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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Der Epidemiologe Klaus Stöhr fordert eine breitere wissenschaftliche Beratung im Vorfeld von politischen Entscheidungen über die Pandemiebekämpfung.

07.02.2021 - 17:14:30

Epidemiologe für breitere Fachberatung der Regierung. "Das sollten interdisziplinäre Teams sein, mit konträren Positionen und alternativen Herangehensweisen", sagte Stöhr dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". Auch Gesundheitsökonomen, Soziologen, Psychologen, Infektiologen, Ethiker und andere Wissenschaftler sollten zu Wort kommen.

Aus dieser Vielzahl der Perspektiven sollte die Politik Entscheidungen ableiten. Stöhr hat gemeinsam mit Fachleuten verschiedener Disziplinen ein Positionspapier geschrieben, das dem "Spiegel" vorliegt. Die Experten plädieren für einen Stufenplan, der Deutschland "ohne stetig neue Grundsatzdiskussionen bis zum Pandemieende bringt". Er solle mit einer "Positivagenda" gegen die Pandemiemüdigkeit der Bevölkerung anarbeiten. Zu den Erfolgskriterien sollten zählen: der R-Wert-Trend, eine risikogruppen-spezifische Inzidenz, die Belastung des Gesundheitssystems und die Belegung der Intensivstationen.

Die Fachleute plädieren dafür, in jeder Stufe einzelnen Lebensbereichen ein Maßnahmenpaket zuzuordnen: von der Kita bis zum Einzelhandel, dem ÖPNV bis zum Arbeitsplatz. Falls es Veränderungen gebe, etwa den Wechsel in eine andere Stufe, soll klar sein, was an den Maßnahmen geändert werde. "Der Erfolg orientiert sich daran, die gesundheitlichen Auswirkungen zu minimieren."

@ dpa.de

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