Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine positive Bilanz der Aktionswoche zum Impfen gegen das Coronavirus gezogen.

19.09.2021 - 14:13:27

Spahn zufrieden mit Impfaktionswoche - Diskussion über 'Freiheitstag'. "Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500 000 der wichtigen Erstimpfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und Freiwillige hätten bundesweit rund 1500 Impfaktionen auf die Beine gestellt. Möglicherweise habe es noch deutlich mehr gegeben. Mit kreativen Aktionen vor Ort sollten Ungeimpfte von einer Corona-Impfung überzeugt werden.

Dennoch zeigte sich Spahn besorgt über die große Gruppe Ungeimpfter in der älteren Bevölkerung: "Von den 24 Millionen Menschen im Alter über 60 Jahren sind knapp vier Millionen noch ungeimpft, das ist fast jeder sechste in dieser Risikogruppe", sagte der Minister. "Würde sich mit der sehr ansteckenden Delta-Variante ein Großteil dieser Gruppe innerhalb weniger Wochen infizieren, dann würden unsere Intensivstationen sehr unter Stress kommen", warnte Spahn.

Die Zahl der Neu-Ansteckungen in Deutschland geht indes weiter zurück. So sank die Sieben-Tage-Inzidenz am sechsten Tag in Folge auf 70,5 am Sonntagmorgen (Vortag: 72,0; Vorwoche 80,2; Vormonat: 44,2), wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Damit scheint die rasante Verschärfung der Infektionslage seit Mitte Juli erstmal gestoppt. Warum das so ist, darüber können Fachleute nur spekulieren.

"Das ist die Gretchenfrage", sagte Dirk Brockmann, der am RKI Epidemiologische Modelle macht, dem "Spiegel" (Samstag). Es könne unter anderem sein, "dass die Tests an den Schulen, die ja durchgeführt werden, jetzt Wirkung zeigen - dass die Kinder also in Quarantäne geschickt und Infektionsketten durchbrochen werden. Eine andere Möglichkeit ist, dass doch mehr Menschen immun sind, also eine Dunkelziffer eine Rolle spielt." Zudem sei das Impfen wichtig und auch das gute Wetter der letzten Wochen. "All das sind Faktoren, die zusammenspielen, aber unter dem Strich können wir nur Hypothesen aufstellen darüber, warum die Zahlen nicht weiter steigen."

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat für den 30. Oktober die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen gefordert. "Nach den Erfahrungen aus Großbritannien sollten wir auch den Mut haben zu machen, was auf der Insel geklappt hat. Also braucht es jetzt eine klare Ansage der Politik: In sechs Wochen ist auch bei uns Freedom Day!", sagte der Kassenärztechef der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Über diese Forderung ist eine heftige Diskussion entbrannt.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält dies für "nicht ethisch vertretbar". Die Welle der Pandemie, die dann käme, wäre zu groß, warnte der SPD-Politiker auf Twitter. Besser wäre eine Öffnung, wenn 85 Prozent geimpft seien. Bis dahin sollte die 2G-Regel gelten.

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen widersprach Gassen ebenfalls. Die Forderung widerspreche unter anderem der Haltung der Mehrheit der niedergelassenen Ärzte. Für eine Lockerung der Maßnahmen bräuchte es eine Impfquote bei den über 60-Jährigen von deutlich über 90 Prozent, in der Gesamtbevölkerung bei den impffähigen Personen von über 80 Prozent. Er nannte Gassens Vorschlag "zynisch". Auch der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, lehnte Gassens Forderung ab.

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann hält eigenen Angaben nach eine Diskussion über eine Aufhebung der Corona-Regeln zwar für richtig. Es sei aber zu früh dafür, ein konkretes Datum zu nennen, sagte Ullmann auf NDR Info.In den kommenden Wochen müsse man die Corona-Entwicklungen genau beobachten.

