Finanzierung, Investitionen

BERLIN - Der Deutscher Industrie- und Handelskammertag hat sich zurückhaltend über Pläne der Koalition geäußert, Übernahmen deutscher Firmen vor allem durch chinesische Investoren zu erschweren.

08.08.2018 - 06:32:24

Verschärfung von Übernahmen könnte Investoren abschrecken. "Eine Verschärfung könnte ausländische Investoren abschrecken und uns zugleich Hürden in anderen Ländern aufbauen", erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Chinesische Investoren greifen immer mehr nach deutschen Unternehmen. In sensiblen Bereichen sollen milliardenschwere Übernahmen nun deutlich erschwert werden. Derzeit wird eine Reform der Außenwirtschaftsverordnung mit den anderen Ministerien abgestimmt, wie ein Sprecher von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag in Berlin mitteilte. Wenn ein Investor aus einem Nicht-EU-Staat an bestimmten Unternehmen Anteile erwerben will, soll es ab einem 15-Prozent-Anteil eine strenge Investitionsprüfung geben. Bisher liegt der Wert bei 25 Prozent.

Mit der Absenkung der Prüfschwelle für Übernahmen aus dem Ausland verschärfe die Bundesregierung nach nur einem Jahr noch einmal die Kontrolle ausländischer Investitionen in Deutschland, sagte Wansleben. Es sei nachvollziehbar und wichtig, dass die Regierung prüfe, ob öffentliche Sicherheit und Ordnung im Zuge von Übernahmen gefährdet sein könnten. "Grundsätzlich können und sollen deutsche Unternehmen, insbesondere der Mittelstand, aber frei über den Verkauf von Firmenanteilen entscheiden."

Das wirtschaftsnahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW), kann sich mit den Regierungsplänen anfreunden. "Investoren aus dem Ausland unter besondere Beobachtung der Wirtschaftspolitik zu stellen, widerspricht eigentlich den Grundsätzen offener Märkte", sagte IW-Chef Michael Hüther der "Rheinischen Post" (Mittwoch). "Allerdings besteht gerade mit Blick auf Staaten, die Marktwirtschaft und Kapitalismus nur selektiv nutzen und nicht in eine demokratische Verfassungsordnung eingebunden sind, doch besonderer Handlungsbedarf", räumte Hüther ein. China sei hierfür das Paradebeispiel. Die Forderung nach ausgewogeneren, faireren Bedingungen "ist gut, aber natürlich naiv, gerade im Fall China".

@ dpa.de

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