Produktion, Absatz

BERLIN - Der energiepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Kruse, verlangt von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) Details zur von diesem geplanten Reservebetrieb für zwei der drei verbleibenden deutschen Atomkraftwerke.

14.09.2022 - 05:59:29

FDP-Politiker Kruse verlangt von Habeck Details zu AKW-Reserve. "Ich bin verblüfft, dass Minister Robert Habeck und sein Ministerium noch immer keinen Zeitplan und kein Konzept der Kaltreserve präsentiert haben", sagte Kruse der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Kruse verwies auf Kritik aus dem Kreis der Kraftwerksbetreiber an Habecks Plänen. Der Betreiber des bayerischen AKW Isar 2, Preussenelektra-Chef Guido Knott, hatte Zweifel angemeldet und den geplanten Reservebetrieb in einem Brief als "technisch nicht machbar" kritisiert - was Habeck zurückwies.

"Es kann deshalb nur darum gehen, die drei Kernkraftwerke für die Zeit drohender Energieknappheit am Netz zu lassen", erklärte Kruse. "Um die Versorgungssicherheit im Winter zu sichern und um die hohen Energiepreise zu verringern, ist ein Weiterbetrieb der Kernkraftwerke in Deutschland über den 31. Dezember 2022 hinaus alternativlos." Habeck dürfe die Versorgungssicherheit in Deutschland nicht "durch wahltaktische Manöver vor der Landtagswahl in Niedersachsen" am 9. Oktober gefährden.

@ dpa.de

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