Zuspruch erhält Gassen derweil von der AfD. Spitzenkandidatin Alice Weidel teilte mit: "Die Kassenärzte wissen besser als alle selbst ernannten Gesundheitsexperten um die Corona-Lage und den Zustand unseres Gesundheitssystems. (...) Die Notlage darf nicht zur neuen Normalität werden. Statt 2G-Regime und Lockdown für Ungeimpfte braucht Deutschland schnellstmöglich den Freiheitstag."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Behörde genehmigt Mix von Impfstoffen und Corona-Booster. Zudem erlaubte die Arzneimittelbehörde FDA am Mittwoch, Vakzine zu mischen, sodass zwei oder mehr Injektionen künftig von verschiedenen Herstellern kommen können. WASHINGTON - Nach dem Corona-Mittel von Biontech /Pfizer hat die zuständige US-Behörde auch Genehmigungen für Auffrischungsimpfungen der Hersteller Moderna sowie Johnson & Johnson erteilt. (Boerse, 20.10.2021 - 23:39) weiterlesen...

Laschet wirft Ampel mangelndes Interesse an Außenpolitik vor. "Es scheint sich in diesem Ampel-Bündnis niemand für die Außenpolitik zu interessieren", sagte Laschet der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). "Es melden sich Leute zu Wort, die wollen Finanzminister oder Klimaminister werden. Internationale Fragen stehen hinten an", kritisierte er. BERLIN - Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat SPD, Grünen und FDP vor dem Beginn ihrer Koalitionsverhandlungen ein mangelndes Interesse für Außenpolitik vorgeworfen. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 19:08) weiterlesen...

Verabredung zum besseren Schutz von Mooren sorgt für Kritik. Nach Umwelt- und Naturschützern bezeichnete auch Mecklenburg-Vorpommerns Umwelt-und Agrarminister Till Backhaus (SPD) die Verabredung als nicht ehrgeizig genug. Die Vereinbarung, die Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) gemeinsam mit den Ministern der Bundesländer unterzeichneten, hat zum Ziel, den Treibhausgasausstoß von Moorböden bis 2030 jährlich um fünf Millionen Tonnen zu senken. BERLIN - Die am Mittwoch unterzeichnete Vereinbarung von Bund und Ländern zum Schutz von Mooren sorgt für Kritik. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 19:08) weiterlesen...

Bosniens Serben spalten sich von staatlicher Arzneimittelbehörde ab. Damit spaltet er sich vom Kompetenzbereich der gesamtstaatlich verfassten bosnischen Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte ab. Für das zugrundeliegende Gesetz stimmten am Mittwoch im Parlament von Banja Luka die Abgeordneten der Regierungspartei SNSD. Die Vertreter der Opposition blieben der Abstimmung fern. BANJA LUKA - Der serbische Landesteil in Bosnien will sich eine eigene Arzneimittelbehörde geben. (Boerse, 20.10.2021 - 18:56) weiterlesen...

Polens Gesundheitsminister warnt vor 'Explosion' der Pandemie. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden habe sich am Mittwoch im Vergleich zur Woche davor um hundert Prozent gesteigert, am Dienstag habe der Wert bei 85 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gelegen, sagte Niedzielski in Warschau. WARSCHAU - Polens Gesundheitsminister Adam Niedzielski hat vor einer "eigentümlichen Explosion" der Corona-Pandemie in seinem Land gewarnt. (Wirtschaft, 20.10.2021 - 18:52) weiterlesen...

Südafrika beginnt Corona-Impfung von Kindern ab 12 Jahren. Man wolle bis Januar 2022 mindestens 3,25 Millionen Mädchen und Jungen impfen, die Hälfte aller Kinder in der Altersgruppe, teilte das Gesundheitsministerium mit. Minderjährige erhalten in Südafrika zunächst nur eine Dosis des Präparats von Biontech /Pfizer . Bislang sind rund 11 Millionen der knapp 60 Millionen Südafrikaner vollständig geimpft worden. KAPSTADT - Südafrika hat am Mittwoch als erstes afrikanisches Land südlich der Sahara begonnen, Kinder im Alter ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. (Boerse, 20.10.2021 - 18:20) weiterlesen...