Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Produktion, Absatz

BERLIN - Der in China kursierende neue Erreger ist dem Berliner Virusforscher Christian Drosten zufolge ein Sars-Virus ähnlich dem bei der Sars-Pandemie 2002 / 03.

14.01.2020 - 06:33:39

Virusforscher: Neuer Erreger in China ist ein Sars-Virus. "Es ist dieselbe Virusart, nur in einer anderen Variante", sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. Unterschiede gebe es vor allem bei den Proteinen, mit denen das Virus an menschliche Zellen andocke. Bei der Sars-Pandemie waren von China ausgehend weltweit rund 8000 Fälle erfasst worden, mehr als 800 Menschen starben.

Dass ein zuvor unbekanntes Virus so wie das jetzige Ausbrüche beim Menschen verursacht, kommt nach Einschätzung Drostens etwa alle zehn Jahre vor. Für den neuen Erreger haben die chinesischen Behörden bisher 41 nachgewiesene Erkrankungen gemeldet, mehrere Patienten sind demnach in kritischem Zustand. Ein 61-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen soll an der Infektion gestorben sein. Zudem gibt es Verdachtsfälle in Thailand, Südkorea und Singapur.

Diese seien allerdings mit Vorsicht zu beurteilen, selbst wenn eine vermeintliche Laborbestätigung vorliege, sagte Drosten. Die Aussagekraft der eingesetzten Tests sei unterschiedlich, möglicherweise müssten Testergebnisse im Nachhinein revidiert werden. Derzeit arbeitet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) demnach mit den Ländern daran, einen einheitlichen diagnostischen Test festzulegen.

Dass aus China seit einigen Tagen keine neuen Erkrankungen gemeldet würden, gebe Anlass zu Hoffnung, so Drosten. Beruhigend sei aber vor allem ein anderer Faktor: "Es gibt bisher keine Ärzte und kein Pflegepersonal mit Symptomen." Das sei ein guter Hinweis darauf, dass das Virus nicht leicht übertragbar ist. Nach derzeitigem Wissen sorge es für Fieber und Symptome einer Lungenentzündung. "Die oberen Atemwege sind nicht betroffen, es gibt beispielsweise keinen Schnupfen." Von Lunge zu Lunge gelangt ein Erreger schwerer als etwa mit den Tröpfchen beim Niesen.

Tatsächlich sei eine Übertragung von Mensch zu Mensch bisher noch nicht bekannt geworden - was allerdings nicht bedeute, dass es sie nicht geben kann. "Das Virus könnte zum Beispiel von Menschen übertragen worden sein, die selbst symptomfrei geblieben sind."

Als Ursprungsort der Krankheit gilt derzeit der Huanan-Markt in Wuhan, einer 11-Millionen-Metropole in Zentralchina. "Auf solchen Märkten herrscht oft großes Gedränge, Wildtiere werden dort lebend oder ganz frisch geschlachtet verkauft", erklärte Drosten. Die chinesischen Behörden haben demnach bereits eine Hypothese, von welcher Tierart der Erreger auf den Menschen übergesprungen sein könnte. "Das wird aber erst offiziell verkündet, wenn es als gesichert gilt." Beim Sars-Ausbruch 2002/03 gelten Schleichkatzen als wahrscheinlichster Ursprung des Erregers. Sars steht für "Severe Acute Respiratory Syndrome", also Schweres Akutes Atemwegssyndrom.

Das Sars-Virus der Pandemie sei inzwischen wahrscheinlich nur noch in Tieren unterwegs, so Drosten. Ganz anders sehe die Situation bei Mers (Middle East Respiratory Syndrome) aus, einer Atemwegserkrankung, die durch ein verwandtes Virus hervorgerufen wird. Es gebe nach wie vor immer neue Übertragungen des Erregers vom Kamel auf den Menschen, vor allem in Saudi-Arabien. Bei den darauf folgenden kleineren Krankenhausausbrüchen komme es zu Übertragungsketten von einem Menschen zum nächsten. "Oft stecken sich nacheinander drei oder vier Menschen an." Das erhöhe das Risiko, dass das Virus sich besser an den "Fehlwirt Mensch" anpasst und zum Epidemieauslöser reift. "Die Übertragungsketten sind ein Experimentierfeld für das Virus."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

O.J.-Simpson-Anwalt verstärkt Verteidigerteam von Präsident Trump. Der emeritierte Harvard-Professor teilte am Freitag auf Twitter mit, er nehme an dem Verfahren teil, "um die Integrität der Verfassung zu verteidigen". Er werde verfassungsrechtlich Argumente gegen eine Amtsenthebung Trumps vortragen. Dershowitz wurde Mitte der 1990er Jahre als Teil des Verteidigerteams des Football-Stars O.J. Simpson bekannt. WASHINGTON - US-Staranwalt Alan Dershowitz schließt sich nach eigenen Angaben dem Verteidigerteam im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump im Senat an. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 20:28) weiterlesen...

