Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Haushalt, Steuern

BERLIN - Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion und frühere Finanzpolitiker, Mathias Middelberg, hat die Aussagen der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zur Einkommensteuer als "Unsinn" kritisiert.

13.09.2021 - 18:26:58

WAHL: CDU-Politiker nennt Baerbock-Aussage zu Einkommensteuer 'Unsinn'. "Natürlich zahlen auch Unternehmen Einkommensteuer (und nicht Körperschaftssteuer). Sogar der Großteil", schrieb Middelberg in einem Facebook-Beitrag zur Behauptung Baerbocks, dass die von ihrer Partei geplante Erhöhung der Einkommensteuer Unternehmen nicht betreffen würde.

Baerbock hatte während des TV-Schlagabtauschs mit den Kanzlerkandidaten von Union und SPD am Sonntagabend gesagt, dass sie den Einkommensteuersatz ab 100 000 Euro leicht erhöhen wolle und in diesem Zusammenhang ergänzt: "Und das betrifft dann keine Unternehmen." Ihrem Konkurrenten, Unionskanzlerkandidat Armin Laschet, warf sie an dieser Stelle vor, Dinge falsch darzustellen.

Middelberg kritisierte Baerbock für diese Darstellung scharf. Der Grünen-Kanzlerkandidatin sei "nicht mal klar, dass das grüne Steuermodell die Breite des unternehmerischen Mittelstands belastet", schrieb der Unionspolitiker.

Auch der CDU-Wirtschaftsexperte Friedrich Merz attackierte die Grünen-Politikerin. "Frau Baerbock weiß offenbar nicht, dass der große Teil der deutschen Unternehmen Einkommensteuer und nicht Körperschaftsteuer bezahlt. Gruselig!", schrieb Merz am Sonntagabend auf Twitter. Der frühere Unionsfraktionschef gehört zu Laschets Wahlkampfteam.

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner stellte am Montag auf Nachfrage klar, dass die Pläne seiner Partei zur Einkommensteuer-Erhöhung selbstverständlich auch Unternehmen belasten würden. "Wir wollen Einkommen über 100 000 Euro belasten und das ist richtig. Und das trifft natürlich dann, wenn Sie Personengesellschaften haben, ebenfalls zu", sagte Kellner am Montag bei einer Pressekonferenz. Die Steuerpläne seiner Partei seien außerdem "klar und deutlich" im Wahlprogramm nachzulesen.

Ob sich die Kandidatin an dieser Stelle vertan habe, wisse er nicht, sagte Kellner weiter. "Das müsste ich noch mal nachhören."

Ein Grünen-Sprecher wies am Abend den Vorwurf Middelbergs, dass die Erhöhung der Einkommensteuer ab 100 000 Euro für Alleinstehende zwangsläufig "die Breite des unternehmerischen Mittelstands" belaste, als falsch zurück. So werde es auch nach den Plänen der Grünen weiterhin möglich sein, dass Einzelunternehmer und Personengesellschafter "nicht die volle Einkommensteuer zahlen müssen, wenn sie die Gewinne im Unternehmen belassen", hieß es zur Begründung.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Schweizer stimmen über 'Ehe für alle' und mehr Steuern für Reiche ab. Das Parlament hatte die Zulassung der Ehe für schwule und lesbische Paare als eines der letzten in Westeuropa beschlossen, aber Gegner wollen sie mit Hilfe eines Referendums verhindern. Sie wollen die Ehe nur als Verbindung zwischen Mann und Frau akzeptieren. BERN - Die Schweizer entscheiden bei einer Volksabstimmung am Sonntag über die "Ehe für alle". (Wirtschaft, 26.09.2021 - 11:39) weiterlesen...

Grüner Landesfinanzminister sieht Vermögenssteuer kritisch. "Die Vermögenssteuer steht in unserem Wahlprogramm - ich persönlich sehe sie allerdings skeptisch", sagte er der "Wirtschaftswoche". Baden-Württemberg habe viele inhabergeführte Unternehmen. BERLIN - Baden-Württembergs grüner Finanzminister Danyal Bayaz sieht eine von seiner Partei geforderte Vermögensteuer kritisch und zeigt sich deshalb für etwaige Koalitionsverhandlungen zu dem Thema flexibel. (Wirtschaft, 25.09.2021 - 09:01) weiterlesen...

Biden wirbt für Investitionspakete - Spannung im Kongress steigt. "Beide müssen verabschiedet werden, und sie werden große Wirkung haben", sagte Biden am Freitag im Weißen Haus. Am kommenden Montag könnte das Repräsentantenhaus über das von ihm angestoßene Infrastrukturpaket entscheiden - endgültig festgelegt ist der Zeitplan allerdings noch nicht. Die Entscheidung das zweite große Paket, mit dem Biden im großen Stil unter anderem in Familien, Bildung und Soziales investieren will, könnte sich dagegen noch hinziehen, wie der Präsident am Freitag einräumte. WASHINGTON - Vor einer mit Spannung erwarteten Woche im US-Kongress hat Präsident Joe Biden noch einmal für seine beiden geplanten gewaltigen Investitionspakete geworben. (Wirtschaft, 24.09.2021 - 19:49) weiterlesen...

Deutscher Beitrag zum EU-Haushalt steigt auf Rekordniveau. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Gerald Ullrich hervor, über die am Donnerstag zunächst die "Welt" berichtete. Der Betrag entspricht einer Steigerung des deutschen Beitrags um rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2020 hatte er bei 31,9 Milliarden Euro gelegen. BRÜSSEL - Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich einen Rekordbetrag von rund 38 Milliarden Euro in den EU-Haushalt einzahlen. (Wirtschaft, 23.09.2021 - 18:55) weiterlesen...

Italiens Verbrauchern wird Teil der Energierechnung erlassen. Ministerpräsident Mario Draghi kündigte am Donnerstag an, dass im letzten Quartal 2021 ein Teil der Gasrechnung nicht bezahlt werden müsse. Familien und kleinen Unternehmen würden darüber hinaus Teile der Stromrechnung erlassen. ROM - Angesichts der stark steigenden Strom- und Gaspreise hat die italienische Regierung den Verbrauchern Kostenerleichterungen für den Rest des Jahres in Aussicht gestellt. (Boerse, 23.09.2021 - 16:22) weiterlesen...

Haseloff fordert wegen Corona 'Flexibilität' bei CO2-Bepreisung. "Wir brauchen angesichts der Corona-Krise Flexibilität", sagte das Mitglied des CDU-Präsidiums der in Magdeburg erscheinenden "Volksstimme" (Freitag). Die Belastung von Privathaushalten wie auch der Unternehmen müssten bei politischen Entscheidungen eine wichtige Rolle spielen. MAGDEBURG - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die geplante Erhöhung der CO2-Abgabe wegen der Belastungen durch die Pandemie infrage gestellt. (Wirtschaft, 23.09.2021 - 14:04) weiterlesen...