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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Das deutsche Bildungssystem bekommt im internationalen Vergleich gute Noten in den Bereichen frühkindliche Bildung und höhere Abschlüsse.

10.09.2019 - 15:10:42

OECD mit Lob und Kritik für Deutschlands Bildungssystem. Nachholbedarf gibt es dagegen im Bereich Grundschulfinanzierung und bei der Geschlechtergerechtigkeit. Das geht aus einem jährlichen Ländervergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am Dienstag in Berlin vorgelegt wurde. In dem Bericht werden die Bildungssysteme und Bildungsausgaben der 36 OECD-Länder und zehn weiterer Länder miteinander verglichen.

Deutschland investiere mehr in frühkindliche Bildung pro Kind als der Durchschnitt der OECD-Länder, heißt es in der Studie. "Das finanzielle Engagement in diesem Bereich ist klar zu begrüßen", sagte der stellvertretende OECD-Generalsekretär Ludger Schuknecht. Fast alle Drei- bis Fünfjährigen besuchen in Deutschland inzwischen eine Kita oder eine andere Betreuungseinrichtung. Die Quote sei zwischen 2005 und 2017 von 88 auf 95 Prozent gestiegen. Lob gibt es auch für den Betreuungsschlüssel in der Vorschule. Auf eine Lehrkraft kommen demnach in Deutschland neun Kinder. Im Durchschnitt der OECD-Länder sind es 16 Kinder.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz und hessische Bildungsminister Alexander Lorz (CDU) sagte: "Deutschland punktet mit einer hohen Bildungsbeteiligung von der frühkindlichen Bildung an, mit einem hohen Qualifizierungsgrad und mit einer dualen Berufsausbildung, die für einen gelingenden Einstieg ins Berufsleben und eine überdurchschnittliche Beschäftigungsquote sorgt."

Bei den Gesamtausgaben für Bildung liegt Deutschland mit 4,2 Prozent der Wirtschaftsleistung leicht unter dem OECD-Schnitt. Es gebe hierzulande allerdings auch weniger Kinder und eine ältere Bevölkerung, sagte Schuknecht. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) wies darauf hin, dass sich die deutschen Bildungsausgaben von 2008 bis 2018 mehr als verdoppelt hätten.

Weiterhin gilt in allen OECD-Ländern: Je höher der Abschluss, desto besser die Berufs- und Verdienstaussichten. Immer mehr junge Menschen streben höhere Abschlüsse an. 2018 hatte jeder dritte junge Erwachsene in Deutschland einen Hochschul- oder vergleichbaren Abschluss in der Tasche, zehn Jahre zuvor war es nur jeder Vierte. Dass die Zahl der Studenten in Deutschland trotzdem im Ländervergleich immer noch vergleichsweise niedrig ist, begründen die OECD-Experten damit, dass die duale Berufsausbildung mit Praxis und Berufsschule einen so hohen Stellenwert habe.

Gute Noten bekommt Deutschland für die "MINT"-Fächer: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Absolventen dieser Fächer sind besonders gefragt. Deutschland liegt bei der Anzahl der Abschlüsse hier deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

Trotzdem ist nicht alles gut im deutschen Bildungssystem. Der OECD-Bericht sieht zum Beispiel Probleme bei der Finanzierung der Grundschulen: Dort, wo am ehesten Bildungsnachteile ausgeglichen werden könnten, seien die Investitionen in Deutschland vergleichsweise niedrig, heißt es. Und Defizite gibt es auch bei der Geschlechtergerechtigkeit. Zwar erreichen inzwischen ungefähr gleich viele Männer und Frauen höhere Abschlüsse, aber beim Gehalt haben Frauen dann trotzdem das Nachsehen. "Das Verdienstgefälle ist in Deutschland auf höheren Bildungsstufen größer als im Durchschnitt der OECD-Länder, insbesondere unter den 35- bis 44-Jährigen", heißt es.

Beim Dauerthema Lehrermangel gibt es interessante Befunde der OECD-Bildungsforscher. Am Geld allein kann es demnach nicht liegen: Deutschland sei in Sachen Verdienst eines der besten Länder für Lehrer. Zum Berufseinstieg verdienen sie in Deutschland zum Teil doppelt so viel wie im OECD-Durchschnitt. OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es reicht nicht, den Lehrerberuf finanziell attraktiv zu machen." Man müsse ihn intellektuell deutlich attraktiver machen, mit spannenden Karrieren, vielfältigeren Aufgabenbereichen und mehr Freiräumen in den Schulen. "Das ist immer noch ein sehr industrielles Arbeitsmodell, das es da bei uns gibt. Da sind viele Länder weiter".

@ dpa.de

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