Mexiko will Migranten-'Karawane' Jobs statt Durchreise in USA bieten. Dessen Regierung erklärte, Migranten mit den nötigen Dokumenten die Einreise erlauben zu wollen, nicht aber die Weiterreise in die USA. Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador sagte am Freitag vor Journalisten, es gebe an Mexikos Südgrenze mehr als genug Arbeitsplätze für die rund 3000 Mittelamerikaner, die in Richtung Norden unterwegs seien. MEXIKO-STADT - Hunderte Migranten haben auf ihrem Weg von Honduras Richtung USA die Grenze zu Guatemala überquert und näherten sich am Freitag Mexiko. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 19:09) weiterlesen...

Bundesregierung bestätigt Drohung der USA gegen EU im Iran-Streit. BERLIN - Die Bundesregierung hat bestätigt, dass die USA im Streit über das Atomabkommen mit dem Iran der EU mit Zöllen auf Autos gedroht haben. In einer geheimen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags erklärte eine hochrangige Diplomatin des Auswärtigen Amts nach Angaben von Teilnehmern am Freitag, dass die USA am 8. Januar auf hoher Beamtenebene beide Themen miteinander verknüpft hätten. Die Drohung sei aber von den drei am Atomabkommen beteiligten europäischen Staaten - Deutschland, Frankreich und Großbritannien - zurückgewiesen worden. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. Bundesregierung bestätigt Drohung der USA gegen EU im Iran-Streit (Boerse, 17.01.2020 - 19:08) weiterlesen...

CDU-Spitze pocht bei Grundrente auf Vermögensprüfung. Es gebe noch eine Reihe von Fragen, und auch die Finanzierung stehe noch nicht, hieß es am Freitag am Rande der CDU-Vorstandsklausur in Hamburg. Die CDU überprüfe nun, ob das Papier von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) weiterhin dem hart ausgehandelten Koalitionskompromiss entspreche. Dabei sei die Finanzierung der Hauptpunkt. "Wir schauen uns den Entwurf aus dem Arbeitsministerium an und schauen, ob er mit dem gemeinsam gefundenen Kompromiss übereinstimmt", hieß es weiter. HAMBURG - Die CDU-Spitze pocht im neu aufgeflammten Streit mit der SPD über die Grundrente auf einer Vermögensprüfung. (Wirtschaft, 17.01.2020 - 18:40) weiterlesen...

Bisher kein Signal von Tesla für Billigung von Kaufvertrag. "Bislang ist uns keine Entscheidung bekannt, sagte die Sprecherin des Brandenburger Wirtschaftsministeriums, Andrea Beyerlein, am Freitag. "Es war in Aussicht gestellt, dass Ende der Woche eine Entscheidung fällt." Sie verwies auf die Zeitdifferenz zur Tesla-Zentrale in den USA. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet. GRÜNHEIDE - Der US-Elektroautohersteller Tesla hat bisher kein Signal gesendet, ob er grünes Licht für den Kaufvertrag mit Brandenburg für das Gelände der geplanten Fabrik gibt. (Boerse, 17.01.2020 - 18:25) weiterlesen...

Feinstaub-Alarm in Stuttgart wird abgeschafft. Denn die jährlichen Grenzwerte seien zum zweiten Mal in Folge eingehalten worden, teilte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Freitag zur Begründung mit. Der Feinstaub-Alarm ist bundesweit einmalig und wurde 2016 eingeführt, um die Belastung mit dem Luftschadstoff in der Landeshauptstadt zu senken. STUTTGART - Der Feinstaub-Alarm in Stuttgart wird Mitte April abgeschafft. (Boerse, 17.01.2020 - 17:07) weiterlesen...