Regierungen, Deutschland

BERLIN - Das Deutsche Studentenwerk fordert die Bundesregierung auf, die geplante Bafög-Reform im kommenden Jahr umzusetzen und dafür zwei Milliarden Euro zusätzlich bereitzustellen.

30.12.2021 - 12:19:00

Studentenwerk fordert zusätzlich zwei Milliarden bei Bafög-Reform. "Die Ampel-Koalition muss jetzt ein Paket von zwei Milliarden Euro zusätzlich im Jahr schnüren, mit dem sie im Wintersemester 2022 eine erste Trendwende einleitet", sagte der Generalsekretär der Organisation, Matthias Anbuhl, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). Das Studentenwerk ist für die Abwicklung der allgemeinen Studienförderung zuständig.

"In Deutschland haben wir beim Studium längst ein Mittelschicht-Problem", erläuterte Anbuhl. Obwohl beide Eltern arbeiteten, könnten sich viele Familien mit unterem mittlerem Einkommen das Studium der Kinder kaum leisten. "Deshalb müssen wir mit dem Bafög wieder mehr Menschen erreichen."

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) versicherte, die Bafög-Reform im neuen Jahr umgehend angehen zu wollen. "Ich will den kontinuierlichen Rückgang der Gefördertenzahlen nicht hinnehmen", erklärte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das Bafög müsse wieder zu einem echten Chancenprogramm werden. "Deshalb wollen wir das Bafög zunächst weiter öffnen, vor allem durch eine Anhebung der Freibeträge. Dann wollen wir es elternunabhängiger machen, damit nicht das Einkommen der Eltern entscheidend ist. Das werden wir schnell anpacken und erste Teile der Reform schon zum Wintersemester 2022/23 umsetzen."

Die Regierungspartner SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Bafög neu auszurichten und die Freibeträge deutlich zu erhöhen. "Außerdem werden wir u.a. Altersgrenzen stark anheben, Studienfachwechsel erleichtern, die Förderhöchstdauer verlängern, Bedarfssätze auch vor dem Hintergrund steigender Wohnkosten anheben, einen Notfallmechanismus ergänzen und Teilzeitförderungen prüfen", heißt es darin. Der Darlehensanteil des Bafög soll gesenkt werden.

@ dpa.de

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