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Regierungen, Deutschland

BERLIN - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einem Kurzbesuch in Jordanien betont, dass er gewisse Dienstreisen auch in Corona-Zeiten für zwingend notwendig hält.

06.01.2021 - 15:48:27

Maas hält Dienstreisen auch in Corona-Zeiten für notwendig. "Das hier ist keine Privatreise, das ist keine touristische Reise, hier geht es um Abrüstung", sagte er am Mittwoch nach seiner Ankunft in der jordanischen Hauptstadt Amman, wo er an einer Abrüstungskonferenz mit Vertretern aus 15 Länder teilnahm. Es gebe Themen, die von so großer Bedeutung seien, dass man sich persönlich treffen müsse, "um in der Außenpolitik arbeitsfähig bleiben zu können".

Für nächste Woche kündigte der Außenminister eine weitere Reise in die ägyptische Hauptstadt Kairo an. Angesichts der Rolle Deutschlands im Nahen Osten sei es "außerordentlich wichtig", die Kontakte zu pflegen. Für Maas war der Besuch in Amman die erste Reise in ein Land außerhalb Europas seit mehr als vier Monaten. Danach war er wegen der Corona-Pandemie nur noch wenige Male innerhalb Europas unterwegs.

Die Bundesregierung hat rund 150 der etwa 200 Länder weltweit zu Corona-Risikogebieten erklärt und warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen dorthin. Unter diesen Ländern ist auch Jordanien.

In Europa gibt es kaum noch Regionen, die kein Risikogebiet sind. Die Einstufung erfolgt, wenn in einem Gebiet mehr als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche registriert werden. Nach diesen Kriterien sind aber auch alle 16 deutschen Bundesländer Risikogebiete.

@ dpa.de

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