Uniper, DE000UNSE018

BERLIN - Der Umweltverband Greenpeace hat die Wiederinbetriebnahme von Steinkohlekraftwerken für die Stromversorgung als notwendig bezeichnet.

29.08.2022 - 09:17:26

Greenpeace hält Wiederbetrieb von Steinkohlekraftwerken für nötig. "Es ist bitter, aber unumgänglich, dass bereits stillgelegte Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen", sagte Karsten Smid, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace, am Montag.

Damit daraus kein Rückschritt für den Klimaschutz werde, müssten jedoch die jetzt zwangsläufig entstehenden zusätzlichen Emissionen in den folgenden Jahren ausgeglichen werden, sagte Smid angesichts der geplanten Wiederinbetriebnahme von Steinkohlekraftwerken in Bexbach (Saarland) und Heyden (Nordrhein-Westfalen).

Greenpeace fordert aber, auf das Anfahren von Braunkohlekraftwerken für die Stromversorgung zu verzichten. "Für eine sichere Stromversorgung muss kein einziges der besonders klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke wieder angefahren werden - um die beschlossenen Klimaziele zu erreichen, dürfen sie auf keinen Fall neu befeuert werden", sagte Smid. "Die hohen Preise für Gas und Strom erzwingen einen sparsamen Umgang mit Energie und machen Wind- und Sonnenstrom konkurrenzlos günstig", sagte der Greenpeace-Experte.

Die Bundesregierung will Strom wieder vermehrt aus Kohle produzieren lassen, um in der Energiekrise Gas zu sparen. Seit dem 14. Juli erlaubt eine Verordnung, dass Steinkohlekraftwerke aus der sogenannten Netzreserve wieder in Betrieb gehen können.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Regierungssprecher zu Gasumlage: Regierung arbeitet an Gesamtlösung. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte am Mittwoch in Berlin, durch den Stopp der russischen Gaslieferungen und die "Havarie" der Nord-Stream-Pipeline habe sich die Situation am deutschen Gasmarkt auf absehbare Zeit sehr nachhaltig verändert. Die Bundesregierung arbeite daher mit Hochdruck an einer "Gesamtlösung". Diese habe zum Ziel, die Verbraucherinnen und Verbraucher und Unternehmen vor den hohen Gaspreisen zu schützen, den Gasmarkt zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten. BERLIN - Gaskunden haben weiter keine Klarheit zur umstrittenen Gasumlage. (Boerse, 28.09.2022 - 13:57) weiterlesen...

Union wirft Ampel Chaos bei Gasumlage vor. "Alle Ampelparteien haben die Gasumlage öffentlich abgesagt, aber niemand bekennt Farbe", sagte der energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Jung, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Im Klima- und Energieausschuss des Bundestags stimmten die Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP gegen einen Antrag der Union zur Abschaffung der Umlage. Das wurde in Koalitionskreisen bestätigt. BERLIN - Die Union hat der Ampel Chaos bei der Gasumlage vorgeworfen. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 13:18) weiterlesen...

SPD erwartet dreistellige Milliardenkosten für Gaspreisdeckelung. "Es ist von vielen Parametern abhängig, über welches Volumen wir sprechen", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion, Katja Mast, am Mittwoch in Berlin. "Ich gehe am Ende von einem dreistelligen Milliardenbetrag aus." Dies gelte voraussichtlich auf ein Jahr gerechnet. BERLIN - Die SPD im Bundestag geht von hohen Milliardenkosten für die erwogene Deckelung der Gaspreise in Deutschland aus. (Boerse, 28.09.2022 - 12:42) weiterlesen...

Bundesregierung verhandelt weiter über Abschaffung der Gasumlage. Bisher gibt es dazu keine Einigung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Koalitionskreisen erfuhr. Entgegen der Planungen standen Änderungen an der Umlage nicht auf einer von der Regierung versandten Liste mit Kabinettsthemen. Ursprünglich wollte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der Gasumlage "Trittbrettfahrer" ausschließen - profitable Firmen, die gar keine Unterstützung brauchen. Dazu sollte das Energiesicherungsgesetz geändert werden. BERLIN - Die Bundesregierung verhandelt weiter über eine mögliche Abschaffung der Gasumlage. (Wirtschaft, 28.09.2022 - 10:56) weiterlesen...

Habeck: Alternative zur Gasumlage finanziell 'kein Hexenwerk'. Er sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur, der Umlagen-Zweck der Stabilisierung lasse sich auch erreichen, indem den Unternehmen der nötige Kapitalbedarf aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt werde. BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will als Alternative zur umstrittenen Gasumlage eine finanzielle Unterstützung für angeschlagene Gasimporteure vom Staat. (Wirtschaft, 27.09.2022 - 15:17) weiterlesen...

Familienunternehmen fordern spürbare Entlastungen. Die Firmen müssten zu wettbewerbsfähigen Preisen in Deutschland produzieren können, sagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen und Politik, der Deutschen Presse-Agentur. "Den Unternehmen läuft wegen steigender Energiepreise die Zeit davon. Die Bundesregierung sollte schnell eine wirksame Gas- und Strompreisbremse auf den Weg bringen. Dass mit der Gasumlage nach wie vor neue Belastungen im Raum stehen, stößt bei den Unternehmen auf absolutes Unverständnis." Laut einer Ifo-Umfrage im Auftrag der Stiftung gaben Unternehmen der Gasumlage die Note 5. BERLIN - Familienunternehmen haben die Bundesregierung wegen der hohen Energiepreise zu spürbaren Entlastungen aufgefordert. (Boerse, 27.09.2022 - 06:27) weiterlesen...