Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lässt prüfen, ob die Einrichtung eines nationalen Corona-Impfregisters zur zentralen Erfassung von Impfdaten sinnvoll wäre.

20.12.2021 - 05:58:30

Lauterbach lässt nationales Impfregister prüfen. "Ich lasse das prüfen", sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der Bild-Sendung "Die richtigen Fragen". Komme bei der Prüfung heraus, dass das Register ein "Riesen-Bürokratiemonster" werde, weil es sehr schwer sei, die Impfungen der Bürger rückwirkend zu erfassen, dann werde er "wahrscheinlich dagegen sein". Stelle sich heraus, dass das Impfregister nicht viel Mühe mache, "dann werde ich dafür sein".

Beim Schlagwort Impfregister geht es um Überlegungen, den Corona-Impfstatus der Menschen zentral zu erfassen. Dies ist in die Diskussion gekommen vor dem Hintergrund der Frage, wie eine mögliche allgemeine Corona-Impfpflicht kontrolliert werden könnte.

Für ihn habe jetzt Priorität, das Impfen zu beschleunigen, sagte Lauterbach. "Ich will eines verhindern, dass wir mit noch mehr Bürokratie und Dokumentation die Ärztinnen und Ärzte vom Impfen abhalten."

Die mögliche Einführung eines Impfregisters ist auch innerhalb von Lauterbachs Partei umstritten. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte sich skeptisch gezeigt, Generalsekretär Kevin Kühnert lehnte eine zentrale Erfassung von Impfdaten ab. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (ebenfalls SPD) hatte dagegen ein nationales Impfregister gefordert.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Virologe: Omikron nicht 'mild' - Krankenhäuser vor neuer Welle. Die Wucht der Infektionswelle wird sich nach Einschätzung des Wissenschaftlers in den Kliniken niederschlagen. "Eine Verharmlosung von Omikron wäre daher fatal, die häufig zu lesende Einordnung als "mild" halte ich für brandgefährlich", sagte der Leiter der Virologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität der Deutschen Presse-Agentur. MÜNCHEN - Die deutschen Krankenhäuser steuern nach Einschätzung des Münchner Virologen Oliver Keppler auf erneut sehr hohe Zahlen von Corona-Patienten zu. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 16:04) weiterlesen...

Ukraine bittet Deutschland um Hilfe. Momentan benötige sein Land vor allem "dringend 100 000 Helme und Schutzwesten für die Freiwilligen, die sich gerade für die Landwehr melden, um ihre Heimat zusammen mit den Streitkräften zu verteidigen", sagte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, dem "Handelsblatt". Berlin lehnt Waffenlieferungen weiterhin ab, will aber im Februar ein Feldlazarett in die Ex-Sowjetrepublik bringen. Die USA kündigten indes inmitten der schweren Spannungen ein neues Nato-Manöver an. BERLIN/KIEW/MOSKAU - Im Konflikt mit Russland ruft die Ukraine Deutschland zu weiterer Hilfe auf. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 16:03) weiterlesen...

Lauterbach warnt vor Lockerungen - Vorschlag für PCR-Priorisierung. Der SPD-Politiker wandte sich in der "Rheinischen Post" gegen Verschärfungen - zugleich warnte er: "Aber eine Lockerung wäre fatal. Wir würden Öl ins Feuer gießen und die Welle beschleunigen." Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen schlägt Lauterbach eine Priorisierung der besonders genauen PCR-Tests und eine Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf bestimmte Berufsgruppen vor. BERLIN - Vor neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Lage hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dafür ausgesprochen, die bestehenden Maßnahmen derzeit beizubehalten. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 16:03) weiterlesen...

Vor Bund-Länder-Beratungen: Weil für Aufrechterhalten der Maßnahmen. "Es ist nicht die Zeit für Lockerungen, aber Verschärfungen sind ebenfalls noch nicht angezeigt", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Die Omikron-Variante des Coronavirus führe zu höheren Infektionszahlen, die Situation in den Krankenhäusern sei allerdings noch beherrschbar. HANNOVER - Vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil für ein Aufrechterhalten der bestehenden Schutzmaßnahmen ausgesprochen. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 15:56) weiterlesen...

Lauterbach: Bestehende Corona-Maßnahmen beibehalten. Auf die Frage, ob es bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag zu Verschärfungen kommen müsse, sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post" (Samstag): "Nein, dazu rate ich nicht. Ich bin dafür, dass wir die bestehenden Maßnahmen beibehalten, also nicht ausweiten." Eine Lockerung wäre aber fatal, warnte er. BERLIN - Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dafür ausgesprochen, die aktuellen Maßnahmen beizubehalten. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 15:56) weiterlesen...

Verfassungsrat in Frankreich billigt Einschränkungen für Ungeimpfte. Das Gericht stimmte dem Gesetz, das Ungeimpfte und Nicht-Genesene von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausschließt, am Freitag weitgehend zu. Die Richter verfügten allerdings, dass die Regeln nur solange in Kraft bleiben dürfen, wie es die Corona-Pandemie erfordere. Zudem darf Ungeimpften laut dem Verfassungsrat, dem obersten Hüter der französischen Verfassung, nicht der Zugang zu politischen Veranstaltungen verwehrt werden. PARIS - Die in Frankreich geplanten scharfen Einschränkungen für nicht gegen Corona Geimpfte haben grünes Licht vom Verfassungsrat bekommen. (Wirtschaft, 22.01.2022 - 15:53) weiterlesen...