreise Gefahr für Wirtschaft. Das sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der Deutschen Presse-Agentur: "Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden und weitere fatale Folgen für unseren industriellen Standort abzuwenden, muss die Ampelkoalition jetzt gegensteuern.

In Deutschland gebe es die mit Abstand höchsten Strompreise in ganz Europa. "Das stellt einen erheblichen Nachteil für Unternehmen dar, welche bereits heute innovative Technologien und Lösungsansätze anbieten."

Die Stromsteuer müsse auf ein europäisches Minimum abgesenkt werden, forderte Steiger. Einnahmen aus dem europäischen Emissionshandel müssten für die Förderung der erneuerbaren Energien verwendet werden und so als Basis für ein marktwirtschaftliches Förderprogramm fungieren.

Steiger nannte außerdem die hohen Preise für Benzin und Diesel besorgniserregend. "Wenn die Energiepreise weiter ansteigen, verteuert das den Faktor Mobilität vehement. Dies schadet nicht nur dem logistischen Sektor, sondern stellt auch eine hohe Belastung für Arbeitnehmer dar, welche aufgrund mangelnder Alternativen auf das Pkw angewiesen sind." Die Koalition sollte diesen Aspekt in den ersten Tagen der neuen Legislatur nicht aus den Augen verlieren und auf Entlastungen hinarbeiten.

Steiger warnte außerdem bei der Klima- und Energiepolitik vor falschen Weichenstellungen, die Europa als "wirtschaftliches Kraftzentrum" massiv schwächen könnten. "Während in Europa weiterhin über die Nachhaltigkeit von Atomkraft und Erdgas gestritten wird, vereinbart die USA mit China langfristige Verträge zur Lieferung von Flüssigerdgas. Wenn die Europäische Kommission das Risiko von dauerhaft hohen Energiepreisen und fehlender Versorgungssicherheit bei ihren Entscheidungen ignoriert, hätte das fatale Folgen." Klimapolitik müsse immer auch Außenpolitik sein.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

IBM erfreut Anleger mit kräftigem Umsatzsprung. In den drei Monaten bis Ende Dezember legten die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar (14,8 Mrd Euro) zu, wie das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss in Armonk mitteilte. Unter dem Strich verdiente IBM 2,3 Milliarden Dollar und damit gut eine Milliarde mehr als vor einem Jahr. Damals hatte das Quartalsergebnis allerdings auch stark unter hohen Kosten für den Konzernumbau gelitten. ARMONK - Eine starke Nachfrage nach Cloud-Software und IT-Services hat dem Computer-Urgestein IBM sein größtes Umsatzplus seit Jahren beschert. (Boerse, 24.01.2022 - 22:57) weiterlesen...

Flughafen Stuttgart rechnet 2022 mit Erholung und mehr Passagieren. Im vergangenen Jahr landeten und starteten rund 3,58 Millionen Menschen am größten baden-württembergische Flughafen, wie der Airport am Montag mitteilte. Vor der Pandemie, im Jahr 2019, begrüßte der Flughafen noch 12,72 Millionen Passagiere. Die Passagierzahlen im vergangenen Jahr stiegen im Vergleich zu 2020 um 11,5 Prozent. STUTTGART - Der Stuttgarter Flughafen hat wegen der Corona-Pandemie 2021 erneut deutlich weniger Fluggäste als vor der Krise gezählt. (Boerse, 24.01.2022 - 18:06) weiterlesen...

England streicht Testpflicht nach Einreise für Geimpfte. LONDON - Für geimpfte Einreisende nach England gibt es künftig eine Hürde weniger. Die verpflichtenden Corona-Tests, die bislang nach der Einreise gemacht werden müssen, sollen ersatzlos entfallen, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Montag ankündigte. Die Änderung soll am 11. Februar um 5.00 Uhr (MEZ) in Kraft treten. England streicht Testpflicht nach Einreise für Geimpfte (Boerse, 24.01.2022 - 18:06) weiterlesen...

ROUNDUP/Kreml: Russland will auch bei Sanktionen Gas nach Europa liefern. "Russland hat in den schwierigsten Momenten der Konfrontation zwischen Ost und West seine Vertragsverpflichtungen tadellos erfüllt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. "Russland hat noch nie einen Grund gegeben, an seiner Zuverlässigkeit zu zweifeln." Moskau betont immer wieder, dass auch im Kalten Krieg in der Konfrontation zwischen Sowjetunion und Bundesrepublik das Gas immer geflossen sei. MOSKAU/ESSEN - Der Kreml hat Befürchtungen auch in Deutschland zurückgewiesen, Russland könnte im Fall von Sanktionen den Gashahn zudrehen. (Boerse, 24.01.2022 - 17:42) weiterlesen...

Verbraucherschützer kritisieren Handelsvorgaben für Obst und Gemüse. In zwei aktuellen Veröffentlichungen bemängeln beide Stellen, dass es in den Supermärkten in Deutschland noch zu wenig Obst und Gemüse mit "Makeln" gebe. Die Ursache dafür sehen UBA und Verbraucherzentralen in "zahlreichen selbstgesetzten Vorgaben" des Handels, heißt es. BERLIN - Das Umweltbundesamt (UBA) und die Verbraucherzentralen fordern den Handel dazu auf, von seinen strengen Vorgaben zum "perfekten Aussehen" von Obst und Gemüse abzurücken, um Lebensmittelverluste zu vermeiden. (Boerse, 24.01.2022 - 17:18) weiterlesen...

Regierungspräsidentin bremst beim Thema Lithiumgewinnung am Oberrhein. "Soweit sind wir noch nicht, dass wir da einen Haken dranmachen können", sagte sie am Montag. Es sei noch keine Zeit für "Goldgräberstimmung". Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau ist beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelt und landesweit für die Genehmigung von Bohrungen zuständig. FREIBURG - Die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer (parteilos) tritt bei der möglichen Gewinnung von Lithium aus Tiefenwasser im Oberrheingraben auf die Bremse. (Boerse, 24.01.2022 - 17:14) weiterlesen...