Biontech, US09075V1026

BERLIN - Corona-Impfungen von Kindern unter zwölf Jahren in Deutschland rücken näher - allerdings noch nicht im ganz großen Umfang.

09.12.2021 - 17:30:27

Corona-Zahlen an Schulen steigen - Empfehlung zur Kinderimpfung. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung zunächst nur bei Vorerkrankungen und für Kinder mit Kontakt zu Risikopatienten, wie sie am Donnerstag mitteilte. Gesunde Fünf- bis Elfjährige sollen aber auf Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung auch geimpft werden können, hieß es weiter. Aktuelle Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) zeigen unterdessen einen weiteren Anstieg von Corona-Infektionen an Schulen. Einer von 40 Schülern war demnach zuletzt direkt oder indirekt von Corona betroffen, entweder durch eigene Infektion oder durch Quarantänemaßnahmen.

ist bereits von der EU-Arzneimittelbehörde EMA zugelassen. Jedoch gelten die Impfempfehlungen der Stiko als medizinischer Standard und sind für viele Ärzte eine wichtige Richtschnur.

In der nächsten Woche soll die Auslieferung des Impfstoffs für Kinder beginnen. In einer ersten Lieferung werden in Deutschland 2,4 Millionen Dosen erwartet. Damit werde man bei rund 4,5 Millionen Kindern in dieser Altersklasse die Erstnachfrage gut beantworten können, hatte der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im November gesagt.

Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen bei Schülerinnen und Schülern lag nach am Donnerstag bekanntgegebenen Daten der KMK in der Woche vom 29. November bis 5. Dezember bei 103 000. Das waren rund 10 000 mehr als in der Vorwoche. Leicht zurückgegangen auf rund 150 000 ist die Zahl der Schüler, die darüber hinaus in Quarantäne waren (Vorwoche 152 000). Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus mehr als 28 000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit etwa 10 Millionen Schülerinnen und Schülern. An rund 1500 Schulen gab es demnach in der vergangenen Woche Einschränkungen im Präsenzbetrieb (unverändert zur Vorwoche). Geschlossen waren 86 Schulen (Vorwoche 140).

Das Infektionsgeschehen in den Bundesländern sei sehr unterschiedlich und damit auch an den Schulen, sagte Prien. "Insgesamt würde ich aber sagen, Schulen gehen sehr routiniert und professionell mit der Situation um." Eine Verlängerung von Weihnachtsferien lehnte sie ab. Am Ende sei eine Ferienverlängerung nichts anderes als eine flächendeckende Schulschließung. "Wir haben alle miteinander entschieden, dass es von entscheidender Bedeutung ist, dass Kinder und Jugendliche in Präsenz in die Schule gehen können", sagte sie. Brandenburg und Sachsen-Anhalt hatten beschlossen, ihre Weihnachtsferien angesichts der Lage um ein paar Tage vorzuverlegen. Prien soll zum Jahreswechsel das Amt der KMK-Präsidentin von der brandenburgischen Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) übernehmen.

@ dpa.de