Indikatoren, Deutschland

BERLIN - Der Berliner Senat will ein Pilotprojekt für ein solidarisches Grundeinkommen für Erwerbslose starten, muss dazu allerdings noch einige offene Fragen klären.

05.10.2018 - 15:32:39

Grundeinkommen-Modellprojekt in Berlin geplant - Finanzierung offen. Offen ist nicht zuletzt die Finanzierung: Denn einen Großteil der Kosten soll über ein auf Bundesebene angekündigtes Förderprogramm für Langzeitarbeitslose gestemmt werden - das aber noch nicht beschlossen wurde. Ziel sei, den Pilotversuch mit 1000 Menschen im zweiten Quartal des kommenden Jahres zu starten, sagte die Sprecherin der Arbeitsverwaltung, Regina Kneiding, am Donnerstag. Zuvor hatte der RBB berichtet.

FRANKFURT - Für die Anleger von RWE kommt es am Freitag knüppeldick: Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) stoppte vorerst die heftig umstrittenen Rodungspläne des Versorgers im Hambacher Forst. Die Essener halten deshalb ab 2019 jährlich eine dreistellige Millionenbelastung für das Segment Braunkohle & Kernenergie für möglich.

Die RWE-Aktien sackten bis zum Nachmittag über 8 Prozent auf 18,70 Euro ab - den tiefsten Stand seit März. Der Börsenwert schrumpfte damit binnen weniger Stunden um fast eine Milliarde Euro.

Das Gericht hatte mit seiner Entscheidung am Freitag einem Eilantrag des Umweltverbandes BUND entsprochen. Wann im juristischen Streit zwischen dem Bund für Umwelt und Naturschutz und dem Land Nordrhein-Westfalen eine endgültige Entscheidung fällt, ist nicht absehbar.

Gerade diese Unsicherheit schmeckt den Anlegern nicht: "Es ist damit zu rechnen, dass dazu eine bestandskräftige Entscheidung möglicherweise erst Ende 2020 vorliegen wird und RWE die Rodung erst anschließend wieder aufnehmen darf", teilte das Unternehmen weiter mit.

Für RWE geht es um viel. Den finanziellen Schaden für das Unternehmen aus einem kurzfristigen Verzicht auf die Rodung des Waldes hatte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz Ende September in einer ZDF-Talkshow auf vier bis fünf Milliarden Euro beziffert.

@ dpa.de

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Unternehmensstimmung in der Eurozone trübt sich weiter ein. Wie das Forschungsinstitut Markit am Freitag in London mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex im Dezember auf den tiefsten Stand seit rund vier Jahren. Der Indikator, der auf einer Unternehmensumfrage basiert, ging im Monatsvergleich um 1,4 Punkte auf 51,3 Zähler zurück. Analysten hatten im Mittel hingegen einen leichten Anstieg auf 52,8 Punkte erwartet. LONDON - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich weiter verschlechtert. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 17:07) weiterlesen...

USA: Industrie weitet Produktion stärker als erwartet aus. Die Gesamtproduktion sei um 0,6 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte die US-Notenbank am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel mit einem Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Allerdings war die Produktion im Vormonat laut revidierten Daten um 0,2 Prozent gefallen. Zunächst war noch ein Anstieg von 0,1 Prozent festgestellt worden. WASHINGTON - Die US-Industrie hat ihre Produktion im November stärker als erwartet ausgeweitet. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 15:49) weiterlesen...

Wirtschaftsverbände warnen vor Änderungen bei Fachkräfte-Zuwanderung. Der bisherige Gesetzentwurf dürfe nicht verwässert werden. "Bestrebungen, die im Referentenentwurf vorgesehenen Regelungen wesentlich zu verändern, gefährden das Ziel einer gezielten und erforderlichen Fachkräftezuwanderung", heißt es in einem Schreiben an Innenminister Horst Seehofer (CSU), Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vom Freitag. Es lag der Deutschen Presse-Agentur vor. BERLIN - Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft haben die Regierung angesichts von Kritik in der Unionsfraktion vor Änderungen bei den Plänen zur Fachkräfte-Zuwanderung gewarnt. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 15:21) weiterlesen...

USA: Einzelhandel setzt etwas mehr um als erwartet. Die Erlöse erhöhten sich gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,1 Prozent erwartet. Das bereits solide Vormonatsergebnis fiel besser aus als bislang bekannt: Anstatt eines Anstiegs um 0,8 Prozent ergibt sich nach neuen Daten ein Zuwachs um 1,1 Prozent. WASHINGTON - Die Umsätze des US-Einzelhandels sind im November etwas stärker gestiegen als erwartet. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 14:50) weiterlesen...

Verbesserungen für Langzeitarbeitslose und Weiterbildung kommen. Der Bundesrat ließ am Freitag ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz zum "Sozialen Arbeitsmarkt" passieren. Arbeitgeber bekommen demnach Geld, wenn sie bestimmte Langzeitarbeitslose einstellen, die von den Jobcentern vermittelt wurden. Fünf Jahre lang soll der Job gefördert werden: In den ersten beiden Jahren werden die Lohnkosten voll übernommen, dann sinkt der Zuschuss jedes Jahr um zehn Prozentpunkte. Bedingung ist, dass die Langzeitarbeitslosen älter als 25 Jahre sind und binnen sieben Jahren mindestens sechs Jahre Hartz IV bekamen. BERLIN - Langzeitarbeitslose bekommen zusätzliche Unterstützung für einen Wiedereinstieg ins Berufsleben - mit staatlich geförderten Jobs. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 14:36) weiterlesen...

Experten empfehlen mehr legale Migrationswege nach Deutschland. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Aktuell gebe es "kaum Zuwanderungsmöglichkeiten" für diese Gruppe, schreiben die Forscher. Auch das geplante Fachkräftezuwanderungsgesetz richte sich eher an hoch qualifizierte Migranten. BERLIN - Nicht aus der EU stammende Ausländer mit geringer oder mittlerer Qualifikation sollten nach Ansicht von Fachleuten leichter legal nach Deutschland kommen können. (Wirtschaft, 14.12.2018 - 13:49) weiterlesen...