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Regierungen, USA

BERLIN - Der CDU-Politiker Friedrich Merz sieht nach dem von der US-Regierung angekündigten Teilabzug von amerikanischen Soldaten aus Deutschland Europa in der Pflicht, mehr für die eigene Sicherheit zu tun.

30.07.2020 - 07:53:26

Merz: Teilabzug der US-Truppen ist 'erneuter Weckruf für Europa'. Darauf habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schon vor drei Jahren erstmals hingewiesen, sagte Merz am Donnerstag im Deutschlandfunk. "Insofern ist dies ein erneuter Weckruf für Europa", sagte der frühere Unionsfraktionschef und Bewerber um den CDU-Vorsitz.

Die US-Regierung will fast 12 000 Soldaten aus Deutschland abziehen. Trump hatte den im Grundsatz bereits im Juni angekündigten Teilabzug der US-Truppen mit aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Am Mittwoch warf er Berlin erneut vor, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato seit Jahren zu verfehlen. "Deutschland ist säumig", sagte Trump.

Merz, der von 2009 bis 2019 Vorsitzender der Atlantik-Brücke war, einem renommierten Verein zur Förderung der transatlantischen Beziehungen, nannte den Teilabzug "beunruhigend." Er fügte aber hinzu: "Es ist jetzt trotzdem kein Anlass zur Panik auf europäischer Seite." Er rief zugleich die Amerikaner auf anzuerkennen, dass in Deutschland kein Etat so schnell wachse wie der Verteidigungshaushalt. Die Bundeswehr sei nicht ausreichend ausgestattet, hier müsse mehr getan werden. Das Zwei-Prozent-Ziel sieht vor, dass sich alle Nato-Bündnispartner bis 2024 daran annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

@ dpa.de

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