Regierungen, Nahost

BERLIN - Der Chef des Welternährungsprogramms (WFP) der UN, David Beasley, hat zu mehr internationalen Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger aufgerufen.

11.10.2018 - 06:32:23

Welternährungsprogramm: Hilfe für Syrien langfristig nötig. Der Krieg in Syrien und die Massenflucht von Zivilisten sei ein Beispiel dafür, welcher Preis für eine Vernachlässigung des Hungerproblems zu zahlen ist, sagte Beasley der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Deutschland stellt dem Welternährungsprogramm zusätzliche 186 Millionen Euro Hilfe wegen des Syrien-Kriegs zur Verfügung, hatte Außenminister Heiko Maas (SPD) vor einem Treffen mit Beasley am Mittwoch erklärt. Deutschland war 2017 mit insgesamt 830 Millionen Euro zweitgrößter bilateraler Geber der Organisation.

"Einen Syrer in Syrien zu ernähren, kostet etwa 50 Cent am Tag, für denselben Syrer in Berlin oder München sind es 50 Euro am Tag", sagte Beasley, ein US-Politiker und früherer Gouverneur von South Carolina. "Für jedes Prozent Zunahme des Hungers, gibt es eine Zunahme der Migration um zwei Prozent. Das gilt überall", sagte er. Das sei das Ergebnis eigener Untersuchungen.

Die Lage in Syrien werde auch nach einem Ende des Kriegs schlecht bleiben. So sei 2018 für die Bauern in dem Land das schlimmste Jahr der jüngeren Geschichte gewesen - wegen des Kriegs, aber auch wegen einer Dürre. Es fehle an Ausrüstung, Bewässerungssystemen und Saatgut, sagte er weiter.

"Die Geberländer werden sich auch für ein Syrien nach dem Krieg stark engagieren müssen, auch wenn Staaten das Regime nicht unterstützen wollen. Das sind komplizierte Fragen, die ich den Fachleuten überlasse", sagte Beasley.

@ dpa.de

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