Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Wirecard, DE0007472060

BERLIN - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat das Gebaren des Zahlungsdienstleisters Wirecard heftig kritisiert und härtere Regulierung in Aussicht gestellt.

25.06.2020 - 20:34:24

Scholz will wegen Wirecard wirksamere Aufsicht. "Der Fall Wirecard AG ist ein Skandal, der in der Finanzwelt schon seinesgleichen sucht", sagte Scholz am Donnerstag in Berlin.

Was sich in dem Unternehmen zugetragen habe, müsse nun "schnell und gründlich" aufgeklärt werden, sagte Scholz. "Ein solcher Skandal wie bei Wirecard muss ein Weckruf sein, dass wir mehr Aufsicht über und Kontrolle für die Finanzmärkte brauchen als wir sie heute haben." Der Staat müsse in der Lage sein, "komplizierte internationale Firmenkonstrukte wie Wirecard" effizienter und wirksamer zu kontrollieren. Er habe sein Ministerium beauftragt, ihm in den nächsten Tagen ein Konzept dafür vorzulegen. Sollten rechtliche, gesetzgeberische oder regulatorische Maßnahmen nötig werden, werde man sie ergreifen.

Der in einen Milliardenskandal verstrickte Zahlungsdienstleisters Wirecard hatte am Donnerstag wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet.

Es stellten sich kritische Fragen an Vorstand und Management und auch die beteiligten Wirtschaftsprüfer, sagte Scholz, der aber auch auf die Rolle der Aufsichtsbehörden zu sprechen kam. "Auch hier müssen die Strukturen durchleucht, mögliche Fehler rasch identifiziert und dann natürlich sofort abgestellt werden." Er sei dem Chef der Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, für seine klaren Worte dankbar und erwarte nun ebenso klare Taten. Hufeld hatte von einem "kompletten Desaster" gesprochen und eingeräumt: "Wir sind nicht effektiv genug gewesen, um zu verhindern, dass so etwas passiert."

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Keiner will Wirecard-Aufsicht sein - SPD kritisiert Bayern. Nachdem sich die Finanzaufsicht Bafin in Sachen Wirecard für nur begrenzt zuständig erklärt hatte, sieht sich auch die bayerische Staatsregierung nicht in der Verantwortung. Dabei geht es um die Kontrolle von Geldwäsche, die der Bund in Teilen den Ländern übertragen hat. Die SPD warf der Staatsregierung deswegen am Freitag vor, sich aus der Verantwortung zu stehlen. MÜNCHEN - Nach dem Milliardencrash des Dax -Konzerns Wirecard wird das Ausmaß des Behörden-Hickhacks um die Aufsicht über den Zahlungsdienstleister und seine mutmaßlich kriminellen Geschäfte sichtbar. (Boerse, 10.07.2020 - 18:17) weiterlesen...

Finanzmarktexperte: Neue EU-Börsenaufsicht als Lehre aus Wirecard. Der Betrugsfall und die darauffolgende Insolvenz des Dax -Konzerns habe "grundlegende organisatorische Defizite" in der Aufsicht offenbart, schreibt der Ökonom in einem Gastbeitrag für die "Börsen-Zeitung" (Freitag). FRANKFURT - Eine neue gemeinsame EU-Börsenaufsicht muss nach Ansicht des Frankfurter Finanzmarktexperten Jan Pieter Krahnen die Konsequenz aus dem Wirecard -Bilanzskandal sein. (Wirtschaft, 10.07.2020 - 11:49) weiterlesen...

Wirecard-Insolvenzverwalter: Reges Interesse an Unternehmensteilen. Für das Kerngeschäft mit der Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten sowie davon unabhängige Geschäftsbereiche des Konzerns hätten sich zwischenzeitlich bereits mehr als 100 Interessenten gemeldet, teilte Rechtsanwalt Michael Jaffé am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des vorläufigen Gläubigerausschusses mit. Der heruntergeprügelte Kurs machte auf die Nachricht hin einen Sprung. ASCHHEIM - Für die Teile des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters ein reges Interesse unter Investoren. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

AKTIE IM FOKUS: Wirecard erneut Dax-Ende - prozentual zweistelliger Verlust. Bereits am Montag hatten die Anteilsscheine des nach einem Bilanzskandal ums Überleben kämpfenden Zahlungsdienstleisters rund 20 Prozent verloren. Wegen der niedrigen Kursbasis fallen die prozentualen Kursschwankungen bei Wirecard mitunter heftig aus. FRANKFURT - Die stark schwankenden Aktien von Wirecard sind am Dienstag deutlich unter Druck geblieben und haben zuletzt als klares Schlusslicht im schwachen Dax rund 17 Prozent auf 2,126 Euro eingebüßt. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

Experte: EY-Prüfberichte zu Wirecard könnten bald eingesehen werden. Das könnte im Fall Wirecard große Bedeutung haben, sagt Wirtschaftsprofessor Kai-Uwe Marten von der Universität Ulm. Seines Wissens nach wäre es das erste Mal, dass dieses Recht angewandt würde. Eingeführt wurde der entsprechende Paragraf 321a des Handelsgesetzbuches vor 16 Jahren infolge diverser Skandale. ULM - Gläubiger und Aktionäre haben unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, die normalerweise streng geheimen Abschlussberichte von Wirtschaftsprüfern einzusehen. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...

Deutsche-Bank-Chef zu Wirecard: Hohe Hürden für mögliche Zukäufe. "Wenn es dann eine potenzielle Gelegenheit gibt, sich mit Technologie zu befassen, bewerten wir das natürlich." Sewing betonte jedoch, Zukäufe müssten stets Wert für die Aktionäre schaffen. Vor allem aber müssten die neuen Teile besser sein als das eigene Angebot. "Das ist eine hohe Hürde", sagte Sewing. FRANKFURT/ASCHHEIM - Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing dämpft die Erwartungen an einen möglichen Kauf von Teilen des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard als eine der führenden Banken im Zahlungsverkehr weltweit, sagte Sewing am Dienstag in einer Videokonferenz. (Boerse, 08.07.2020 - 10:47) weiterlesen...