Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Deutschland, Volkswirtschaft

BERLIN - Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hält die Einführung einer Vier-Tage-Woche für machbar - allerdings nur bei Verzicht auf vollen Lohnausgleich.

18.08.2020 - 05:34:29

DIW-Chef: Vier-Tage-Woche bei Verzicht auf vollen Lohnausgleich. Der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag) sagte Fratzscher: "Gegen eine Vier-Tage-Woche, gegen flexible Arbeitszeiten, ist erst einmal nichts einzuwenden, wenn das die Arbeitgeber und Arbeitnehmer so wollen. Entscheidend ist immer die Frage des Lohnausgleichs." Dieser bedeute effektiv deutliche Lohnerhöhungen und damit steigende Kosten für Unternehmen. Fratzscher findet das kritisch, denn die gesamte deutsche Wirtschaft sei angeschlagen.

Der Wirtschaftsforscher geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren in vielen Branchen keine Lohnerhöhungen geben werde. Die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen und damit mehr Menschen weniger Stunden arbeiten zu lassen, hält Fratzscher für einen klugen Vorschlag. "Doch auch, wenn man das nur mit einem teilweisen Lohnausgleich macht, ist das in dieser Krise keine Lösung.". Er sehe nicht, wie man die Stundenlöhne aktuell erhöhen könnte, was dies ja bedeuten würde: "Eine Verkürzung der Arbeitszeit ist für mich momentan allein sinnvoll, wenn man Arbeitsplätze dadurch sichern kann. Steigende Arbeitskosten würden die Unternehmen dagegen noch mehr belasten."

Die IG Metall hat zur Rettung von Jobs in der Metall- und Elektroindustrie eine Vier-Tage-Woche ins Gespräch gebracht. "Die Vier-Tage-Woche wäre die Antwort auf den Strukturwandel in Branchen wie der Autoindustrie. Damit lassen sich Industriejobs halten, statt sie abzuschreiben", hatte der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, gesagt. Er sprach von "einem gewissen Lohnausgleich für die Beschäftigten, damit es sich die Mitarbeiter leisten können".

Der CDU-Wirtschaftsrat lehnt eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit mit begrenztem Lohnausgleich für Branchen im Strukturwandel ab. "Eine Arbeitszeitverkürzung mit teilweisem Lohnausgleich treibt die Lohnkosten weiter", sagte Wolfgang Steiger, der Generalsekretär des Rates, der "Passauer Neuen Presse": "Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wäre es eine gefährliche Geisterfahrt, wenn nicht nur die Arbeitskräfte immer weniger werden, sondern diese auch noch immer weniger arbeiten."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

AKTIEN IM FOKUS: United Internet und 1&1 stabilisiert - Netzagentur im Spiel FRANKFURT - Bei den Aktien von United Internet um bis zu 28 Prozent eingebrochen. (Boerse, 22.09.2020 - 08:52) weiterlesen...

Deutsche Anleihen: Wenig Bewegung zum Start. Am Morgen lag der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future stabil auf 174,54 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe betrug minus 0,53 Prozent. An anderen Anleihemärkten in Europa verlief der Auftakt ebenfalls ruhig. FRANKFURT - Deutsche Bundesanleihen haben sich am Dienstag im Kurs zunächst wenig bewegt. (Sonstige, 22.09.2020 - 08:46) weiterlesen...

Umweltschützer protestieren in Leipzig gegen Fehmarnbeltquerung. Das Bündnis Beltretter forderte auf Transparenten einen Stopp des Projekts. Der 9. Senat des Gerichts verhandelt von Dienstag an die Klagen zweier Umweltverbände und mehrerer Fährunternehmen gegen die Planungen zum Fehmarnbelttunnel. LEIPZIG - Vor Beginn der Verhandlung des Bundesverwaltungsgerichts zur Fehmarnbeltquerung haben Umweltschützer am Dienstagmorgen in Leipzig gegen den umstrittenen Tunnelbau protestiert. (Boerse, 22.09.2020 - 08:44) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Hochtief ziehen an wegen US-Auftrag für Terminal in San Diego. Nachdem vermeldet wurde, dass US-Töchter des Baukonzerns den Zuschlag für das Milliardenprojekt erhielten, ging es für die Papiere auf der Handelsplattform Tradegate verglichen mit ihrem Xetra-Schlusskurs um 4,5 Prozent nach oben. FRANKFURT - Ein Großauftrag für den Bau eines neuen Terminals am US-Flughafen in San Diego ist am Dienstag vorbörslich nach dem Geschmack der Anleger von Hochtief . (Boerse, 22.09.2020 - 08:36) weiterlesen...

Umbau zum klimaneutralen Wohnen braucht finanzielle Hilfe. "Wir wissen, was wir technisch in unserem Wohnungsbestand tun müssen", sagte Buch der Deutschen Presse-Agentur und der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der Umbau sei auch finanzierbar, wenn durch gesetzliche Änderungen die Stromerzeugung und Stromspeicherung in den Wohnquartieren unterstützt werde. BOCHUM - Die Wohnungsbranche benötigt nach Einschätzung des Vorstandschefs von Deutschlands größtem Vermieter Vonovia , Rolf Buch, finanzielle Unterstützung auf dem Weg zur Klimaneutralität. (Boerse, 22.09.2020 - 08:33) weiterlesen...

Aktien Frankfurt Ausblick: Dax versucht Bodenbildung nach Ausverkauf am Vortag FRANKFURT - Im Dax wird 0,6 Prozent höher erwartet. (Boerse, 22.09.2020 - 08:17) weiterlesen...