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SIEMENS AG, DE0007236101

BERLIN - Der Chef des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Joe Kaeser, hat angesichts der starken wirtschaftlichen Konkurrenz aus den USA und China stärkere Anstrengungen der EU gefordert.

09.09.2019 - 18:24:23

Kaeser: EU muss als 'dritte Kraft' in Weltwirtschaft gehört werden. Die Europäische Union brauche eine gemeinsame Außenwirtschaftsposition, sagte der Siemens -Chef am Montag in Berlin. Nur damit ließe sich auf Augenhöhe mit den USA und China reden. Die EU müsse als "dritte Kraft" in der Welt gehört werden.

Kaeser hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem China-Besuch begleitet. Er sprach von einer erfolgreichen Reise in einer schwierigen Zeit. Die chinesische Führung habe sich viel Zeit genommen. Es seien verschiedene Handlungsfelder für eine stärkere Kooperation definiert worden. Dabei gehe es auch um einen besseren Marktzugang ausländischer Unternehmen in China.

Es sei wichtig, den Dialog mit der chinesischen Führung zu suchen und auch schwierige Fragen anzusprechen, sagte Kaeser: "Miteinander reden ist immer besser als übereinander reden." Er warnte zudem vor einer Eskalation des Hongkong-Konflikts, dazu gehöre auch ein militärisches Eingreifen der chinesischen Führung.

Kaeser hatte in einem Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montag) angesichts der Bedeutung des Exports für die deutsche Wirtschaft gesagt, Deutschland müsse seine "moralischen Werte und Interessenlagen" immer ganz besonders abwägen. "Wenn Arbeitsplätze in Deutschland davon abhängen, wie wir mit brisanten Themen umgehen, dann sollte man nicht die allgemeine Empörung verstärken, sondern überlegt die Positionen und Maßnahmen in allen Facetten überlegen."

Weiter sagte Kaeser: "Jetzt einfach zu sagen "dann teilen wir eben die Welt in zwei Wirtschaftssysteme auf" wäre ein Spiel mit dem Feuer- das muss man sich auch gerade in schwierigen Zeiten sehr gut überlegen."

@ dpa.de