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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Das Robert Koch-Institut (RKI) fordert angesichts der Wucht der vierten Corona-Welle die RĂŒckkehr zu massiven EinschrĂ€nkungen in Deutschland.

12.11.2021 - 07:18:26

Ringen um Corona-Strategie - RKI fĂŒr Absage von Großveranstaltungen. Man rate "dringend dazu, grĂ¶ĂŸere Veranstaltungen möglichst abzusagen oder zu meiden, aber auch alle anderen nicht notwendigen Kontakte zu reduzieren", heißt es im neuen Wochenbericht der Behörde. Die Kommunen verlangten eine einheitliche Strategie. Am nĂ€chsten Donnerstag wollen die geschĂ€ftsfĂŒhrende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die MinisterprĂ€sidenten ĂŒber den weiteren Kurs beraten.

Es sei "eine verbindliche Vereinbarung zwischen Bund und LĂ€ndern notwendig, wie wir mit der aktuellen Corona-Lage durch den Winter kommen", sagte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des StĂ€dte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Dazu gehöre eine Strategie fĂŒr die erforderlichen Booster-Impfungen. "Nach Möglichkeit sollten bis Weihnachten 20 Millionen Menschen diese Impfung erhalten haben."

Die Corona-Zahlen stiegen zuletzt auch in Deutschland steil an. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte auch am Freitag und damit den fĂŒnften Tag in Folge einen Höchstwert. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche mit 263,7 an. Zudem wurden 48 640 Corona-Neuinfektionen registriert. Dies ist der zweithöchste seit Beginn der Pandemie erreichte Wert. Einen Rekordwert hatte die Zahl der Neuinfektionen am Vortag mit 50 196 erreicht.

Immer mehr Kliniken melden, dass nicht zwingend nötige Behandlungen verschoben werden und Intensivstationen am Limit sind. "Wenn sich diese Dynamik fortsetzt, können wir sehr bald nur noch Notfall- und Covid-Patienten behandeln", sagte Gernot Marx, PrĂ€sident der InterdisziplinĂ€re Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

Das RKI fordert einschneidende VerhaltensĂ€nderungen von den BĂŒrgern. Falls Kontakte nicht vermieden werden können, sollte man in jedem Fall vorher einen Test machen, auch wenn man geimpft oder genesen sei, raten die Experten in ihrem jĂŒngsten Wochenbericht. Auch Geimpfte und Genesene sollten Masken tragen und Abstand halten. Das RKI schĂ€tzt die GefĂ€hrdung der nicht oder nicht vollstĂ€ndig Geimpften in Deutschland weiterhin als sehr hoch ein. FĂŒr vollstĂ€ndig Geimpfte sei sie moderat, aber ansteigend.

Seit Wochen steigen die Inzidenzen in allen Altersgruppen an. Den höchsten Wert gibt es dem RKI-Wochenbericht zufolge unter den 10- bis 14-JÀhrigen - mit 411 gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Kindern in einer Woche, den 5- bis 9-JÀhrigen mit 345 und den 15- bis 19-JÀhrigen mit 302. In Schulen wird besonders hÀufig getestet.

Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und RKI-PrĂ€sident Lothar Wieler wollen an diesem Freitagmorgen ĂŒber die aktuelle Lage informieren. Wegen der hohen Ansteckungszahlen rĂŒcken zusĂ€tzliche Schutzmaßnahmen immer stĂ€rker in den Blick. SPD, GrĂŒne und FDP wollen in einem FachgesprĂ€ch mit Experten ĂŒber mehr Tempo fĂŒr die Impfungen beraten.

Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU) schließt inzwischen auch einen neuerlichen Lockdown nicht mehr aus. Sein Bundesland hat bundesweit die höchsten Zahlen, die Wocheninzidenz hat laut RKI mittlerweile die Marke von 500 ĂŒberschritten. Die 2G-Regel werde im Kampf gegen die aktuelle Corona-Welle nicht reichen, sagte Kretschmer am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". "Wir mĂŒssen weitere Instrumente dazusetzen." Andernfalls könne die jetzige Situation in einer "humanitĂ€ren Katastrophe" enden.

Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff ĂŒbte scharfe Kritik an den Corona-PlĂ€nen der Ampel-Parteien im Bund. "Ich halte die Entscheidung, die pandemische Notlage von nationaler Tragweite zu beenden, fĂŒr einen gravierenden politischen Fehler", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg. "Das ist auch in der Sache eine Fehlentscheidung." Die pandemische Lage nationaler Tragweite mĂŒsse verlĂ€ngert werden.

Die potenziellen Regierungspartner SPD, GrĂŒne und FDP wollen den Sonderstatus am 25. November auslaufen lassen. Die bisherige Rechtsbasis fĂŒr Corona-BeschrĂ€nkungen soll durch ein neues Infektionsschutzgesetz ersetzt werden, das einen kleineren Katalog möglicher Corona-Maßnahmen rechtlich absichern soll.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki forderte die Union zur UnterstĂŒtzung auf. "Die Situation, die wir jetzt haben, mit 50 000 Infektionen am Tag und den volllaufenden Intensivstationen, die geschehen ja unter dem aktuellen Regime", sagte er bei "Maybrit Illner". Außerdem werde die epidemische Lage nicht abgeschafft, sie laufe am 25. November aus - und niemand im Bundestag habe bisher den Vorstoß unternommen, den Sonderstatus zu verlĂ€ngern.

@ dpa.de

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