Regierungen, Medizintechnik

BERLIN - Der Virologe Christian Drosten hat auf eine begrenzte Aussagekraft von Antigen-Schnelltests zum Erkennen einer Coronavirus-Infektion hingewiesen.

21.11.2021 - 14:46:27

Drosten verweist auf begrenzte Aussagekraft von Antigen-Schnelltests. "Vor Symptombeginn sind Schnelltests einfach nicht empfindlich genug. Daher meine Zweifel an 3G", schrieb er am Samstag auf Twitter mit Bezug auf Regeln, die Geimpften, Genesenen und Getesteten Zugang zu Einrichtungen oder Veranstaltungen gewähren.

Hinsichtlich des Einsatzes solcher Schnelltests bei Geimpften sagte er der "Bild": "Es sieht nach meiner vorläufigen Einschätzung so aus, als ob Infektionen bei Geimpften gerade in den ersten Tagen der Infektion nicht so gut durch den Antigen-Schnelltest nachzuweisen sind. Leider ist die Studienlage dazu aber noch nicht ausreichend."

Vor dem Hintergrund hoher Zahlen an Corona-Neuinfektionen hatte der Bundesrat am Freitag für das umstrittene, von SPD, Grünen und FDP vorgelegte Infektionsschutzgesetz gestimmt. Das bedeutet 3G am Arbeitsplatz, in Bussen und Zügen. Zudem dürfen Geimpfte und Genesene nach den Beschlüssen des Bundes mit den Ländern unter bestimmten Umständen, die sich an der Belastung der Kliniken orientieren, nur mit einem negativen Testergebnis in bestimmte Veranstaltungen oder Einrichtungen (2G plus).

Der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Laborärzte, Andreas Bobrowski, sagte "Bild", gerade bei asymptomatischen Patienten sei der PCR-Test dem Antigen-Schnelltest deutlich überlegen. "Hier stellt die deutlich geringere Sensitivität eines Antigen-Schnelltestes ein Problem dar." Der Virologe an der Universität Hamburg, Jonas Schmidt-Chanasit, sagte: "In kritischen Bereichen wie Altenheimen oder Kliniken sollte man daher auf zuverlässigere PCR-Pooltests setzen." Dabei werden Proben mehrerer Personen gleichzeitig geprüft und nur bei einem positiven Ergebnis noch einmal einzeln untersucht.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

USA verkünden diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele in China. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte am Montag in Washington, die Regierung von Präsident Joe Biden werde keine diplomatischen oder offiziellen Vertreter zu den Olympischen Spielen nach China schicken. Hintergrund seien der fortdauernde "Genozid" in der autonomen Region Xinjiang und andere Menschenrechtsverletzungen. WASHINGTON - Die USA haben einen diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele in China im kommenden Jahr angekündigt. (Boerse, 06.12.2021 - 20:42) weiterlesen...

IWF-Chefin spricht sich für Reform der EU-Schuldenregeln aus. Die Fiskalregeln müssten angepasst werden, um die wirtschaftliche Realität nach der Pandemie zu reflektieren, sagte Georgiewa bei einer Pressekonferenz am Montag in Brüssel. "Die Anwendung der jetzigen Regeln würde eine unrealistisch große und kontraproduktive Belastung für einige hoch verschuldete Staaten darstellen", sagte die Ökonomin am Rande eines Treffens der Finanz- und Wirtschaftsminister der Eurozone. BRÜSSEL - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, hat sich für eine Reform der strengen EU-Regeln für Haushaltsausgaben ausgesprochen. (Wirtschaft, 06.12.2021 - 19:58) weiterlesen...

Vor Videogipfel: USA warnen Putin vor Eskalation in Ukraine-Krise. US-Präsident Joe Biden werde seinem russischen Kollegen Wladimir Putin beim Videogipfel an diesem Dienstag deutlich machen, dass die Kosten sehr hoch ausfallen würden, "sollte Russland sich für ein solches Vorgehen entscheiden", sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter am Montag. Dann müsse Putin mit "erheblichen wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen sowohl der Europäer als auch der Vereinigten Staaten" rechnen. Biden werde in dem Gespräch aber auch betonen, dass es in der Krise einen diplomatischen Weg gebe. WASHINGTON - Die USA drohen Russland im Fall einer militärischen Eskalation im Ukraine-Konflikt mit schwerwiegenden Konsequenzen. (Wirtschaft, 06.12.2021 - 19:09) weiterlesen...

Testpflicht-Befreiung nach Booster-Impfung könnte Schule machen. Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) kündigte nach einer Konferenz der Gesundheitsminister am Montag an, dass der Freistaat diese Möglichkeit prüfen werde. Auch der designierte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) habe bei der Konferenz einen entsprechenden Hinweis gegeben. MÜNCHEN - Die Befreiung von verpflichtenden Corona-Tests für Menschen mit Booster-Impfung soll möglicherweise von bislang drei Bundesländern auf andere ausgeweitet werden. (Wirtschaft, 06.12.2021 - 18:39) weiterlesen...

Sonderlösung für Grenzpendler nach Luxemburg zunächst weiter gültig. Eine entsprechende Vereinbarung vom Oktober 2020 zwischen der Bundesrepublik und dem Großherzogtum zur Vermeidung der Doppelbesteuerung ist weiter gültig, wie das saarländische Finanzministerium in Saarbrücken am Montag mitteilte. Demnach gelten Arbeitstage, an denen Grenzpendler wegen der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten, als Arbeitstage in Luxemburg. SAARBRÜCKEN - Die steuerliche Sonderlösung für Grenzpendler nach Luxemburg bleibt vorerst bestehen. (Wirtschaft, 06.12.2021 - 18:34) weiterlesen...

New York City: Erste Impfpflicht für Angestellte der Privatwirtschaft. "Wir werden eine landesweit einmalige Maßnahme ankündigen: Unser Gesundheitsbeauftragter wird eine Impfpflicht für alle Arbeitgeber im privaten Sektor einleiten", sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag dem TV-Sender MSNBC. NEW YORK - Die US-Ostküstenmetropole New York will eigenen Angaben zufolge die erste Impfpflicht des Landes für Angestellte privater Unternehmen einführen. (Wirtschaft, 06.12.2021 - 17:37) weiterlesen...