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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bundesbildungsministerin Anja Karliczek wirbt für weitere Schritte bei der Öffnung der Schulen und die Vorbereitung einer Impfkampagne für Kinder und Jugendliche.

21.05.2021 - 05:47:25

Karliczek für weitere Öffnungen an Schulen. "Das Infektionsgeschehen geht zurück", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

Natürlich sei weiter Vorsicht angesagt. Aber: "Eine breitere Rückkehr zum Präsenzunterricht unter den bekannten Hygienestandards und begleitet von Tests dürfte in den meisten Regionen sehr wahrscheinlich verantwortbar sein, weil die Inzidenzen überwiegend deutlich unter 100 liegen." Kinder und Jugendliche müssten Schritt für Schritt in ein normales Leben zurückfinden. Dazu gehöre auch ein regelmäßiger Schulbesuch, am besten noch vor den Sommerferien.

Die psychischen Belastungen seien zum Teil sehr groß gewesen. "Wir müssen unseren Kindern und Jugendlichen in diesen Wochen viel Aufmerksamkeit schenken, damit sie nachholen können, was in der Pandemie nicht möglich war", unterstrich Karliczek. "Dazu gehört auch, dass intensiv eine Impfkampagne für die Kinder und Jugendlichen vorbereitet wird, sobald der Impfstoff für die Kinder ab 12 Jahren zugelassen ist." Bis der Impfstoff für die jüngeren Kinder bis 12 Jahren zur Verfügung stehe, werde es aber noch eine Weile dauern.

Der Chef der Jungen Union, Tilman Kuban (CDU), verlangte den Einsatz von mobilen Impfteams in Schulen, sobald die Zulassung des Impfstoffs für Jüngere erfolgt sei. "Vielen Schülerinnen und Schülern unter 18 Jahren im ländlichen Raum ist es nicht so einfach möglich, auf eigene Faust in Impfzentren zu fahren", sagte Kuban der "Rheinischen Post" (Freitag). Mit mobilen Impfteams seien bereits die Menschen in Pflegeheimen geimpft worden. Ihr neuerlicher Einsatz wäre "ein klares Signal, dass die junge Generation nicht vergessen wird und sie im Fokus der Debatte steht".

Mehrere Bundesländer haben bereits angekündigt, in Kürze zum Regelbetrieb in den Schulen zurückkehren. So soll es etwa in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern nach Pfingsten in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 wieder täglich Präsenzunterricht geben. In Nordrhein-Westfalen sollen alle Schüler ab dem 31. Mai wieder landesweit Präsenzunterricht erhalten, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt.

@ dpa.de

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